Corona: Balenciaga & Saint Laurent produzieren Schutzmasken statt High Fashion

Auch in der oberen Liga der Fashion-Industrie führt die Corona-Krise zu eher ungewöhnlichen Maßnahmen. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, fahren verschiedene Luxuslabels einen solidarischen Kurs: Saint Laurent und Balenciaga werden ihre Ressourcen dafür einsetzen, Gesichtsmasken herzustellen.

Balenciaga & Saint Laurent sollen das Gesundheitswesen unterstützen

Wie der französische Mutterkonzern Kering mitteilt, möchte man helfen, mögliche Engpässe bei den begehrten Masken abzufedern. Bei unseren Nachbarn in Frankreich droht - wie fast überall - Schutzkleidung rar zu werden.

Kering will dafür sorgen, dass sich das medizinische Personal auch weiterhin situationsgerecht kleiden kann. Sobald die Materialien sowie die Produktionsprozesse offiziell genehmigt sind, sollen dort, wo sonst nicht ganz billige Kleidungsstücke entstehen, Atemmasken im Fokus stehen.

Balenciaga on Twitter

While respecting protective safety measures, Balenciaga will begin to produce masks which, once approved by the relevant authorities, will be donated to the French health services.

Balenciaga on Twitter

In the days ahead, @KeringGroup will provide the French health service with 3 million surgical masks, which the Group will purchase and import from China.

Auch plant der Konzern 3 Millionen chirurgische Masken aus China zu importieren und diese ebenfalls dem französischen Gesundheitswesen zur Verfügung stellen. Zu Kering gehört zudem Capitals Bras Lieblingslabel Gucci, das in Italien ansässig ist. An das bisher am stärksten vom Coronavirus gebeutelte Land sollen ebenso über eine Million chirurgische Masken sowie medizinische Schutzkleidung gehen – hergestellt von Gucci. Ende Januar hatte Kering zusammen mit LMVH (Louis Vuitton Moët Hennessy) und weiteren Konzernen bereits mehrere Millionen im Kampf gegen Corona gespendet.

gucci on Twitter

@KeringGroup supports the fight of the Covid-19 virus in France, Italy and China, together with #Gucci, which aims to donate up to 1.1 million surgical masks and 55,000 medical overalls to Italian hospitals and healthcare workers in the coming weeks. More https://t.co/vIDce2VevC https://t.co/Iwhzm0Gkwg

Dior & Givenchy sorgen für Desinfektionsmittel

Kerings Konkurrent LMVH zeigt sich aktuell auch nicht untätig. Statt Parfum für die Brands Dior oder Givenchy abzufüllen, wurde in den Werken auf Desinfektionsmittel umgesattelt. 40 Millionen Atemschutzmasken hat der Weltmarktführer für Luxusgüter darüber hinaus aus China angefordert, um Frankreich für die kommenden Wochen und Monate zu rüsten.

Dior on Twitter

Because we care about your health and mostly those who protect us on the front lines. Since Monday, Dior has dedicated its production site to produce large quantities of hydroalcoholic gel for free delivery to the French health authorities. #StaySafe #DiorStandsWithYou

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Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Dieser Corona-Schutzanzug soll die Zukunft der Live-Kultur sein

Von Michael Rubach am 26.05.2020 - 10:53

Auch wenn die Überlastung des Gesundheitssystems bisher (zum Glück) ausgeblieben ist – Corona ist weiterhin da draußen. Allein, dass im Sommer die gesamte Festival-Saison flach fällt, verdeutlicht ganz gut, wie sehr uns die Pandemie noch in Beschlag nehmen wird. Die kalifornische Design-Firma Production Club hat sich nun der Zukunft der Live-Kultur gewidmet und einen Schutzanzug vorgestellt, der für garantiert ansteckungsfreie Gruppen-Erlebnisse sorgen soll.

"Micrashell": Mit Corona-Schutzanzug zum Konzert?

Das futuristische Modell "Micrashell" kommt mit diversen Features. Ein Helm, ein Luft-Filtersystem und verschiedene LED-Lichter sind Teil dieses Corona-Dresscodes. Die Macher hoffen mit ihrem Anzug, die Menschen zurück in die Clubs und die Konzertlocations bringen zu können. Bei der Konzeption habe man sich gefragt, wie man dem Sterben des kompletten Industriezweigs, der an die Live-Kultur gekoppelt ist, entgegenwirken kann. So schildert es einer der kreativen Köpfe vom Production Club gegenüber NBC New York. Er sieht im "Micrashell" einen Lösungsansatz, "um Leute sicher zusammenzubringen." Ein Präsentations-Video steht bereits auf YouTube:

Bei dem Anzug habe man darüber hinaus den Fokus auf Style gelegt. Die Träger*innen sollen sich nicht wie in medizinischer Kleidung fühlen. "Micrashell" sei daher mehr wie ein Fashion Piece angelegt. Über Kanister soll es zudem möglich sein, zu trinken, ohne den Anzug ablegen zu müssen.

Auch in Amerika lebt nicht jeder das Social Distancing. Bilder von prall gefüllten Stränden zum alljährlichen Spring Break seien der Ursprung des Brainstormings für das eventuell zukunftsträchtige Kleidungsstück gewesen. Aktuell arbeitet die Firma am ersten Prototypen des "Micrashell". Wie wir hierzulande einen Umgang mit der Krise für die Live- und Club-Kultur finden können, haben wir hier zusammengestellt:

Corona bedroht die Live-Kultur: Alternativen & Support-Möglichkeiten

Die Corona-Krise crasht den Festivalsommer. Aber nicht nur das: Bis Ende August sind alle großen Veranstaltungen abgesagt. Damit ist die Pandemie gleichzeitig eine Krise für die komplette Live-Musik und trifft damit natürlich auch Rapper. Jetzt stellt sich die Frage: Wird das alles wieder irgendwann normal?


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