Deutschland ist nicht nur das Land der Dichter und Denker, sondern auch das Land der Regeln und Gesetze. Das hat Thizzy52 jetzt in Bremen so erlebt. Der aufstrebende Aachener Rapper war dort am vergangenen Samstag Teil eines Geheimkonzertes. Da das aber vorher nicht angemeldet worden sei, drohen Thizzy und den Veranstaltern Konsequenzen.
Thizzy-Geheimkonzert in Bremen sorgt für Straßensperrungen
Der Geheimauftritt ist eine Promoaktion für die zweite Ausgabe des "Turnup BRMN"-Festivals gewesen, das vergangenes Jahr an den Start gegangen ist. Die Veranstaltung auf der Sielwallkreuzung ist jedoch laut der Polizei nicht vorher angemeldet worden. Thizzy52 hat bei dem rund 20-minütigen Auftritt vom Balkon eines leerstehenden Bürogebäudes laut Behördenangaben bis zu 2500 Menschen angezogen. Daraufhin habe man fie anliegende Kreuzung aufgrund der Menschenmasse sperren und den Verkehr umleiten müssen. Laut dpa-Angaben hätten einzelne Menschen zudem Ampeln beim Hochklettern beschädigt und Pyrotechnik gezündet. Nach Ende des Auftritts habe man die Straßen von Müll und Glasscherben reinigen müssen. Trotzdem sei die Veranstaltung der Polizei zufolge bis auf einen Rettungseinsatz insgesamt "störungsfrei verlaufen".
Vom Ausmaß des Bremen-Konzerts von Thizzy könnt ihr euch hier ein Bild machen:
@andrzej151110 Bremen war crazy unterwegs #turnupbremenfestival #bremen #konzert #thizzyvomblock @THIZZYVOMBLOCK @Turn Up Bremen Festival ♬ Originalton - andrzej151110
Jetzt drohen Thizzy52 und dem Veranstalter Turnup BRMN rechtliche Schritte: Eine unangemeldete Veranstaltung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld von bis zu 1000 Euro belangt werden kann. Eine unerlaubte öffentliche Versammlung unter freiem Himmel kann sogar strafrechtliche Konsequenzen haben und eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr nach sich ziehen. Wegen Thizzys Konzert sei bereits ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet worden.
Gegenüber dem Weser Kurier erklärt eine Sprecherin der Bremer Polizei, dass schon dank der Ankdündigung auf Instagram am Vortag bekannt war, "dass es eine Veranstaltung geben könnte". Einzelheiten darüber hätten den Behörden jedoch nicht vorgelegen.
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