Coronavirus: Cardi B prangert Rassismus gegen Asiaten an

Der Coronavirus hält die Welt im Atem und holt aus so manch einem das Schlechteste raus. Das äußert sich nicht zuletzt in Rassismus gegenüber Asiaten – welcher über den Verlauf der Pandemie einen starken Anstieg erlebt hat. Cardi B hat nun die Sache in ihre Hände genommen und sich auf Instagram gegen diesen Rassismus ausgesprochen. 

Cardi B ruft zur Solidarität auf

"Let’s stop being xenophobic. Let’s stop saying f**ked up jokes. Let’s stop having crazy anger because I’ve been seeing a lot of Asians get beat up and all that sh*t." 

("Lasst uns aufhören fremdenfeindlich zu sein. Lasst uns aufhören, abgef*ckte Witze zu machen. Lasst uns aufhören, übermäßige Wut zu haben, denn ich habe gesehen, wie viele Asiaten geschlagen und schlecht behandelt wurden.")

In einem Instagram-Live-Video erklärt sie, dass der Rassismus aufhören müsse und wir alle in solchen Zeiten zusammenhalten sollten. Im Anschluss erläutert sie, dass die Pandemie eine Strafe Gottes sei, der man am besten mit aufrichtigem Verhalten entgegentrete. 

Die besten Streams, Spiele, Dokus & Co gegen den Corona-Blues

Um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, isolieren sich die meisten Menschen zuhause. Wer nicht in Quarantäne muss, betreibt im Idealfall trotzdem Social Distancing. Egal, ob ihr im Home Office arbeitet oder nicht: Wahrscheinlich habt ihr plötzlich viel mehr Zeit, die ihr irgendwie zuhause rumkriegen müsst.

Diskriminierung und Rassismus ist stärker denn je

Der Rassismus gegenüber asiatischen Menschen hat seit der Corona-Pandemie einen starken Anstieg erlebt. Hierzulande müssen sich diejenigen, denen eine chinesische Herkunft unterstellt wird, schon seit mehreren Wochen mit Anfeindungen in der Öffentlichkeit bis hin zu Tätlichkeiten herumschlagen. Donald Trump betitelt Covid-19 derweil als "China-Virus", was laut Berichten des Guardian zur stärkeren Diskriminierung von asiatischen Menschen in den USA geführt haben soll.

Auch in der Rap-Szene gibt es so manche Stimmen, die diese negative Entwicklung fördern. Anfang März hat der US-Rapper Boosie Badazz dazu aufgerufen, sich von "Infizierten" fernzuhalten. In einem IG-Live-Video erzählt er, dass er sich von allen Chinesen und chinesisch aussehenden Personen physisch distanziert und nicht "neben ihnen her läuft".

Hinsichtlich der aktuellen Lage hat Cardi B ein wichtiges Thema angesprochen, was hinter der ganzen Panik und Angst nicht zu kurz kommen sollte: Solidarität und ein positives Miteinander. Auch wenn ihr hierbei die eine oder andere Corona-Theorie untergekommen ist. 

Verlässliche sowie hilfreiche Informationen zu Corona und COVID-19 stellen zum Beispiel die WHO oder die Webseite der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung zur Verfügung. Aktuelle Entwicklungen und Daten finden sich zudem auf der Page vom Robert Koch Institut.

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SAM ft. Booz, Nura, Chima Ede, Lary, Kelvyn Colt, Reezy & Ahzumjot – Da wo du herkommst (Remix) [Audio]
Sam

SAM ft. Booz, Nura, Chima Ede, Lary, Kelvyn Colt, Reezy & Ahzumjot – Da wo du herkommst (Remix) [Audio]

Von Clark Senger am 17.07.2020 - 11:12

Im November jährt sich der Tod von Samson Wieland zum zweiten Mal. Mit seinem Bruder Chelo bildete er das Duo SAM und das letzte Musikvideo, das die beiden gemeinsam veröffentlichen konnten, war "Da wo du herkommst" im September 2018. Der Song thematisiert Rassismus, den BPoC subtil oder ganz offensichtlich zu spüren bekommen, und versprüht trotzdem eine positive und optimistische Perspektive aufs Leben.

Nun haben sich einige Musiker*innen zusammengeschlossen, um Sam zu seinem 30. Geburtstag die Ehre zu erweisen, diesem wichtigen Song den Remix zu schenken, den Samson sich gewünscht hatte. Ahzumjot schreibt auf Instagram:

"du hast dir diesen remix 2018 gewünscht und ich hoffe, dass er so geworden ist wie du es dir gewünscht hast. danke, dass du diesen song gemacht hast. schade, dass sein inhalt immer noch eine solche relevanz hat." [sic]

Remix als Geschenk an den verstorbenen Samson Wieland

Mit an Bord sind Booz, Nura, Chima Ede, Chima Ede, Lary, Kelvyn Colt, Reezy und eben Ahzumjot, der außerdem auch die musikalische Untermalung geupdatet hat. Alle Beteiligten können ebenfalls von rassistischen Erfahrungen berichten und so ist der Song nicht nur gute Musik und eine rührende Geste für einen viel zu jung gestorbenen Freund, sondern auch etwas, wo man ganz genau zuhören sollte.

"Da, wo du wohnst, fragt der Cop nach dem Täter / da, wo ich wohn', ist es sehr wahrscheinlich jeder" (Booz)

"Sie sagen, Haare passen nicht zu deinem Namen / greifen einfach rein, ohne zu fragen" (Nura)

"Dein Dad warnt dich vor deiner Zukunft und / sagt, vermisch dich nicht mit Shaka Zulu Blut" (Chima Ede)

"Wir können nicht alle gut tanzen, aber besser als die meisten / wir können alle alles tragen, aber uns nicht alles leisten" (Lary)

"I was made aware I'm not from here in their eyes / I tried to blend and reinvent in disduise" (Kelvyn Colt)

"Da, wo dun herkommst, ist kein Platz für mich / denn meine Hautfarbe passt dir nicht" (Reezy)

"Jérôme ist sicher sowas wie ein Vorbild / den lieben wir doch alle, wenn das Tor fällt" (Ahzumjot)

Mit 6:35 Minuten hat der Remix für 2020-Verhältnisse fast schon EP-Länge. Es lohnt sich, jede Sekunde hinzuhören!

Die Musikwelt trauert: Reaktionen zum Tod von Samson Wieland

Die deutsche Musik- und Entertainmentlandschaft trauert um Samson Wieland.


SAM - “DA WO DU HERKOMMST (REMIX)“ FEAT. BOOZ, NURA, CHIMA EDE, LARY, KELVYN COLT, REEZY, AHZUMJOT

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