Birdman: Was Cash Money mit Masterrechten verdient

Als Birdman 1991 zusammen mit seinem Bruder Cash Money Records gegründet hat, konnte er wohl kaum absehen, wie rentabel dieses Business irgendwann mal für ihn sein wird. Heute erklärt einer der reichsten Protagonisten der Hiphop-Welt, wie viel Geld er jährlich allein mit den Masterrechten aktueller und ehemaliger Artists seines Labels verdient. Im Podcast-Format "Where's Wallo" packt Birdman die Zahlen auf den Tisch.

Birdman über sein Millionengeschäft mit Masterrechten

In welchem Umfang Cash Money Records die Masterrechte einzelner Artists hält, lässt sich nicht ohne Weiteres aufschlüsseln. Die Liste von Künstler*innen, die in ihrer Karriere eine Verbindung zu Cash Money Records aufweisen, ist jedoch lang und prominent. Auch Lil Waynes (den Artist auf Apple Music streamen) Young Money Entertainment startete unter dem Dach von Cash Money Records. So teilen Drake, Nicki Minaj, Young Thug und viele mehr eine Cash Money-Historie. Birdman führt um die Sieben-Minuten-Marke herum aus, wie er jährlich Millionen Dollar mit Masterrechten scheffelt.

"Wenn es einen Wert hat. Dann ist es ein Wert. Wenn du keinen Wert besitzt, sitzt du auf einfach auf Kram, der nichts abwirft – aber es ist immer noch dein Kram. Aber unser Kram hatte Wert. Wir lizenzieren die Musik. Ich habe gerade angefangen, Leute die Sachen samplen zu lassen. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, mit deinen Masters Geld zu verdienen. Wir erwirtschaften allein mit unseren Masterrechten 20 bis 30 Millionen Dollar pro Jahr."

("If it has a value. That’s a value. If you don’t have a value, you sitting on some shit that’s dead — but it’s still your shit. But our shit had value. We license the music. I just started letting people sample my shit. There’s a gang of ways to make money off your masters. We generate $20 to $30 million dollars a year just on our masters.")

Über Jahrzehnte hinweg hat sich Cash Money Records nicht gerade den besten Ruf bei Künstler*innen erarbeitet. Birdmans Ziehsohn Lil Wayne reichte Anfang 2015 gar eine millionenschwere Klage gegen das Label ein. Das Release von Waynes Album "Tha Carter V" verzögerte sich um Jahre. In dem Beef zwischen Wayne und Birdman mischte einst auch Rick Ross mit, der die Labelverhältnisse 2017 musikalisch auf seinem Track "Idols Become Rivals" ansprach. Die Probleme zwischen Wayne und Birdman konnten 2018 schließlich aus dem Weg geräumt werden. Birdman entschuldigte sich sogar bei Lil Wayne für die schwierige Zeit.

Lil Wayne hat zuletzt offenbar selbst einige Masterrechte verkauft. Darunter sollen auch Rechte an Musik von Nicki Minaj und Drake gewesen sein.

100 Millionen Dollar: Lil Wayne soll Musikrechte von Drake & Nicki Minaj verkauft haben

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5 US-Rapper, die mit Weed (legal) Geld verdienen

5 US-Rapper, die mit Weed (legal) Geld verdienen

Von Till Hesterbrink am 20.04.2021 - 14:46

In den USA schreitet die Legalisierung von Marihuana in schnellen Schritten voran. In 17 Bundesstaaten ist der nicht-medizinische Konsum von Marihuana bereits legal und in 13 weiteren ist der Konsum zumindest entkriminalisiert. Es verwundert also nicht, dass auch immer mehr Rapper in das wachsende Business einsteigen wollen und ihre eigenen Weed-Marken an den Start bringen.

US-Rapper, die Weed verkaufen

Marihuana spielt seit Anbeginn eine wichtige Rolle im Hiphop. Viele Rapper geben an, einst selbst am Block vertickt zu haben. Umso erfreulicher ist es nun, dass einige dieser Artist nun ganz legal den Markt mit ihrem persönlichen Produkt fluten können. Auch in Deutschland springen immer mehr Menschen auf den Erfolgszug von CBD, Tees oder Samen auf

Für diesen Artikel blicken wir allerdings mal in die USA. Dort vertreiben mittlerweile bereits einige Rapper ihre eigenen Marihuna-Marken.

1. Jay-Z

Der Rapper, der unweigerlich diese Liste anführen muss, ist Jay-Z. Zusammen mit "Caliva" brachte Hova im Dezember des letzten Jahres seine eigene Marke "Monogram" auf den Markt. Anfang dieses Jahres schlossen sich Caliva, Roc Nation und der gemeinsame Partner Left Coast Venture zu einem Joint Venture zusammen: The Parent Company.

The Parent Company ist der größte Marihuana-Anbieter in ganz Kalifornien und sogar die Weed-Firma mit dem meisten Kapital in den ganzen USA. Angeboten werden handgerollte Joints, die preislich zwischen 40 und 70 Dollar variieren. Bei den jeweiligen Namen für die unterschiedlichen Sorten wurde sich an für Jay-Zs Karriere wichtigen Jahreszahlen orientiert. Eine Sorte heißt beispielsweise '96, das Erscheinungsjahr seines Debütalbums "Reasonable Doubt".

Das erklärte Ziel sei es, das erste "100-Jahre-Unternehmen" des Marihuana-Businesses zu erschaffen. Dabei sollen auch Artist und Athleten, die bei Roc Nation unter Vertrag stehen, als Werbegesichter helfen.

Auf dem zugehörigen YouTube-Kanal werden immer wieder Formate wie "High Tales" veröffentlicht, bei denen Artist über ihre Erfahrungen mit Weed sprechen.

2. Wiz Khalifa

Dass Wiz Khalifa ein bekennender Weed-Fan ist, dürfte wohl jeder Raphörer wissen. Nicht nur einzelne Zeilen auf Tracks, sondern unzählige Songs widmete der 33-Jährige der Pflanze bereits. Jahrelang baut der Rapper nach eigenen Angaben aber auch bei sich zu Hause Marihuana an. Dieses erblickte dann 2014 unter dem Namen "Khalifa Kush" auch ganz offiziell das Licht der Welt und wird seid 2016 vertrieben.

Aber selbst bei der eigenen Weed-Marke hört für Wiz Khalifa die Liebe noch nicht auf. Sogar ein Handygame gibt es. Dieses trägt passenderweise den Namen "Wiz Khalifa's Weed Farm" und ist ein Aufbau-Game für Handys.

3. Lil Wayne

Auch Weezy ist dick im Marihuana-Geschäft unterwegs. In den Staaten Colorado, Kalifornien, Michigan und Oklahoma bietet Wayne seine Marke "GKUA Ultra Premium" an. Seit 2019 vertreibt auch Lil Wanye sein Weed. Der besondere Verkaufspunkt bei ihm: Sein Weed hat nach eigenen Angaben den höchsten THC-Gehalt, der überhaupt auf dem Markt verfügbar sei.

GKUA bietet neben den Pflanzen auch eigene Vape-Pens und CBD-Öl an.

"Früher wollte ich einfach nur high werden, mittlerweile rauche ich, um mich inspirieren zu lassen. Mit GKUA teile ich ein Gefühl, dass ich liebe."

"I used to just want to get high, now I smoke to get inspired. With GKUA, I’m sharing a feeling that I love."

4. Russ

Einer der neusten Einsteiger in das boomende Geschäft ist Russ. Der brachte erst letzten Monat seine nach einer seiner EPs benannte Marke "Chomp" raus. Dafür Kollaborierte er mit Wonderbrett, deren Gründer sich für das weltberühmte "OG Kush" verantwortlich zeigen.

Nach eigener Aussage konsumiere Russ Marihuana meistens dann, wenn er im Studio sitzen würde und an Musik arbeite. Aus diesem Grund sei "Chomp" das erste Weed, welches speziell für Kunstschaffende entwickelt wäre. Es soll weder träge noch müde machen, sondern viel mehr den Geist anregen und dabei helfen, kreativ zu werden. Der Entstehungsprozess soll dabei knapp ein Jahr gedauert haben.

Zusätzlich zu den Produkten wurde zum Release auch eine eigene Merchandise-Kollektion veröffentlicht.

5. Ice Cube

Auch NWA-Legende Ice Cube ist mittlerweile dick im Weed-Geschäft. In Referenz an seinen 1999 Film-Klassiker "Friday" vertreibt Cube mittlerweile seine Marke "Fryday Kush". Gemeinsam mit der Firma Caviar Gold brachte Ice Cube im Februar dieses Jahres verschiedene Sorten auf den Markt.

Ähnlich wie bereits Wiz Khalifa behauptet auch Ice Cube, das potenteste Weed auf dem Markt zu haben. Zudem soll das Marihuana von Caviar Gold das einzig patentierte Weed in den USA sein. Während der Herstellung würde zu 98 % pures flüssiges THC den Knollen hinzugeführt.


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