Capital Bra vs. Fero: Der Beef erklärt

Capital Bra und der albanische Rapper Fero tragen aktuell eine Meinungsverschiedenheit auf Social Media aus. Letzterer ist dabei inzwischen von bloßen Vorwürfen zu härteren Beleidigungen übergegangen. Doch worum geht es eigentlich? Ursächlich für den Konflikt ist wohl die Performance des gemeinsamen Tracks "KaDeWe", der im September 2020 erschien.

Capital Bra antwortet auf Feros Klickkauf-Vorwürfe

Für den Kollabotrack "KaDeWe" aktivierte Capital Bra zu jener Zeit sein Alter Ego Joker Bra. Das Video steht auf YouTube bei gegenwärtig bei über 2,3 Millionen Aufrufen (Stand: 10. Mai 2021). Offenbar nicht die Zahlen, die sich Fero von einer Zusammenarbeit mit dem Deutschrapsuperstar erhofft hatte. In einem Livestream soll er seinem prominenten Featurepartner vorgeworfen haben, Klicks zu kaufen – allerdings nur auf andere Musikvideos.

Capital Bra (diesen Artist auf Apple Music streamen) hat diese Aussage zur Kenntnis genommen und mit einem eigenen Statement in seiner Insta-Story reagiert. Er geht davon aus, dass Fero frustriert sei, weil der gemeinsame Track "nicht so durch die Decke gegangen ist". Deswegen solle Fero jedoch nicht zu dem Schluss kommen, dass Capital Bra und sein Team Klicks kaufen würden.

"Mir wurde gerade unterstellt, dass ich angeblich Klicks kaufe. Von dem albanischen Rapper Fero. Fero, Bratan, nur weil unser Lied nicht so durch die Decke gegangen ist, wie du dir erhofft hast wahrscheinlich, denk nicht gleich, dass wir irgendwelche Klicks kaufen oder irgendeinen Scheiß machen."

In einer weiteren Story erklärt Capital, dass er mit seinem Manager gesprochen habe. Dieser meine wiederum, dass Fero noch 80.000 Euro Schulden begleichen müsse. Capitals rät Fero daraufhin selbst in Klicks zu investieren: "Ich glaub, an deiner Stelle würde ich lieber Klicks kaufen, um das ein bisschen wieder reinzuholen."

Fero beleidigt Capital Bra

Capitals Konter kam bei Fero augenscheinlich nicht gut an. Der albanische Rapper nennt in einem weiteren Statement Capital sichtlich aufgebracht mehrfach eine "B*tch". Außerdem unterstellt er seinem deutschsprachigen Kollegen, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Darüber hinaus baut er wiederholt die N-Bombe in seine Sätze ein. Die entsprechende Story wurde von Instagram wegen Verstoßes gegen die Community-Richtlinien entfernt. Scheinbar ist es für Fero Teil des Spiels, zu polarisieren.


Foto:

Screenshot via instagram.com/ferofera/

Capital Bra befindet sich momentan auf Bali und hat sich bisher nicht weiter dazu geäußert.

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Wie Dieter Bohlen Jumpas "Cherry Lady"-Remake "eiskalt" nachgebaut hat

Wie Dieter Bohlen Jumpas "Cherry Lady"-Remake "eiskalt" nachgebaut hat

Von Michael Rubach am 19.05.2021 - 13:41

Producer Special bei Apple Musics HYPED Radio: Aria Nejati begrüßt Jumpa zum Interview. Der in Berlin ansässige Produzent droppte allein in den letzten Wochen Singles mit Artists wie Samra, Zuna oder badmómzjay. Im Talk (hier anhören) spricht er nun über seine ersten musikalischen Gehversuche, den Auslöser für seine Deutschrap-Faszination und über Dieter Bohlens wilde Moves im Nachgang von Capital Bras Cover-Version von "Cherry Lady".

Remake vom Cover: Dieter Bohlen baut "Cherry Lady" im Jumpa-Style

Obwohl Jumpa erst 25 ist, produziert er seit zehn Jahren für Künstler*innen im Deutschrapkosmos. So hat er auf Fards Album "Invictus" 2011 bereits zwei Beats platzieren können. Jumpa-Produktionen finden bundesweit in der Szene Anklang. Vom "Outro" auf Farid Bangs "Asphalt Massaker 3" bis zu "High Life" auf dem "Sampler 4" der 187 Strassenbande – Jumpa, make it jump. Kein Wunder, dass sich auf seiner kommenden EP "Make It Jump" unter anderem Zuna, Samra, badmómzjay und Vega tummeln. Der Beat zur Auftaktsingle von badmómzjays Debütalbum "badmómz." geht ebenfalls auf das Konto von Jumpa.

Auch mit Capital Bra hat er schon für verschiedene Songs zusammengearbeitet. Das von Jumpa produzierte Cover von "Cherry Lady" ist inzwischen Platin gegangen. Davon dürfte jedoch vor allem Dieter Bohlen profitieren. Der Pop-Titan hält laut Jumpa die gesamten GEMA-Rechte. Ebenso hat der Modern Talking-Gründer offenbar ganz genau hingeschaut, wie heutzutage Musik entsteht. Die Inspiration für ein weiteres Dieter Bohlen-Remake des Songs liegt für Jumpa auf der Hand.

"Ich hab auch mal mit ihm telefoniert. Ich hab, glaube ich, ein zwölftel Aufführungsrecht. Es ist ein Witz einfach. Viel krasser ist aber, dass Dieter dann irgendwann noch einmal eine eigene 'Cherry Lady'-Version releast hat und meinen Beat eins zu eins nachgebaut hat. Und ich da auch nix machen konnte, weil er die GEMA hat. Er hat eins zu eins meine Chord Progression nachgebaut. Eiskalt."

Jumpa über seine Anfänge als Producer & den Weg zum musikalischen Gehör

Wie ist Jumpa überhaupt dorthin gelangt, dass er es mit Kalibern wie Dieter Bohlen zu tun bekommt? Er hat früher zur Übung mit dem Nachbauen von Instrumentals begonnen. Als er mit dem Beatmaking anfing, sei er noch "komplett unmusikalisch" gewesen. Seine persönliche Deutschrapinitialzündung fand bei ihm mit Sido und "Fuffies im Club" statt. Dann folgte ein Ratschlag seiner Mutter und YouTube-Tutorials.

"Dann habe ich irgendwann Beats nachgebaut, weil meine Mom ist eine Sängerin gewesen früher [...]. Die hat ein sehr gutes Gehör. Die hat dann irgendwann einmal den simplen Satz zu mir gesagt, der mir sehr viel gebracht. Und zwar einfach so: 'Versuch nicht nur, die Musik zu konsumieren, sondern versuch mal den Song in deinem Kopf auseinanderzunehmen. Welche Instrumente sind in dem Song drin, wie bewegen die sich, wie spielen die und so weiter?' Seit dem kann ich auch nicht mehr normal Musik, hören. [...] Ich guck immer so: Wie spielt er Synthy? Welche Noten sind das ungefähr? Wie hat er das gemacht? Wie hat er den Sound hinbekommen? Dadurch hab ich am Anfang immer bei YouTube-Tutorials, die Beats, die da gebaut haben, einfach nachgebaut – als ich zwölf, dreizehn war. [...] Da hab ich die Noten nachgeklickt und dann hab ich irgendwann ein Verständnis bekommen. [...] Dadurch hab ich bin bisschen autodidaktisch mein musikalisches Gehör bekommen."

Die komplette Folge HYPED Radio kannst du hier hören:

Producer Special: JUMPA auf Apple Music

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