Bubba Sparxxx, der Country Boy aus den USA, den jeder seit seiner von Timbaland produzierten Hitsingle Ugly kennt, war auf Promotour quer durch Europa, um Wind für seinen hierzulande gerade erschienen Longplayer Deliverance zu machen. Wir trafen ihn in Köln, kurz vor seinem Interaktiv Auftritt. Nachdem geklärt wurde, dass gestern in Berlin wenig Schlaf und viel Spass auf dem Programm stand, treffen wir auf einen müden, aber sehr entspannten und redefreudigen Rapper.

Auch wenn Du schon einen ähnlichen Song auf Deinem ersten Album hattest, wirkt She Tried wie ein Resümee über die Beziehung zu einer Frau. Hast Du Ihr den Song mal gezeigt nach all den Jahren?

Eigentlich ist es mehr ein Song über Frauen im allgemeinen wie Betty Betty von meiner ersten Scheibe. Ich nenn Frauen Betty’s. Das Mädchen aus dem Song heisst im wirklichen Leben Jennifer. Sie ist mittlerweile verheiratet. Es ist lange her und ich habe es gut in den Sand gesetzt und sie mehr als einmal betrogen. Das passiert mir immer wieder. Es gibt immer einen Punkt, wo man nicht mehr weiterkommt und es beendet. Es ist mein Verlust.

Du bist jetzt das zweite Mal in Deutschland. Hattest Du bevor Du das erste Mal hier warst, schon eine vorgefertigte Meinung und hat diese sich verändert?

Ich denke, es war so wie ich es mir vorgestellt habe. Ich gucke ständig den Geschichtskanal im TV und kenn mich mit dem zweiten Welt- oder dem kalten Krieg ganz gut aus. Ich hatte einen guten Hintergrund und als ich hierher kam, war es auch so wie ich es mir gedacht hatte. Das Wetter war so ziemlich das gleiche, nur das Essen hat sich als viel besser herausgestellt als gedacht. Es ist anders, aber sehr gut. Die meisten Leute haben wahrscheinlich nur Angst, weil es anders ist.

Die meisten Künstler gehen hier ja eigentlich nur zu McDonalds.

Genau das ist das Problem. Die wollen hier den gleichen Scheiss essen, den es auch zu Hause gibt. Das macht für mich keinen Sinn.

Durch Ugly bist Du sehr schnell bekannt geworden und die Medien sahen Dich schon als den nächsten Eminem, was für mich keinen Sinn gemacht hat. Man vergleicht Nelly auch nicht mit KRS One, nur weil beide schwarz sind. Hat das Deine Karriere gepusht oder limitiert?

Als weißer Rapper gibt es an bestimmten Stellen leichter offene Türen und bei anderen kommt man auf keinen Fall durch. Es kommt meist auf einen selbst an. Egal, ob schwarz, weiß oder asiatisch, es stehen andere Leute im Publikum , aber es ist doch derselbe Markt. Eminem selbst war für mich positiv, weil er die Möglichkeit gezeigt hat, dass es weiße Rapper geben kann, die auch sehr gut sind. Ich weiß nicht, ob ich ohne ihn den gleichen Erfolg gehabt hätte. Ich denke ich hätte es verdient, aber man weiß es nicht. Gott macht es so wie es richtig ist.

Ich weiß nicht, ob Du das genauso siehst, aber auf dem neuen Album wirkst Du hungriger und auch ernster als auf dem ersten, ist dem so?

Ich mochte es nicht, wie die Leute auf mich reagiert haben beim ersten Mal. Die Leute haben sich zum Großteil nur Ugly angehört und mich danach bewertet. Sie sahen das Video und das war es.

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