B.S.H.: "Aggro Berlin Reunion"? / Update: Desue spricht von "geheimen Projekt"

Bass Sultan Hengzt hat für eine Welle der Verwirrung gesorgt, indem er gestern eine vermeintliche " Aggro Berlin Reunion" für das kommende Jahr ankündigte:

Nähere Informationen erwähnte Hengzt nicht, was nun Fans und Presse gleichermaßen im Dunkeln lässt.

Update:

Obgleich der Name Aggro Berlin nicht fällt und auch keine direkte Verbindung des Tweets zu Bass Sultan Hengzt erkennbar ist, lässt DJ Desue einen verdächtige Äußerung von sich:

DJ Desue ist momentan überwiegend mit Sido unterwegs und hat an dessen kommendem Album 30 11 80 stark mitgearbeitet .

Die Plattenfirma Aggro Berlin , die zwischen 2001 und 2008 existierte, war in Deutschland entscheidender Wegbereiter für erfolgreichen Straßen- und Gangsterrap. Das Label brachte später teilweise überaus erfolgreiche Künstler wie Bushido , Sido und Fler hervor.

Bass Sultan Hengzt selber war nie Teil von Aggro Berlin , seine enge Freundschaft zu Sido könnte allerdings ein Indiz auf den Herkunft dieser Neuigkeit sein. DJ Desue dagegen produzierte des Öfteren einzelne Tracks der Aggro Berlin -Künstler.

Hengzt soll sein eigenes Album ebenfalls Anfang nächsten Jahres veröffentlichen . Ob die angekündigte " Aggro Berlin Reunion" etwas damit zu tun hat, ist fraglich, aber nicht ausgeschlossen.

Sido s neues Album 30 11 80 erscheint dagegen schon am 29. November 2013 und kann daher nicht Präsentator der Reunion sein.

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Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Apache 207 kein Rapper? Was Farid Bang dazu sagt

Von Alina Amin am 25.02.2021 - 16:47

Apache 207 ist schon nach den ersten Jahren seiner Rap-Karriere in den obersten Rängen der hiesigen Szene angekommen. Mit seinen melodischen Hits erreicht er regelmäßig astronomische Zahlen und gilt aktuell als einer der erfolgreichsten Künstler des deutschsprachigen Musikmarkts. Trotz dessen findet die Diskussion, ob der Ludwigshafener tatsächlich Rapper sei, in der Deutschrap-Community kein Ende. Jetzt äußert sich auch Farid Bang zu dem omnipräsenten Thema.

Farid Bang über die Frage, ob Apache 207 ein Rapper ist

Farid Bang stellt in seiner Instagram-Story infrage, was ein Künstler sei, der seine Texte nicht schreibt, wenn man schon davon ausginge, dass Apache kein Rapper sei. Die Debatte um Apaches Rapqualitäten wird weit über die YouTube-Kommentarspalten hinaus geführt.

Viele Größen der Deutschrapszene scheint die Frage umzutreiben, ob Apache 207 als Rapper zu betrachten ist. Für Bonez MC stand Ende 2020 fest: "Künstler kein Rapper". Auch Fler kommt in einem Interview bei 16bars zu dem Ergebnis, dass Apache "in dem Sinne kein Rapper" sei. Die Musik des 2-Meter-Hünen bedient sich hörbar verschiedensten Einflüssen.

Daran, dass Apache 207 rappen kann, dürfte jedoch kein Zweifel bestehen. Farid fragt sich nun, worauf es hinausliefe, wenn Apaches Musik durch dessen Herangehensweise nicht mehr als Rap durchginge.


Foto:

Instagram / @faridbangbang

Der Banger stellt in den Raum, ob dies nicht mindestens gleichbedeutend damit wäre, jemanden aus dem Rapgenre auszuschließen, wenn die Lyrics zugeliefert werden. Er zieht damit einen Vergleich zu einem ebenso ausgiebig diskutierten Thema, dem Ghostwriting.

Ende letzten Jahres wurde die allgegenwärtige Diskussion wieder aufgerollt, nachdem Shirin David ihre "Babsi Bars" veröffentlichte. Es ging damals einerseits um Credits, andererseits auch um die generelle Praktik des Ghostwritings. Viele Rapfans vertreten die Position, dass Rap-Künstler*innen auch selbst für ihre Lyrics verantwortlich sein sollten. Dennoch gehört es inzwischen zur gängigen Praxis, dass Rap-Texte in Gemeinschaftsarbeit entstehen. Wie Farid das selbst sieht, erklärt er in seiner Story nicht.

Apache selbst hat zu dem Thema eine klare Haltung. Ob andere Leute ihn als Rapper bezeichnen oder nicht, scheint ihm gleichgültig zu sein. In seinem Song "28 Liter" erklärt der 23-Jährige:  

"Egal, ob du mich einen Rapper nennst, du Piç, darauf pfeif' ich"


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