Corona: Italienischer Rapstar sammelt Millionen für Krankenhäuser

Das Coronavirus hält die Welt weiterhin in Atem. Der italienische Rapstar Fedez und seine in Italien nicht minder bekannte Frau Chiara Ferragni demonstrieren aktuell, was mit Zusammenhalt in dieser undurchsichtigen Lage alles möglich ist.

Sie haben mit einem Spendenaufruf innerhalb kürzester Zeit mehrere Millionen Euro für die Mailänder San Raffaele Klinik aufgetrieben. Die Crowdfunding-Aktion wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um das Krankenhaus für die Betreuung weiterer Intensivpatienten ausstatten zu können.

Spenden für Corona-Behandlung: Mehrere Millionen Euro in nur 2 Tagen

Wie das prominente Paar auf Instagram erklärt, wolle man mit der Kampagne die Mediziner sowie Wissenschaftler unterstützen. Italien ist in Europa bisher besonders heftig vom Ausbruch des Coronavirus betroffen. Neuesten Angaben zur Folge sind 631 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 verstorben. Dazu kommen über 10.000, die sich infiziert haben.

Die Solidarität unter der italienischen Bevölkerung und weit darüber hinaus scheint enorm. Über 180.000 Menschen haben bereits kleine oder größere Beträge gespendet. Gegenwärtig sind schon über 3,6 Millionen Euro Spendengeld eingegangen. Dabei wurde die Aktion erst vor zwei Tagen gelauncht.

Das Geld soll konkret der Förderung von Intensivtherapien dienen. Unter anderem seien Beatmungsgeräte und Monitore zur Überwachung des Blutflusses notwendig. Man sei in engem Kontakt mit den Ärzten vor Ort und trage dafür Sorge, dass die Spenden richtig eingesetzt werden.

Fedez und seine Frau zeigen sich auf Instagram dankbar. Aus über 92 Ländern habe man Spenden erhalten. Es sei laut Fedez die größte Aktion, die je in Europa auf der Plattform GoFundMe gestartet wurde. Durch diesen enormen Zuspruch würden die Spenden nun auch an weitere Krankenhäuser in Italien fließen. Die "Kraft des Teilens" habe dies möglich gemacht.



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Fedez und Chiara Ferragnie sind Eltern eines kleinen Sohnes. Das Paar lebt in Mailand – also in der Region Norditaliens, die schon vor wenigen Tagen zur Sperrzone erklärt wurde.

Im fernen Amerika geht Snoop Dogg das Corona-Thema ganz anders an:

Corona mal anders: Snoop Dogg wirbt für Biermarke

Wenn nichts mehr geht, geht Snoop Dogg. So könnte man auf den ersten Blick die Maßnahme verstehen, welche die mexikanische Biermarke Corona in die Wege geleitet hat. So wird der Doggfather der Star eines kommenden Werbespots sein und trotz des grassierenden Coronavirus "La Vida Mas Fina" ("das schönste Leben") verkünden.

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Corona-Krise: Spotify will $10 Millionen für Artists locker machen

Corona-Krise: Spotify will $10 Millionen für Artists locker machen

Von Michael Rubach am 26.03.2020 - 12:02

Spotify hat das Projekt Covid-19 Music Relief gestartet. Damit möchte der Streaming-Riese dazu beitragen, den wirtschaftlichen Schaden in der Kreativindustrie zumindest einzudämmen. Bei dem Projekt greift das Unternehmen auch in die eigene Tasche und stellt in Aussicht, bis zu 10 Millionen Dollar zu spenden.

Spotify reagiert mit Hilfsprogramm auf Coronakrise

Wer als Musiker oder Musikerin nicht auftreten kann, verdient auch weniger Geld. Für viele kommt ein Großteil der Einnahmen schließlich durch Auftritte rein. Da gefühlt die ganze Welt dazu angehalten ist, zu Hause zu bleiben, brechen hier fest eingeplante Einkünfte weg.

Spotify erklärt nun, dass man eine Partnerschaft mit mehreren Charity-Organisationen eingegangen ist, um Artists in finanzieller Not zur Seite zu stehen. Für jeden Dollar, der auf diese Weise gespendet wird, werde man selbst einen Dollar dazulegen. Das hat jedoch eine Grenze: Bis zu 10 Millionen Dollar will man so zur Verfügung stellen.

Erst einmal sind drei Organisationen als Spendenziele auserkoren worden: MusiCares, PRS Foundation und Help Musicians. Weitere sollen noch folgen.

Spotify will neues Feature zum Spendensammeln einführen

Das schwedische Unternehmen macht sich zudem darüber Gedanken, wie betroffene Künstler und Künstlerinnen selbst direkt mit potenziellen Spendern connecten können. So arbeite man zurzeit an einem Feature, das Artists erlaubt, auf ihrem Profil für Unterstützung zu werben.

Die Artists sollen nach Einführung der Funktion, die Möglichkeit bekommen, auf ihrem Profil Links zu entsprechenden Pages zu setzen. So könnten sie gezielt auf ihre eigene Situation, die Probleme anderer Künstler und Künstlerinnen oder auf größere Hilfsprojekte aufmerksam machen.

Vor Kurzem sah sich Spotify noch Kritik ausgesetzt: In einer Petition wurde gefordert, die Ausschüttungen während der Coronakrise zu verdreifachen.

Verlässliche sowie hilfreiche Informationen zu Corona und COVID-19 stellen zum Beispiel die WHO oder die Webseite der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Aktuelle Entwicklungen und Daten finden sich zudem auf der Page vom Robert Koch Institut.


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