Bushido wendet sich öffentlich an Arafat: "So kenne ich dich"

Bisher verlief die geschäftliche Trennung von Bushido und Arafat Abou-Chaker eher im Stillen (abgesehen von Textzeilen aus neueren Bushido-Tracks, die mit ein wenig Fantasie als Aufarbeitung der Geschehnisse gelesen werden können). Diese ruhigen Zeiten sind nun offenkundig vorbei. Das Erfolgsgespann aus vergangenen EGJ-Tagen hat Dinge miteinander zu klären.

In seiner Insta-Story richtet Bushido eine Ansage direkt an seinen jahrelangen Partner. Arafat Abou-Chaker soll demnach 20.000 Euro von Bushidos Ehefrau fordern. Anna-Maria Ferchichi hatte im Vorfeld über ihren Social Media-Account Arafat Abou-Chaker vorgeworfen, sie und ihre Kinder zu bedrohen:

Stein des Anstoßes sind anscheinend die Immobilien, die Bushido und Arafat noch zu gemeinsamen Zeiten in Kleinmachnow bei Berlin erworben haben. Eine Aufteilung des Besitzes scheint Schwierigkeiten zu bereiten, sodass eine Zwangsversteigerung im Raum steht. Diese mögliche Schlichtungsvariante führt offenbar zu der angespannten Situation. Es wird wahrscheinlich die Justiz entscheiden müssen, wie sich die Besitztümer neu verteilen. Bushidos Ehefrau gibt sich online siegesgewiss:

"Wir holen uns unser Recht und damit kommst du nicht klar."

Nach der diesjährigen Auflösung der Business-Beziehung zählen nur noch Capital Bra, Samra und Bushido zu Ersguterjunge. Das Label hat sich völlig neu aufgestellt und geht nun seinen Weg, ohne auf die Unterstützung der Abou-Chaker-Familie zurückzugreifen. Erste Stimmen aus der Rapwelt zu diesem öffentlichen Streitthema gibt es auch bereits. Manuellsen, Bushidos wohl leidenschaftlichster Feind, wurde von Fans auf das gereizte Verhältnis angesprochen. Ihm sei Bushido egal. Dessen vormaliger Geschäftspartner hingegen ekele ihn an:

Weitaus diplomatischer gab sich der Ruhrpottler noch im Frühjahr bei #DerDiisch:

Manuellsen über Bushidos Trennung von Arafat Abou-Chaker: "Das ist alles so entzaubert" - #DerDiisch

Es lag natürlich in der Luft: In Teil 3 von #DerDiisch sprechen #Manuellsen und Fler auch ausführlicher über #Bushido, zu dem beide bekanntermaßen ein spezielles Verhältnis pflegen. Während auf Manus Seite mit metaphorischen Macheten hantiert wird, ist das Thema für Flizzy aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit deutlich komplexer.

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Kommentare

jetzt wieder für die klicks über bushido berichten, das muss ziemlich bitter sein :D

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Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Aggro Berlin vs. Bushido: Ermittlungen wegen räuberischer Erpressung

Von Paul Kruppa am 29.04.2021 - 10:34

Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Bushido und seinen früheren Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker. Der Vorwurf: schwere räuberische Erpressung. Wie der Spiegel berichtet, ist eine Anzeige der Aggro Berlin-Gründer ausschlaggebend.

Aggro Berlin-Gründer & Bushido mit unterschiedlichen Angaben zur Trennung

Nach Informationen des Spiegels haben Eric Remberg (Specter), Jens Ihlenfeld (Spaiche) und Halil Efe ausschließlich gegen Bushido Anzeige erstattet. Diese sei am 16. März erfolgt. Ein paar Wochen später sei auch Arafat Abou-Chaker von der Staatsanwaltschaft als Beschuldigter angeführt worden.

Gegenüber dem Spiegel bestätigten die Aggro Berlin-Gründer offenbar, dass es sich bei ihrer Anzeige um ein Ereignis dreht, das 17 Jahre zurückliegt. 2004 verabschiedete sich Bushido von dem legendären Deutschrap-Label. Über die Umstände der damaligen Vertragsauflösung existieren abweichende Erzählungen.

So schildert Aggro Berlin eine Begegnung mit circa sechs Männern im Studio. Einer dieser Männer habe ein "machetenartiges Messer" dabei gehabt. Unter Androhung von Gewalt soll die erforderliche Unterschrift von Specter unter den Auflösungsvertrag erzwungen worden sein. Mit der gleichen Methode habe die Bushido-Seite eine Unterschrift von Spaiche erwirkt. Halil Efe soll noch einen Schlag ins Gesicht bekommen haben, bevor er das türkische Wort für "Nein" auf das Dokument schrieb. Diese Informationen gehen aus Unterlagen hervor, auf die sich der Spiegel beruft.

Bushido Sicht der Dinge weicht davon ab. Er soll an einem Prozesstag im vergangenen August jener Darstellung entschieden widersprochen haben: "Alles völliger Bullshit." Es sei falsch, dass sechs Männer im Studio gewesen sind. Ebenfalls habe es die Machete nicht gegeben. Der EGJ-Boss und Arafat seien "ganz allein" vorstellig geworden. Arafat Abou-Chaker habe dabei jedoch "mit Nachdruck die Unterschrift einfordern müssen", wie es beim Spiegel weiterhin heißt. Auch eine Ohrfeige gegen Halil Efe habe demnach stattgefunden. Gegen einige Angaben von Bushido zum Ablauf der Trennung wollten die Aggro Berlin-Gründer bereits in der Vergangenheit eine Unterlassungserklärung erwirken.

Aggro Berlin-Gründer gehen juristisch gegen Bushido vor

Die Gründer von Bushidos ehemaligem Label Aggro Berlin wehren sich gegen diverse Aussagen des Berliner Rappers.

"Es geht immer um geschäftliche Interessen", sagte der Anwalt von Arafat Abou-Chaker dem Spiegel zufolge zu den aktuellen Ermittlungen. Außerdem soll der Jurist erklärt haben: "Ich gucke es mir in Ruhe an und werde es zersägen."

Der Spiegel weist darüber hinaus daraufhin, dass schwere räuberische Erpressung erst nach 20 Jahren verjährt. Fler kommentiert die Berichterstattung um seinen ehemaligen Weggefährten auf Twitter ebenfalls mit diesem Hinweis auf das geltende Strafrecht.


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