Corona crasht Festivalsommer 2020: Splash! Festival, Summerjam & mehr betroffen

Das Coronavirus verlangt der Gesellschaft weiterhin alles ab. Nun hat es den Festivalsommer erwischt. Wie gestern bekanntgegeben wurde, dürfen in Deutschland bis zum 31. August keine Großveranstaltungen stattfinden. Damit können das Splash! Festival, das Summerjam und unzählige weitere Besuchermagneten nicht wie gewohnt über die Bühne gehen.

Corona-Pandemie: Festivalsommer 2020 gecancelt

In einer Pressekonferenz stellte Bundeskanzlerin Angela Merkel einen ganzen Katalog von Maßnahmen für den weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie vor. Dabei gab sie auch vereinzelte Lockerungen bekannt, die vor allem den Schulbetrieb und den Einzelhandel betreffen.

Veranstaltungen mit mehreren zehntausend Besuchern sind jedoch in den nächsten Monaten nicht durchführbar. Auf einem Festival-Gelände können die weiterhin zu befolgenden Abstandsregeln schlichtweg nicht eingehalten werden. Auch Fußballspiele sollen die komplette Saison vor leeren Rängen stattfinden.

Splash! Festival mit Statement

Die Veranstalter des Splash! haben mit einem Statement auf die neue Situation reagiert. Man werde sich "schnellstmöglich", um "Lösungen und Optionen" für alle Ticketinhaber und Ticketinhaberinnen kümmern. Die Arbeit am Splash! 2021 habe bereits begonnen.

splash! Festival on Twitter

Liebe splash! Fans, bis zuletzt hatten wir auf bessere Nachrichten gehofft, müssen schweren Herzens aber verkünden, dass das splash! Festival 2020 nicht stattfinden kann. Macht Euch keine Sorgen, bleibt gesund, seid füreinander da und passt aufeinander auf! Euer splash! Team

Summerjam Festival gibt Erklärung ab

Das Summerjam Festival hat sich nach der Regierungsentscheidung auf Instagram positioniert. Die Veranstalter planen demnach, das Festival ins kommende Jahr zu verlegen. Über das weitere Vorgehen informiere man in den nächsten Tagen.



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Wir haben lange gewartet und gehofft, dass sich die Situation positiv entwickelt und auch schon eine Verschiebung in den Spätsommer geprüft. Seit gestern steht fest, dass wir aufgrund des bundesweiten Verbotes für Großveranstaltungen bis zum 31. August, das 35. Summerjam-Festival in das nächste Jahr verlegen müssen.⠀ ⠀ Bitte gebt uns noch ein paar Tage Zeit, damit wir die nächsten Schritte klären können. Wir werden Euch so schnell wie möglich über das weitere Vorgehen (zum Beispiel die Fragen: was passiert mit meinem Ticket? oder was muss ich jetzt machen?) informieren und hoffen auf Euer Verständnis.⠀ Dankeschön und bleibt alle gesund!⠀ ⠀ Euer Summerjam Team⠀ ⠀ ⠀ ⠀ We have waited and hoped for a long time that the situation would develop positively and have already considered postponing it until late summer. Since yesterday it is clear that we have to postpone the 35th Summerjam Festival into next year due to the nationwide ban on major events until August 31st.⠀ ⠀ Please give us a few more days so that we can clarify the next steps. We will inform you as soon as possible about the next steps (for example the questions: what happens with my ticket? or what do I have to do now?) and hope for your understanding.⠀ Thank you and stay healthy!⠀ Your Summerjam Team

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Die Schweizer Regierung will sich um den 26. April zu ihren künftigen Anti-Corona-Maßnahmen äußern. Insofern ist aktuell noch keine endgültige Aussage zur Lage des Openair Frauenfeld möglich. Vor der Ausbreitung der Pandemie in Europa hatten sich für das Festival unter anderem Kendrick Lamar, A$AP Rocks oder PNL angekündigt.

Der Medienchef des Openair Frauenfeld stellte sich kürzlich bereits ein paar dringenden Fragen aus der Community. Er gab offen zu, dass eine Absage zu einem enormen finanziellen Verlust führen würde. Einem Verlust, der die Existenz des größten Rap-Festivals Europas gefährdet.

Openair Frauenfeld äußert sich zur Corona-Situation

Von Clark Senger am 13.04.2020 - 17:13 In Zeiten von Corona sorgen manche Persönlichkeiten aus dem Rapkosmos immer wieder für positive Vibes und demonstrieren, wie man kreativ mit der Krise umgehen kann. So auch die beiden Hiphop-Legenden Timbaland und Swizz Beatz, die mit dem Battle-Format Verzuz eine interessante Plattform für Live-Unterhaltung auf die Beine gestellt haben.

Verlässliche sowie hilfreiche Informationen zu Corona und COVID-19 stellen zum Beispiel die WHO oder die Webseite der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Aktuelle Entwicklungen und Daten finden sich zudem auf der Page vom Robert Koch Institut.

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Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Von Michael Rubach am 26.05.2020 - 10:53

Auch wenn die Überlastung des Gesundheitssystems bisher (zum Glück) ausgeblieben ist – Corona ist weiterhin da draußen. Allein, dass im Sommer die gesamte Festival-Saison flach fällt, verdeutlicht ganz gut, wie sehr uns die Pandemie noch in Beschlag nehmen wird. Die kalifornische Design-Firma Production Club hat sich nun der Zukunft der Live-Kultur gewidmet und einen Schutzanzug vorgestellt, der für garantiert ansteckungsfreie Gruppen-Erlebnisse sorgen soll.

"Micrashell": Mit Corona-Schutzanzug zum Konzert?

Das futuristische Modell "Micrashell" kommt mit diversen Features. Ein Helm, ein Luft-Filtersystem und verschiedene LED-Lichter sind Teil dieses Corona-Dresscodes. Die Macher hoffen mit ihrem Anzug, die Menschen zurück in die Clubs und die Konzertlocations bringen zu können. Bei der Konzeption habe man sich gefragt, wie man dem Sterben des kompletten Industriezweigs, der an die Live-Kultur gekoppelt ist, entgegenwirken kann. So schildert es einer der kreativen Köpfe vom Production Club gegenüber NBC New York. Er sieht im "Micrashell" einen Lösungsansatz, "um Leute sicher zusammenzubringen." Ein Präsentations-Video steht bereits auf YouTube:

Bei dem Anzug habe man darüber hinaus den Fokus auf Style gelegt. Die Träger*innen sollen sich nicht wie in medizinischer Kleidung fühlen. "Micrashell" sei daher mehr wie ein Fashion Piece angelegt. Über Kanister soll es zudem möglich sein, zu trinken, ohne den Anzug ablegen zu müssen.

Auch in Amerika lebt nicht jeder das Social Distancing. Bilder von prall gefüllten Stränden zum alljährlichen Spring Break seien der Ursprung des Brainstormings für das eventuell zukunftsträchtige Kleidungsstück gewesen. Aktuell arbeitet die Firma am ersten Prototypen des "Micrashell". Wie wir hierzulande einen Umgang mit der Krise für die Live- und Club-Kultur finden können, haben wir hier zusammengestellt:

Corona bedroht die Live-Kultur: Alternativen & Support-Möglichkeiten

Die Corona-Krise crasht den Festivalsommer. Aber nicht nur das: Bis Ende August sind alle großen Veranstaltungen abgesagt. Damit ist die Pandemie gleichzeitig eine Krise für die komplette Live-Musik und trifft damit natürlich auch Rapper. Jetzt stellt sich die Frage: Wird das alles wieder irgendwann normal?


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