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Entsprechend bewegend ist dann auch das Ende von  Bushido s Biographie. Nach einer bahnbrechenden Karriere wird er von einem Schicksalsschlag wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Beide Elternteile erkranken an Krebs, dass es auch seine über alles geliebte Mutter trifft, bricht ihm besonders das Herz. Auf die Nachricht hin, dass sein Vater bereits Krebs im Endstadium hat, springt Bushido über seinen Schatten und entschließt sich, seinem Vater nochmals einen Besuch abzustatten. Er schafft es trotz aller Vorkommnisse, ihm zu vergeben. Diese Szene wird im Buch auf solch eine ergreifende Art und Weise geschildert, dass der Leser spätestens jetzt das Gefühl hat, hinter die Fassade des Anis Mohamed Youssef Ferchichi zu blicken. Somit gelingt es Bushido und Co-Autor Lars Amend , bei all der Traurigkeit des letzten Kapitels, zu vermitteln, dass sich hinter Bushido s hartem Image auch ein sensibler, mitfühlender Mensch befindet, der ebenso von Schicksalsschlägen betroffen ist wie jeder andere auch.
Gerade das macht Bushido natürlich als Identifikationsfigur interessant und die Story vom tragischen Helden ist im Rap nicht fremd. Ebenso wenig, wie es im Hiphop selten ist, die Familie hoch zu halten. Dass seine Geschichte nicht ganz neu ist, schmälert aber natürlich nicht die Dramatik von Bushido s Erlebnissen oder die Bedeutung seiner Werte, die er seinen Fans darlegt.

Besonders interessant für den Fan ist, dass sich einem beim Lesern des Buches Hintergründe zur Entstehung von einigen Bushido -Tracks erschließen. So bietet die Biographie nicht nur Einblick in den Lifestyle des Gangsterrappers Bushido , sondern zeigt auch auf tragische Art und Weise, dass man selbst mit einer Karriere wie sie im Märchenbuch steht, seinem Schicksal unterlegen ist.
Fazit? Die Biographie erklärt die öffentliche Figur Bushido weiter und wird Fans nicht enttäuschen. Tiefere Einblicke und mehr persönliche Geschichten als in Songs oder Interviews, aber keine alles verändernde Enthüllung oder kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Weg. Ob das hier der wahre Anis Ferchichi oder gezielter Imageaufbau ist, bleibt Glaubenssache.

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PA Sports über sein Signing Jamule, Bushido, LKA & 31er (Interview)  #waslos

PA Sports über sein Signing Jamule, Bushido, LKA & 31er (Interview) #waslos

Von Marcel Schmitz am 02.01.2020 - 22:03

Das Jahr hat gerade erst angefangen und Rooz ist schon wieder mit einer frischen Folge #waslos am Start. Wie im Vorjahr zum Neujahrsinterview, hat Rooz sich wieder mit PA Sports getroffen um die neuesten News aus dem Hause Life Is Pain abzugreifen. PA spricht über sein Signing Jamule, der letztes Jahr mit "Ninio" eine starke Debüt-EP gedroppt hat und im Januar mit seinem Album "LSD" nachlegt. Außerdem erfahrt ihr PAs Meinung zum Thema Bushido, LKA und 31er. Fast 2 Stunden pure Unterhaltung.

Lehnt euch zurück und gönnt euch PA Sports und Rooz in der ersten Folge #waslos für 2020!


PA Sports über sein Signing Jamule, Bushido, LKA & 31er (Interview) #waslos

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