Deutsche Rapper entwickeln Corona-App

Mit der Corona-App "luca" wollen unter anderem die Fantastischen Vier das kulturelle Leben in der Pandemie voranbringen. Vor allem Smudo ist engagiert dabei, die App einem größeren Publikum vorzustellen. Er sehe "luca" nicht als Ersatz für die Warn-App der Bundesregierung. Es seien "zwei ganz verschiedene Dinge". Keine der Apps sei besser oder schlechter als die andere.

Smudo über seine Corona-App: Alternative zur "Lockdown-Keule"

Im Interview bei Bild TV führt der 52-Jährige die Vorzüge der "luca"-App auf, die zusammen mit weiteren Kulturschaffenden und einem Berliner Start-Up entwickelt wurde. Es gehe darum, das kulturelle Leben wieder im Alltag zu verankern. Smudo und seine Bandkollegen zeigen sich von dem Konzept überzeugt:

"Mit 'luca' lassen sich u.a. Konzerte und Veranstaltungen sicher durchführen, die Gesundheitsämter werden nachhaltig entlastet und Infektionsketten schneller unterbrochen, was am Ende zu mehr Freiheit führen wird. Als wir von der Idee für luca hörten, waren wir begeistert."

So soll das Ganze funktionieren: "luca" legt ein verschlüsseltes Kontakttagebuch an. Mittels QR-Code melden sich die Nutzer*innen bei Restaurant-, Stadion- oder Konzertbesuchen an und ab. Kommt es zu einer Coronainfektion, kann die erkrankte Person ihre Informationen per TAN dem zuständigen Gesundheitsamt freigeben. Die Kontaktverfolgung würde so komplett digital ablaufen. Das Führen von Gästelisten auf Papier somit überflüssig.

Für die User*innen ist die App kostenlos – für die Gesundheitsämter kostenpflichtig. Smudo habe sein Projekt bereits Gesundheitsminister Jens Spahn vorgestellt. Trotz eines guten Gesprächs sei erst einmal keine konkrete Unterstützung zugesichert worden. In Rostock werde die App nun ausprobiert, die laut Smudo die Bevölkerung vor der "Lockdown-Keule" bewahren könnte. Dieser Plan ginge allerdings nur auf, wenn die App von entsprechend vielen Menschen auch genutzt wird.

In New York zeichnen sich Rapper*innen noch nicht für Corona-Apps verantwortlich. Dafür erfolgen Hinweise in der U-Bahn neuerdings von bekannten Stimmen aus der US-Szene.

New Yorker U-Bahn: Young M.A, Cam'ron & Jadakiss machen Corona-Ansagen

Der öffentliche Nahverkehr in New York ist um eine Attraktion reicher.

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"Warum unsere Live-Industrie gef*ckt ist": Doku über den Stand der Clubszene mit Felix Lobrecht, Samy Deluxe & mehr

"Warum unsere Live-Industrie gef*ckt ist": Doku über den Stand der Clubszene mit Felix Lobrecht, Samy Deluxe & mehr

Von Till Hesterbrink am 05.04.2021 - 14:54

Die Kollegen von DASDING haben eine Dokumentation über den aktuellen Status der Clubszene und Live-Industrie in Deutschland veröffentlicht. Der Rapper Galv hat sich dafür mit verschiedensten Szenegrößen getroffen und über ihre momentane Situation gesprochen. Zu Wort kommen unter anderem Samy Deluxe und Felix Lobrecht.

DASDING-Doku über aktuelle Live-Industrie

Galv berichtet, wie er sich im Zuge des Till Brönner-Videos zur Rettung der deutschen Kultur-Szene inspiriert gefühlt habe, auch tätig zu werden. Neben der Veröffentlichung seines Tracks "Rettet die Clubs" habe er sich intensiv mit diesen, den Betreibern und auftretenden Künstlern auseinandergesetzt. Dabei sei diese Doku entstanden.

Der sich nicht ins Wort fallen lassende Samy Deluxe spricht darüber, welche Bedeutung kleine Locations auch für so große Artist wie ihn immer noch haben. Felix Lobrecht und Veranstalter Felix Römer erklären darüber hinaus auch, wie wichtig die aktuell ausfallenden Veranstaltungen eigentlich für die Leute vor Ort wären. Durch die Corona-Pandemie wären besonders viele kleine Clubs und die zugehörigen Teams in massive Schwierigkeiten geraten.

"Ganz viele Leute haben so geile kleine Clubs aufgebaut und haben alles richtig gemacht, und haben ein cooles Team, und geile Bookings, und ausverkaufte Shows. Und trotzdem sind die jetzt alle broke oder gehen insolvent."


"Warum unsere Live-Industrie gef**** ist..." Doku mit Samy Deluxe, Felix Lobrecht, Blond | DASDING

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