Capital Bra richtet sich öffentlich an Bushido

Es war das Thema des Rapgames der letzten Wochen: Capital Bra trennte sich von Bushido und EGJ. Während Bushido sich weiterhin nicht öffentlich äußert, gibt es jetzt wohl ein weiteres Statement Capital Bras in Richtung seines ehemaligen Labelchefs - und zwar ein musikalisches. Er droppt Bushidos Namen zwar nicht, doch es dürfte klar sein, an wen sich die Lines richten. Denn Obwohl es sich um keinen Disstrack handelt, wird Capital sehr emotional.

"Unsere Kinder haben zusammen gespielt": Capital Bra enttäuscht von Bushido

Das Statement, das Capital Bra am 22. Januar veröffentlichte, eröffnete er mit den Worten "Das hier ist kein Promomove". Das hatte er auch bei der Trennung von Team Kuku gesagt. Dieses Mal öffnet er mit den Worten "Das hier ist kein Disstrack". Emotional wird es trotzdem.

Capital Bra erzählt, was er fühlt. Offenbar ist er vor allem enttäuscht von Bushido, der die "Liebe", die Capital ihm schenkte, aus dessen Sicht zu schätzen wusste. Damit meint er wohl vor allem die gemeinsamen Ziele, die EGJ mit Capital Bra, Bushido und Samra verfolgt hatte. In der gemeinsamen Zeit hatte Capital immer wieder betont, wie loyal er dem Label gegenüberstehe. "EGJ ist die Gang" wurde zu einer Art Slogan. 

Bushido habe "echte Männer, nicht irgendwelche Rapper" hinter sich gehabt und nicht nur ihn enttäuscht. Die Polizei könne ihm zwar Schutz aber eben keine Liebe geben. Bushido wisse, dass Capital weiter kämpfe. Auch wenn Capital davon ausgeht, dass Bushido das nicht interessiere, beendet er den Verse versöhnlich.

Capital Bra wünscht Bushido und seiner Familie alles Gute

Denn wer nun glaubt, Capital würde Bushido und seiner Familie etwas Schlechtes wünschen, der irrt sich. Er grüßt Bushido "von den Bratans" und endet mit den Worten:

Gott soll dich, deine Frau und deine Kinder schützen, Inshallah.

Hier kannst du dir Capitals Bra gerapptes Statement ansehen:

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Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Drake soll Kanye West zu "Donda"-Release gezwungen haben

Von Renée Diehl am 15.09.2021 - 13:31

Beef, parallele Album-Releases und Streaming-Duell: Zwischen Kanye West und Drake ging es in der letzten Zeit ordentlich rund. Dass die kurz aufeinanderfolgenden Releases von Kanyes "Donda" und Drakes "Certified Lover Boy" kein Zufall waren, war also von Anfang an offensichtlich. Nun aber meldet sich der Producer Todd Rundgren, der an "Donda" mitgearbeitet hatte, zu Wort – laut ihm hatte sich Kanye West durch Drake zum früheren Release seines Albums gezwungen gefühlt. 

Drake ist angeblich schuld an voreiligem "Donda"-Release

In seinem Interview mit "Ultimate Classic Rock" betont Produzent Todd Rundgren, dass das Timing des Donda-Releases kein Zufall war. Er selbst sei an den Aufnahmesessions für Kanyes zehntes Album beteiligt gewesen und behauptet, Drake habe "den ganzen Prozess angeführt". Kanyes Entscheidung, "Donda" zu veröffentlichen, sei so eine direkte Reaktion auf die Bekanntwerdung des Releasedatums von "CLB" gewesen: 

"Mein Engagement dauerte ein Jahr, und am Ende wurde mir klar, warum sie das Ganze so hastig eingetütet haben und offensichtlich rohes, unverarbeitetes Zeug veröffentlicht haben. Das liegt daran, dass Drake den gesamten Prozess anführte. Er [Kanye West, Anm. d. Red.] hatte zu viel Angst, dass Drake ihn übertrumpfen würde, also beeilte er sich und veröffentlichte das Album am Wochenende, bevor Drake sein Album herausbringen konnte. Und am Ende hat Drake trotzdem seinen Teil von Kuchen bekommen."

("My involvement went on for a year, and in the end I realized why they hurriedly wrapped the whole thing up and put out what is obviously really raw, unprocessed stuff. It’s because Drake was running the whole process. He was too afraid that Drake would one-up him, so he hurried up and released the album the weekend before Drake could get his out. And in the end, Drake ate his lunch anyway.") 

Drake hatte am 27. August das Releasedatum für "Certified Lover Boy" für den 3. September bekannt gegeben. Zwei Tage später droppte Kanye West (jetzt auf Apple Music streamen) "Donda" im Anschluss an seine Listening-Party in Chicago.

Rundgren nennt Kanye West einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten"

Insgesamt lässt Rundgren kaum ein gutes Haar an seiner Zusammenarbeit mit Kanye West. Die beiden hätten über ein Jahr an "Donda" zusammengearbeitet und niemals habe er gewusst, wieviel von seinem Input wirklich genutzt werden würde. Am Ende hätte er Material für rund drei Kanye-Alben auf seinem Rechner gehabt und dann aufgrund des geringen Feedbacks die Zusammenarbeit beendet:

"Als es im Juli auf die Zielgeraden [der Albumproduktion, Anm. d. Red] zuging, sagte ich nur: 'Das reicht mir. Ich habe keine Ahnung, ob davon etwas verwendet wird.' Man bekommt nicht viel Feedback von ihm."

("When it got into the homestretch in July, I just said, 'That’s enough for me. I have no idea whether any of this is being used.' You don’t get much feedback from him regarding what it is.")

In seinem Rant nennt er Kanye West außerdem einen "Schuhdesigner" und "Dilettanten", denn niemand "würde ein solches Album machen, außer er hätte Geld zum aus dem Fenster werfen übrig". Was unsere Redakteurin Alina von "Donda" hielt, lest ihr übrigens hier:

Review: Kanye Wests "Donda" ist nicht so gut, wie alle sagen

"Donda" is here: Nachdem Kanye West seine Fans wochenlang mit immer absurder werdenden Listening-Partys gequält hat, ist das 10. Studioalbum des gebürtigen Chicagoers doch tatsächlich rausgekommen. Wer hätte es gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Denn Ye ( so heißt er doch jetzt, oder nicht?) ist ja seit jeher bekannt für messy Promo-Phasen.


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