Abu Talha Al-Almani alias Deso Dogg alias Denis Cuspert

Deso Dogg hat seine schweren Verletzungen im Syrienkrieg offensichtlich überlebt. In einem Propagandavideo ist er körperlich angeschlagen, aber lebendig zu sehen.

Seit einiger Zeit kursiert ein Video im Netz, das Denis Cuspert, ehemals Deso Dogg und heute Abu Malik, schwer verletzt zeigt (wir berichteten). Teilweise gab es Meldungen, er habe den Vorfall nicht überlebt. In dem neuen Video bestätigt Cuspert den Raketenangriff. Zu seinen Verletzungen sagt er: "mein Kopf war offen gewesen, das Gehirn kam ein bisschen raus". Er habe drei oder vier Tage im Koma gelegen. Zurzeit sei er "leicht halb gelähmt". Es sei sein Ziel, in Zukunft im Kampf zu sterben.

In Deutschland nutzte der ehemalige Gangsterrapper seine Popularität, um für einen radikalen Islam und den bewaffneten Kampf zu werben. 2012 wurde ein Haftbefehl wegen besonders schweren Landfriedensbruchs ausgestellt. Später verließ er Deutschland, um sich dem bewaffneten Kampf anzuschließen.

Ehemaligen Freunden und Weggefährten aus der Hiphop-Szene rät er in dem neuen Video, es ihm gleichzutun. Familie und Kinder solle man mitbringen, das benötigte Geld solle man zum Beispiel durch Hartz 4 sparen. In Syrien gäbe es "Häuser vom Feinsten", er selbst lebe in einer "Villa am Rande des Schlachtfelds".

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Kommentare

Irre diese Fanatiker

Hoffentlich ist sein ****** auch gelähmt, damit sich dieses Subjekt eines ***********en nicht mit einer 9 Jährigen vermehren kann

ISIS ist ein Krebsgeschwür, das ausgerottet werden muss!!! Ich wünsche Dir Deso Dogg ein Qualvollen Tod! Verrecke du *******!!!!!

viel hirn kann da ja nicht rausgeguckt haben..

Ich möchte diese Verhaltensweise hier nicht zwingend verurteilen, da ich zumindest stellenweise diesen Lebenswandel nachvollziehen kann. Jedoch muss ich diesbezüglich ganz klar feststellen, das bereits sein "Gangster Style" als erbärmlicher Griff ins Klo bezeichnet werden muss. Denn schon die Tatsache knapp 9 Jahre in Haft gesessen zu haben, zeigt nunmal glasklar und unbestreitbar was für'n "klasse Gangster" hier am Werk war. So blieb wohl schlussendlich leider nur noch der Weg Sallafist zu werden. Blos wenn ich mir so den bisherigen Extremisten-Werdegang betrachte, könnten einem glatt die Tränen in die Augen schießen. Warum nur hast Du ********* denn der Öffentlichkeit dein Überleben preisgegeben..? Nachdem bereits alle Welt davon ausging, du seist in Syrien getötet worden. Mich persönlich würde es unglaublich abschrecken als Sallafist nach Syrien in den Dschihad zu ziehen. Mit dem Wissen das Du dort mit zur Führungsriege des IS zählst, denn wahrlich zu den Intelligentesten unserer Spezies gehörst Du definitiv nicht, in Anbetracht deiner bisherigen Verhaltensweisen (in jederlei Hinsicht)...!!!

**** ISIS

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Azad, Nura, Kurdo & Xatar setzen Zeichen gegen Krieg

Azad, Nura, Kurdo & Xatar setzen Zeichen gegen Krieg

Von Anna Siegmund am 14.10.2019 - 15:56

Wer seinen Lieblingsrapper*innen aufmerksam auf Instagram folgt, wird es wahrscheinlich schon entdeckt haben: Zahlreiche Menschen, darunter auch Azad, Nura und Xatar, haben ihr Profilbild auf der Social-Media-Plattform gelb gefärbt.

Mit dem gelben Profilbild soll ein Zeichen gesetzt werden. Menschen solidarisieren sich auf diese Weise mit den Kurden in Syrien, die nach der Militäroffensive der Türkei auf der Flucht sind oder sogar ihr Leben verloren haben.

Nura, Kurdo & Namika mit zusätzlichen Statements

Zusätzlich zu dem gelben Profilbild, geben einige Rapper*innnen auch ein Statement ab, in dem sie den Krieg der Türkei, dem unschuldige Menschen zum Opfer fallen, verurteilen.

Kurdo postet beispielsweise ein Bild auf Instagram und schreibt:

"Auf diesem Bild sind Kurden Türken Afrikaner Araber Deutsche alles einfach. Wir hatten alle die Möglichkeit dem Krieg zu entfliehen weil sich Menschen für unser Leben eingesetzt haben. Wir sind dankbar das wir alle zusammen hier Leben dürfen. Es ist an der Zeit das Wir uns alle jetzt für das Leben anderer einsetzen die im Krieg leiden und nix damit zu tun haben, damit sie glücklich weiter Leben dürfen es ist egal welche Nation. Egal wo auf der Welt wir wünschen uns den Frieden." [sic]

Auch Azads Instagram-Feed ist neben seinem gelben Profilbild gerade von der türkischen Militäroffensive in Syrien dominiert. Dabei zeigt er Kinder, die für die Rechte von Kurd*innen demonstrieren, und stellt in einem Post besonders "Rojava" in den Fokus. Rojava ist eine autonome Region, in der hauptsächlich Kurd*innen leben im Norden Syriens. Dort finden die Kämpfe aktuell statt.



Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an


#ROJAVA

Ein Beitrag geteilt von AZAD (@azadoffiziell) am

Die Sängerin Namika postet ebenfalls Informationen in ihre Instagram-Story. Nura informiert dort auch und repostet emotionale Worte der Bloggerin Zara Secret.

Der Hintergrund: Erdoğan startet Militäroffensive in Nordsyrien

Der türkische Präsident Recep Erdoğan selbst nennt das Einmarschieren auf Twitter "#OperationPeaceSpring". Er betont in seinen Posts sein Vorhaben, eine sogenannte Friedenszone errichten zu wollen. Und tatsächlich möchte der türkische Präsident zwischen dem Fluss Euphrat und der Grenze zum Irak eine "Sicherheitszone" schaffen. Dort sollen Geflüchtete angesiedelt werden, die sich bisher in der Türkei aufhalten. Das betrifft wahrscheinlich etwa zwei Millionen Menschen.

Auf diesem syrischen Gebiet ist bisher das Bündnis von Rebellen SDF (Syrische Demokratische Kräfte) an der Macht. Angeführt wird das Bündnis von der Kurdenmiliz YPG, die der türkische Präsident als Terrororganisation eingestuft hat, da er sie als als Ableger der kurdischen Arbeiterpartei PKK betrachtet. Mit ihnen verbündet sind die US-amerikanischen Truppen, die Donald Trump nun überraschend aus dem Gebiet abgezogen hat.

Wie ging Erdoğan am Mittwoch, den neunten Oktober vor? Die Angriffe erfolgten zunächst über die Luft auf die Stadt Ras al-Ain. Bereits am Abend startete allerdings auch eine Bodenoffensive.

Am Sonntag, nachdem bekannt gemacht wurde, dass Ras al-Ain sowie Tall Abyad bereits unter türkischer Kontrolle seien, sendete auch Syrien Truppen in diese Regionen.

Laut der UN sind durch die Kämpfe aktuell etwa 130.000 Menschen auf der Flucht. Die Mehrheit von ihnen sei nach Al-Hassaka geflüchtet. Dort gestalte sich die Wasserversorgung mittlerweile schwierig.

Gestoppte Waffenlieferungen & Telefonat mit Angela Merkel: Was passiert auf politischer Ebene?

Angela Merkel telefonierte bereits mit dem türkischen Präsidenten und forderte ihn auf, die Militäroffensive zu beeenden. Zudem wurden die deutschen Waffenexporte in die Türkei zunächst gestoppt. Gegenüber der Bild am Sonntag sagte der Außenminister Heiko Maas:

"Vor dem Hintergrund der türkischen Militäroffensive in Nordost-Syrien wird die Bundesregierung keine neuen Genehmigungen für alle Rüstungsgüter, die durch die Türkei in Syrien eingesetzt werden könnten, erteilen."

Bezüglich weiterer Sanktionen wird sich eine Einigung der EU-Mitgliedstaaten schwierig gestalten. Mit dem Lauterwerden der Kritik an seiner Militäroffensive erklärte Recep Erdoğan im Falle von Bestrafungen, "die Türen zu öffnen". Übersetzt heißt das so viel, dass der türkische Präsident der Europäischen Union damit droht, etwa 3,6 Millionen Geflüchtete nach Europa zu schicken. Die Berliner Morgenpost zitiert den Präsidenten auf einer Veranstaltung seiner Partei folgendermaßen:

"Hey, Europäische Union. Reißt Euch zusammen. Seht, ich sage es noch einmal: Wenn ihr versucht, unsere aktuelle Operation als Besatzung zu bezeichnen, dann haben wir leichtes Spiel."

Die Politik wird es wohl vermutlich nicht so schnell schaffen, ein Zeichen gegen die Offensive der Türkei in Nordsyrien zu setzen. Umso wichtiger wird es also für die Gesellschaft, sich in dieser Thematik zu engagieren. Das gelbe Profilbild ist eine Möglichkeit, ein Statement zu setzen. Zudem ist auch ein Spendenkonto eingerichtet worden.

Blaue Profilbilder für den Sudan

Eine ähnliche Aktion gab es bereits etwas früher in diesem Jahr. Stars machten ihr Profilbild blau und solidarisierten sich so unter dem Hashtag "BlueforSudan" mit den Menschen, die im Sudan für eine Demokratie kämpften. Im Juni war der Diktator Omar Hasan Ahmad al-Baschir im Zuge eines Militärputsches verhaftet worden. Das Militär regierte anschließednd das Land und schlug jegliche Proteste für Freiheit und Demokratie blutig nieder. Samy Deluxe und Dendemann haben dieses blaue Profilbild beispielsweise immer noch.


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