Chance The Rapper moderiert Neuauflage von "Punk'd"

Deutschland hat (immer noch) "Verstehen Sie Spaß?", Amerika hatte "Punk'd". Das legendäre Prank-Format, das zwischen 2003 und 2007 für MTV produziert wurde, bekommt 2020 eine Neuauflage. Statt Schauspieler Ashton Kutcher führt Chance The Rapper durch die Show.

"Punk'd" 2020: Megan Thee Stallion wird mit Gorilla konfrontiert

Wie in einem ersten Teaser zu sehen ist, wurde am Konzept wenig geändert. Weiterhin setzt das "Punk'd"-Team allerlei Hebel in Bewegung, um Prominente in absurde Situationen zu manövrieren. Rapperin Megan Thee Stallion bekommt es so offensichtlich mit einem Gorilla zu tun. Versteckte Kameras halten den Spaß fest. Hier kannst du den ersten Teaser sehen:

Für Chance The Rapper ist Moderation der Show eine große Ehre, wie er in einem Statement erklärt.

"Ich bin mit dieser Show aufgewachsen und es ist surreal, dieses Mal auf dem Chefsessel Platz zu nehmen."

("I grew up watching this show, and it’s surreal to be in the driver's seat this time around on Quibi.")

Wie Chance zusätzlich in einem Tweet anmerkt, sei kein Promi vor ihm sicher. Produziert wird die Sendung von MTV. Der Ausstrahlungsort ist hingegen vollkommen neu. So läuft das Format auf dem Streamingservice Quibi. Dieser geht in Amerika am 6. April an den Start. Dabei soll es sich um eine Entertainment-Plattform handeln, die voll und ganz für die Nutzung auf dem Smartphone designt wurde.

Was ebenso mit Beteiligung von MTV zurückkommen soll, ist das "Celebrity Deathmatch". Mehr dazu hier:

Ice Cube und MTV sorgen für Neuauflage von "Celebrity Deathmatch"

Absurd brutale Wrestlingkämpfe mit Prominenten als Knetfiguren - das war "Celebrity Deathmatch". Unter der Führung von Ice Cube bringt MTV das Format nun zurück. Das geht aus einer Mitteilung der MTV Studios hervor. Von 1998 bis 2007 lief das "Celebrity Deathmatch" auf MTV. In Deutschland wurde das Format meist in der Nacht ausgestrahlt.

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Mord an George Floyd: US-Szene reagiert auf Schuldspruch gegen Ex-Polizist

Mord an George Floyd: US-Szene reagiert auf Schuldspruch gegen Ex-Polizist

Von Michael Rubach am 21.04.2021 - 14:22

Eine Jury hat einstimmig entschieden: Der Ex-Polizist Derek Chauvin muss für die Tötung von George Floyd ins Gefängnis. Er wurde am Dienstag in allen Anklagepunkten für schuldig gesprochen. Er war wegen Mordes zweiten sowie dritten Grades und Totschlags zweiten Grades angeklagt. Das exakte Strafmaß wird wohl in acht Wochen festgelegt. Laut Spiegel droht ihm eine "lange Haftstrafe". Prominente Vertreter*innen aus Sport, Politik und Musik atmen kollektiv auf.

George Floyd: Die Reaktionen auf den Schuldspruch

Mit einem Knie im Nacken geht George Floyds Leben im Mai 2020 zu Ende. Es ist dabei ein weißer Polizist, der einem Schwarzen Mann die Luft zum Atmen nimmt. Eine Szene, die auf Kamera festgehalten wurde und wohl für immer in Erinnerung bleiben wird. George Floyds Worte "I Can't Breathe" entwickelten sich bei den nachfolgenden weltweiten Protesten zum Schlachtruf gegen strukturellen Rassismus und Polizeigewalt. Der Bruder von George Floyd sagte dem RND zufolge nach der Verkündung des Schuldspruchs: "Heute können wir wieder atmen." Der Anwalt der Familie von George Floyd schreibt auf Twitter von einem "Wendepunkt in der Geschichte".

Auch aus den Reihen der US-Stars heraus gab es reichlich Reaktionen auf die Nachrichten aus dem Gerichtssaal. Basketball-Superstar LeBron James schrieb einfach nur in Großbuchstaben "Accountability" – ein Begriff, der in der Übersetzung irgendwo zwischen Verantwortung und Rechenschaft angesiedelt ist.

Dass Derek Chauvin nun für einen Mord zur Rechenschaft gezogen wird, löst vielerorts eine Welle der Erleichterung aus. Ex-Präsident Barack Obama lässt verlauten, dass das Gericht "das Richtige" getan habe. Er veröffentlichte zusammen mit seiner Frau Michelle ein längeres Statement. Cardi B postet auf Twitter einfach nur kommentierend das Wort "History". Oprah Winfrey beschreibt ihren emotionalen Zustand nach der Bekanntgabe. Für Justin Timberlake ist mit dem Schuldspruch ein "erster Schritt in einer langen Reihe von Ungerechtigkeiten gegen die Schwarze Gemeinschaft" erfolgt. Er fordert zudem eine Polizeireform. Hollywood-Star Jamie Foxx charakterisiert das Ganze als "bittersüßen Moment". Lizzo zeigt sich in einem Video auf Instagram mit Tränen in den Augen.

Weitere Reaktionen von Ice-T, Megan Thee Stallion, Meek Mill & vielen mehr

Viele Artists der US-Rapszene nutzen den Zeitpunkt, um noch einmal dem Verstorbenen George Floyd zu gedenken. Einige Künstler*innen erzählen zudem, wie sie im Angesicht der Meldung mit ihren Emotionen zu kämpfen haben. Auch ist vermehrt zu lesen, dass dieser Schuldspruch nur der Anfang sein könne – ein Etappensieg auf dem Weg zur Gerechtigkeit.


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