Bushido: Wie es zum Signing von M.O.030 kam

Über zwei Stunden dauert das neue Interview von Bushido und Niko von der Backspin. Klar, dass da einige spannende Themen zur Sprache kommen. Neben seiner komplizierten Beziehung zu Fler äußert sich Bushido auch ausführlich zum Signing des Newcomers M.O.030, das im April für Schlagzeilen sorgte.

Wie es zum Vertrag mit dem Berliner kam?

"Ich habe das bei M.O. mitbekommen, weil ich seine Musik mitbekommen habe. Man hat das so an mich herangetragen. Er kennt Jungs, die ich sehr sehr gut kenne und die aber selber keine Musik machen, die sind da so im Hintergrund. Dann habe ich das plötzlich gesehen und ich habe das echt gefeiert, fand ich cool. [...] Er ist ein ganz normaler, kleiner Junge, der in einer Altbauwohnung mitten im Wedding wohnt. Fand ich mega sympathisch."

Der ausschlaggebende Punkt für die Zusammenarbeit sei gewesen, dass ihm die Musik gefallen habe, so Bushido. Interessanterweise fügt Bushido dabei hinzu, dass der Track Gehen wir rein ursprünglich ein reiner M.O.030-Song war, zu dem der Newcomer auch bereits ein Video abgedreht hatte.

Darüber hinaus sei er "ein sehr sehr netter, höflicher, gut erzogener, verlässlicher Typ", was ebenfalls extrem wichtig sei.

"Ich feier ihn einfach, er ist auch optisch eine sehr interessante Person. Das ist halt kein Einheitsbrei, nicht wieder so ein kleiner Bushido. [...] Ich kann mich sehr gut identifizieren, mit der Musik, die er macht."

Aus all diesen Gründen habe Bushido sofort seinen Support angeboten, woraufhin man sich "relativ schnell" einig geworden sei.

Die frühere Aussage, er wolle auf seinem Label nur "fertige Künstler" signen, ist somit Geschichte:

"Du kannst heute erzählen und reden, was du willst. Es kann immer noch nächste Woche was passieren, was so alles über den Berg wirft. Und ich freue mich ja selber auch, wenn Sachen einfach mal nicht so sind, wie ich sie mir wieder denke."

Bushido fügt außerdem hinzu, dass M.O.030 nicht der letzte Künstler sei, der bei ersguterjunge gesignt wird und "für die eine oder andere Überraschung" sorgen soll. Mittlerweile wissen wir immerhin, dass auch Laas Unltd. einen Platz auf dem Label gefunden hat.

Sieh dir hier ab Minute 1:08:30 an, was Bushido zu erzählen hat:

BUSHIDO XXL BLOCKBUSTER - Exklusiv 2½ Stunden Interview mit Niko BACKSPIN

"Black Friday" bestellen: http://amzn.to/2rztDdK Es gibt wenige Deutschrapkünstler, die so lange aktiv, und trotzdem 2017 noch so relevant sind wie Bushido. In den letzten Jahren agierte er vor allem im Hintergrund und als Kollaborationspartner von seinen Ersguterjunge-Signings Shindy und Ali Bumaye.

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"CCN" im Streaming: Fler will Bushido stoppen
Ccn

"CCN" im Streaming: Fler will Bushido stoppen

Von Paul Kruppa am 13.04.2021 - 13:56

Bushido will nach und nach sein Frühwerk auf den Streaming-Markt bringen. Ob die Gangstarap-Blaupause "CCN" auch bald auf Apple, Spotify und Co zur Verfügung steht, ist jedoch zumindest fragwürdig. Bushidos damaliger Kollabopartner Fler hat in einem neuen Interview bei 16 Bars erklärt, dass er das nicht zulassen werde.

Fler über Bushidos "CCN"-Pläne: "Er wird merken, dass er es nicht kann"

Bushido kündigte vor Wochen an, seinen Backkatalog auf Streaming-Services verfügbar machen zu wollen. Bushido schrieb seinerzeit auf Instagram dazu, dass die nächsten Wochen "anders krass" werden würden. Ein vom EGJ-Chef geteilter Vorschlag für einen Release-Plan enthielt auch "CCN" mit Fler. Die damalige Reaktion aus dem Maskulin Camp fiel eindeutig aus: "Muss glaube ich mal der Musik-Anwalt ran", entgegnete Fler. Nun bekräftigt dieser, dass Bushido das ikonische Kollaboalbum aus dem Jahr 2002 nicht ohne Weiteres auf den bekannten Portalen platzieren könne.

"Sagen kann er viel, ob er es macht am Ende [...]. Er wird auch merken, dass er es nicht kann. Gerade was die Alben angeht, die über Aggro Berlin rauskamen. Selbst wenn jemand Rechte überträgt, muss er die mit mir neu klären. Nur weil Aggro Berlin nicht mehr die Rechte an mich auswertet und ihm irgendwas überträgt, muss er die Rechte aber neu einfordern."

Generell stehe Bushido gegenwärtig "mit dem Rücken zur Wand". Die Leute im Vertrieb seien der Angelegenheit "die Dummen". Seit der Trennung von Sony kümmert sich iGroove um diesen Business-Bereich des ersguterjunge-Bosses. Auf die rechtliche Situation habe Fler den Vertrieb aus der Schweiz selbst telefonisch hingewiesen. Das Ganze werde laut Fler "nach hinten losgehen". Sollte Bushido an einer Veröffentlichung festhalten, schickt Fler schon mal vorweg, auf juristischem Weg einzuschreiten.

"Da werde ich auf jeden Fall gegen vorgehen. Alleine aus Prinzip. Für die Fans ist scheiße. [...] Er hat die Rechte nicht, ich hab die Rechte nicht. Ich kann es auch nicht rausbringen ohne ihn. [...] Er hat diesen Move jetzt gemacht - nach zehn Jahren - und da muss man halt mit Anwälten vorgehen und so."

Fler: Neues "CCN" mit Bass Sultan Hengzt?

Nach etlichen erfolgreichen Alben (vor Kurzem ging "Widder" direkt auf die #1) und Releases verfolgt Fler weitere musikalische Ziele. Er möchte sich nicht so sehr mit der Vergangenheit aufhalten.

"Ich blick nach vorne. Ich werde noch neue 'CCNs' machen. Neue Projekte, wo die Leute sagen werden: 'Boah krass, das ist ein Klassiker'. Ich halte doch nicht fest an irgendwelchen Sachen von vor 20 Jahren."

In Anspielung auf den Trademark-Sound von "CCN" ergänzt Fler, dass er noch demonstrieren werde, "wer diese Musik macht". Dabei könnte ihn womöglich Maskulin-Neuzugang Bass Sultan Hengzt unterstützen. Mit einem kräftigen Räuspern schiebt Fler nämlich hinterher: "Vielleicht Hengzt und ich Ende des Jahres?"

Auch erneuert Fler die Ernsthaftigkeit des Friedensangebots, dass er Bushido erst im Februar unterbreitete. Mit einer Reaktion rechnet Fler offenbar nicht mehr. Sein früherer Freund werde seiner Einschätzung nach "niemals die Größe besitzen", auf diesen Vorschlag einzugehen.

Fler unterbreitet Bushido Friedensangebot


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