Chima Ede schließt mit Kapitel um Shirin David ab?

UPDATE: Chima Ede hat in seiner Insta-Story erklärt, dass sich sein Realtalk-Part explizit nicht an Shirin David richtet. Er habe "keinen Stress" mit ihr und wünsche "alles Gute mit dem neuen Album". Öffentlich würde er nie "Hass oder Negativität" schüren. Hier kannst du sein gesamtes Statement lesen:


Foto:

Screenshot: instagram.com/chimaede

Original-Meldung vom 25. April:

Shirin David hat sich gestern eindrucksvoll mit ihrer Single "90-60-111" zurückgemeldet. Chima Ede, der beim Album "Supersize" noch als Songwriter hervorstach, hat mit dem neuen Projekt offenbar nichts mehr zu tun. Der Rapper wendet sich in einem gerappten Realtalk überdeutlich von einer vergangenen Phase seiner Karriere ab, nennt aber keine konkreten Namen.

"Mum bin wieder ich selbst, ich hoff' du siehst es"

Chima Ede distanziert sich von Glamour-Welt

Auch wenn Chima Ede den Namen von Shirin David nicht in den Mund nimmt, lässt er mehrfach durchklingen, von welchen Erfahrungen er sich da freimachen will. Von einer Attitüde à la "We makin' hits and everything is great", wie er in einem Studioblog zu "Supersize" strahlend herausposaunt, ist nichts mehr übrig. Chima Edes Zeit als Dienstleister in einer Industrie, die ihn hörbar anzuekeln scheint, ist wohl vorbei. Auf die "fake gefilterten Hips" und "Diamond Chains" hat er keinen Bock mehr.

"Mach' nur noch was ich fühl und statt mit den falschen Leuten reich zu werden, bleib ich meinen Werten treu und sterb lieber arm"

Je länger Chima Ede rappt, desto heftiger geht er mit sich und der Szene ins Gericht.

"Ich hass' die Szene, man I swear to god / Sie sagen 'Cringe' als wärn sie selber nicht der letzte Rotz"

Gegen Ende seines mehr als zweiminütigen Vortrags beschreibt er konkret, was er bei Songwriting-Sessions als besonders störend empfunden hat. Er sei letztendlich nur ein Mittel zum Zweck gewesen, um eine Portion Realness in die Songs hineinzubringen.

"Sagen Bruder ich feier dich, doch wollen eigentlich nur die geilsten Erfahrungen und Writings für ihren Hobby-Startschuss"



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Realtalk | Kapitel 1 Text : • Mum bin wieder ich selbst, ich hoff du siehst es • Hab oft an dich gedacht wenn es lief und auch als es schief ging, • Sie lieben mich hier draußen dafür dass ich kreativ bin, • Ich acker ohne Pause für meinen Traum und Familie, • Hoff die Fantasie wird real, • Nix mehr zu verlieren ich häng ab und genieße das warten, • Sagen ich soll mich nicht verändern wie naiv ist ihr Plan ? • Ich würd mich hassen wär ich immernoch so wie ich mal war, • Soviel gelernt über Jahre, • mach nur noch was ich fühl und statt mit den falschen Leuten reich zu werden bleib ich meinen Werten treu und sterb lieber Arm, • Lass nie wen an mich ran und erzähl niemand den Plan, • Doch halt die Homies nah sonst werden sie zur Gefahr, • Denn wir alle sind verblendet, • Von cash p*ssy power den diamonds chains wie sie glänzen, • Selbst beste Freunde wirken bei jedem Treffen befremdlich, •So lebt sich’s halt mit Ängsten und Schränken voller Gespenster, • Influencer pushen Komplexe wie Phil Dunphy, • S*x sells, sie ist 15 scrollt durch die page und hungert sich runter nachdem sie sich stundenlang jedes Bild ansieht, • Von deinen Fake gefilterteten Hips für paar clicks, honey.. • Ich hass die Szene man I swear to god, • Sie sagen Cringe als wärn sie selber nicht der letzte Rotz, • Vvs chains, Benza und jeder flext dior, • Doch geben höchstens vllt den hundertsten check an mum, • komm bei mir an mit so ner Kombi Zahlung, • Sagen Bruder ich feier dich doch wolln eigentlich nur die geilsten Erfahrung und Writings für ihren Hobby Startschuss, • Doch ich gebe ein Scheissdreck auf ihren Promi Status, • Alle wolln was for free seh ich aus wie Oprah, • Jeder will ins Team doch wieviel wegen mir? • Jeder redet, werde müde von Meinungen kreativloser, • Deshalb fühl ich mich allein mittlerweile oft viel wohler, • Scheiss auf die Sessions mit diesen Insta-Hype-Kids, • Sie fühln sich nach einer Zeit von meinem Talent beleidigt, • Und schieben Filme ihr Ego Problem ist was den Vibe killt, • Die die ich größer mach wolln mir erzählen warum ich klein bin, • Lan zur Seite mit euch, von allen Seiten getäuscht, • Von den, den ich geholfen hab wurde keiner ein Freund, •

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Zudem hätten egoistische Verhaltenweisen oftmals den berühmten "Vibe" gekillt. Keiner der Artists, denen Chima Ede in vergangenen Zeiten zugearbeitet habe, sei mit ihm heute freundschaftlich verbunden.

"Scheiss auf die Sessions mit diesen Insta-Hype-Kids / Sie fühl'n sich nach einer Zeit von meinem Talent beleidigt / Und schieben Filme, ihr Ego-Problem ist, was den Vibe killt / Die, die ich größer mach', wollen mir erzählen, warum ich klein bin /  Lan zur Seite mit euch, von allen Seiten getäuscht / Von denen, den ich geholfen hab', wurde keiner ein Freund"

Auch auf besagten Studioblog mit Shirin David geht Chima offenbar ein. Er plane, nie wieder für "Influencer-Trash" zu schreiben und bereue sein breites Grinsen in die Kamera: "F*ck mein Leben für jedes Lächeln in ihren Studioblogs"

Der Blick auf die Mitwirkenden an dem Track "90-60-111" verdeutlicht, dass Chima nicht mehr Teil des Teams um Shirin David ist. Neben den Produzenten Juh-Dee, Young Mesh und Shirin selbst ist dort Sido-Signing Bozza als Songwriter aufgeführt.

Chima releaste am Freitag den Track "Fallen", der bisher nur einen winzigen Bruchteil der Aufmerksamkeit von "90-60-111" erhalten hat. Doch dafür kommt die Mucke offensichtlich wieder vom Herzen.

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Shirin David reagiert auf Ghostwriting-Debatte nach "Babsi Bars"

Shirin David reagiert auf Ghostwriting-Debatte nach "Babsi Bars"

Von Till Hesterbrink am 15.12.2020 - 20:35

Shirin David steht aktuell in der Kritik, da sie angeblich ihre Autoren schlecht bis gar nicht bezahlen würde und nicht genug Credits geben würde. Die Vorwürfe stammen von der ebenfalls als Texterin arbeitende Yasmin Ayhan, die sich nach einem Kommentar von Shirin in ihrer Instagram-Story ausgiebig zu dem Thema äußerte.

Shirin David & ihre Texter

Kürzlich meldete sich Shirin David mit ihren "Babsi Bars" zurück. Auf dem Track rappte die 25-Jährige relativ straight geradeaus und viele Fans gaben in den Kommentaren Bozza Props für den Text. Wohl auch, um Shirin dafür zu kritisieren, dass sie ihre Texte nicht alleine schreibt. Shirin David entgegnete der Kritik in einem Instagram-Kommentar, dass Ghostwriter im Deutschrap gang und gäbe seien und dafür auch ihre Credits bekommen würden. Jeder wisse das und 90 % der Szene würde von dieser Praktik gebrauch machen.

Shirin David - Babsi Bars [Video]

Die Künstlerin Yasmin Ayhan antwortete daraufhin ebenfalls auf Instagram und zeigte sich empört über Shirins Aussagen. Angeblich würde Shirin ihre Writer*innen nicht ausreichend bezahlen und entweder gar keine Credits geben oder erst nachdem Druck ausgeübt würde. In ihrer Story nennt Yasmin allerdings keine Quellen und geht nicht weiter darauf ein, woher sie diese Informationen habe. Unterstützung bekommt sie dabei allerdings von Telson, der Yasmin beipflichtet, dass Deutschrap ein massives Problem im Verhalten gegenüber Texter*innen hätte.

Schaut man auf Spotify und in den GEMA-Eintragungen nach, findet man allerdings bei Shirin für so gut wie jeden Track Credits für ihre Texter. Außerdem machte Shirin David in der Vergangenheit selten einen Hehl darum, dass andere Leute ihr bei den Texten helfen. So postete Bozza vor einiger Zeit seinen Platz-Eins-Award der Offiziellen Charts für die Mitarbeit bei "90-60-111".

So scheint es, als gehe Shirin David mit dem Fakt, dass sie die Hilfe von Ghostwritern in Anspruch nimmt, doch eher offener um, als viele andere Deutschrap-Artists. Wir haben sowohl bei Shirin als auch bei Yasmin nach einem Statement zu den aktuellen Vorwürfen gefragt. Yasmin ließ über ihr Management verlauten, dass sie kein weiteres Statement abgeben wolle. Es handele sich bei der Geschichte um eine interne Angelegenheit, zu der sich Shirin selber äußern solle.

Das tat Shirin auch. In einer Reihe an Instagram antwortete die "Babsi Bars"-Rapperin auf unsere Fragen.

"Ihr werdet mich immer testen": Shirin äußert sich zur Ghostwriting-Debatte

Zu Beginn geht Shirin auf die Vorwürfe ein, dass die mit ihr arbeitenden Künstler NDAs unterschreiben müssen. Sie findet das normal und wundert sich, warum nicht mehr Leute mit NDAs arbeiten würden. Schließlich wären solche Verträge in den USA auch der Standard. Shirin bringt den Punkt, dass, wenn man sich mündlich auf Verschwiegenheit und Vertrauen einige, es doch auch kein Problem wäre, dies schriftlich festzuhalten. Des Weiteren sei auch sie schon um NDAs gebeten worden und das wäre auch für sie kein Problem.

Den Vorwurf, ihre Autoren nicht vernünftig zu bezahlen und Credits nur ungenügend zu geben, weist Shirin von sich. Sie habe in unzähligen Posts zu ihren Songs auf Instagram geschrieben, wer produziert und getextet habe. Im späteren Verlauf führt sie die Bilder als Belege in ihrer Instagram-Story an.

"Wer war die Erste in Deutschland, die öffentlich gemacht hat, dass sie Ghostwriter nutzt und wer ihre Texte schreibt? Oh mein Gott, das war ja Shirin David!"

Die Texter*innen würden außerdem in einer extrem entspannten Atmosphäre arbeiten. Sie würde in einem überdurchschnittlichen Maße für das Wohl ihrer Autoren sorgen, da nur so gute Songs entstehen können. Kollegen wie Bozza, Juh-Dee, Fayan, Alldifferent oder Makko von den 100BLACKDOLPHINS supporten Shirin in ihren Stories und betonen, wie angenehm die Zusammenarbeit für sie läuft.

Auch die Bezahlung ihrer Autoren wird zum Thema. So habe sich Shirin dafür eingesetzt, dass die meisten GEMA-Rechte ihres ersten Albums nicht an sie oder die Produzenten gehen würden, sondern an ihren Writer. Ob sie damit Chima Ede meint, der maßgeblich an ihrem Debüt "Supersize" beteiligt war und beispielsweise bei Spotify in den Credits zu finden ist, klärt sie nicht konkret auf.

Die Szene würde außerdem härter mit ihr ins Gericht gehen. Bevor die "Babsi Bars" erschienen sind, wurde häufig von Leuten über Shirins Aussehen und ihre Wertevermittlung diskutiert, anstatt über ihre Musik. Und nun ginge es wieder nicht um die Musik, sondern eben um die Texter.

Ghostwriting im Deutschrap

Zum Schluss wünscht sich Shirin von Fans und Medienportalen, dass bei ihren männlichen Kollegen in der Rapszene mit gleichen Maßstäben wie bei ihr gemessen werden soll.

Generell sind Ghostwriting-Vorwürfe und Diskussionen um das Texten nichts Neues im Deutschrap. Bei Bushido ist der Vorwurf, er würde seine Texte nicht selber schreiben, seit wohl einer Dekade der größte Angriffspunkt.

Und auch Azad und Fler mussten sich vor nicht allzu langer Zeit mit den Vorwürfen rumschlagen, sie würden im Studio bei ihren Songs Hilfe in Anspruch nehmen.

Auch seit Jahrzehnten aktive Rapgrößen sind in Deutschland scheinbar nicht davon befreit, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.


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