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Bushido: Depressionen und Gelassenheit

Bushido s Live-Auftritte sind generell gut besucht, zuletzt konnte man ihn in der Berliner 02 World bewundern, wo er von über 11.000 Fans gefeiert wurde. Doch wie das immer so ist, hat der Erfolg auch seine Schattenseiten. Bei solch einem Bekanntheitsgrad wie ihn Bushido genießt, ist man auch permanentem Stress ausgesetzt und der Terminplaner ist mehr als voll. Da bleibt das Privatleben oft auf der Strecke. Der Stern stellte Bushido kürzlich die Frage, ob er all den Erfolg überhaupt genießen kann. Bushido s Antwort hatte wohl die Mehrheit der Leser nicht erwartet:
"Ich lerne das langsam. Ich habe zwei Monate eine Therapie gemacht, weil ich irgendwann das Gefühl hatte, ich werde verrückt. Ich konnte nicht mehr schlafen, in meinem Kopf herrschte Chaos. Alles wurde zu viel."
Auch in der Oktober Ausgabe der Juice sprach er in einem nicht unbedingt kritischen , aber sehr offenen Interview über seine Probleme.
"Die Leute haben mich oft gefragt: Wie machst du das? Du bringst jedes Jahr ein neues Album heraus, gehst dreimal auf Tour, nimmst einen Labelsampler mit deinen Kollegen auf - Ich mache das, weil ich Angst habe, stehen zu bleiben. Ich muss was machen, sonst fange ich an zu überlegen. Und dann kommen so dumme Gedanken wie Gehirntumor, Schizophrenie, verrückt werden, Stimmen hören. Da werde ich dann so panisch, dass ich einfach im Winter auf den Balkon gehe, nackt, nur in Shorts, damit mir so kalt ist, dass ich an nichts anders mehr denken kann und meine dummen Gedanken vergesse."

Ob man nun zu Bushido s Kritikern oder Fans gehört, man kann ihm doch zugestehen, dass zu solchen Statements eine große Portion Mut gehört. Schließlich spricht hier einer der MCs, dessen Erfolg auf einem harten Gangster-Image aufbaut, offen über seine verletzliche Seite. Solche Statements stehen im Widerspruch zu Bushido s Prestige, gewähren ungewohnte Blicke in sein Inneres. Natürlich bedient er damit auch das Klischee des Rebells mit harter Schale und weichem Kern.

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PA Sports über sein Signing Jamule, Bushido, LKA & 31er (Interview)  #waslos

PA Sports über sein Signing Jamule, Bushido, LKA & 31er (Interview) #waslos

Von Marcel Schmitz am 02.01.2020 - 22:03

Das Jahr hat gerade erst angefangen und Rooz ist schon wieder mit einer frischen Folge #waslos am Start. Wie im Vorjahr zum Neujahrsinterview, hat Rooz sich wieder mit PA Sports getroffen um die neuesten News aus dem Hause Life Is Pain abzugreifen. PA spricht über sein Signing Jamule, der letztes Jahr mit "Ninio" eine starke Debüt-EP gedroppt hat und im Januar mit seinem Album "LSD" nachlegt. Außerdem erfahrt ihr PAs Meinung zum Thema Bushido, LKA und 31er. Fast 2 Stunden pure Unterhaltung.

Lehnt euch zurück und gönnt euch PA Sports und Rooz in der ersten Folge #waslos für 2020!


PA Sports über sein Signing Jamule, Bushido, LKA & 31er (Interview) #waslos

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