"Boyz N The Hood" & "Poetic Justice": Regisseur John Singleton ist verstorben

Der amerikanische Regisseur, Drehbuchautor und Produzent John Singleton ist verstorben. Der 51-Jährige erlag den Folgen eines Schlaganfalls. Mit Filmen wie "Boyz N The Hood" und "Poetic Justice" prägte Singleton auch Generationen von Hiphop-Fans.

Oscar-Nominierungen & "New Black Cinema": John Singletons Gesamtwerk

John Singleton hat in seiner Karriere eher an einer übersichtlichen Anzahl von Filmen gearbeitet. Bereits sein Erstlingswerk "Boyz N The Hood" brachte ihm im Alter von 24 Jahren zwei Oscarnominierungen für die beste Regie und das beste Drehbuch ein.

Damit war Singleton der jüngste und zugleich erste afroamerikanische Regisseur, der für den Regie-Award nominiert wurde. Der Film mit Ice Cube, Laurence Fishburne und Cuba Gooding Jr. über das Leben in der Hood gilt als wegbereitend für ein neues und möglichst realistisches Kino aus einer afroamerikanischen Perspektive – das sogenannte "New Black Cinema".

The Academy on Twitter

The youngest-ever Best Director nominee and an inspiration to us all. John Singleton, you will be greatly missed.

Singleton setzte bei seinen Filmen überwiegend auf schwarze Darsteller und ermöglichte einigen Rappern und Musikern den Sprung auf die Kinoleinwand. Im Drama "Poetic Justice" spielt bekanntermaßen 2Pac an der Seite von Janet Jackson. In "Higher Learning" sehen wir wiederum Ice Cube. Das schauspielerische Können von Ludacris ist beispielsweise im Kassenschlager "2 Fast 2 Furious" zu bestaunen. Des Weiteren haben sich unter anderem Busta Rhymes ("Higher Learning" und "Shaft"), André 3000 ("Vier Brüder"), Q-Tip ("Poetic Justice") und Snoop Dogg ("Baby Boy") im filmischen Gesamtwerk von John Singleton verewigt. Als unabhängiger Produzent war er außerdem an "Hustle & Flow" beteiligt.

Zuletzt arbeitete Singleton vor allem für das amerikanische Fernsehen. Er produzierte die Drama-Serie "Snowfall", welche sich mit der Crack-Epidemie in Los Angeles Anfang der Achtziger beschäftigt. Mitte April dieses Jahres erlitt der Regisseur einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Seine Familie entschied nun, die lebenserhaltenen Maßnahmen abzuschalten.

Snoop Dogg, Nas, Ice Cube & mehr: Die US-Szene trauert

Berühmte Freunde, Wegbegleiter und Fans von John Singleton meldeten sich nach der Trauermeldung über die sozialen Medien zu Wort. Snoop Dogg, Nas, Ice Cube, Vince Staples und viele mehr gedenken der Lebensleistung des Filmemachers und drücken ihre Anteilnahme aus.

Ice Cube on Twitter

I was discovered by a master filmmaker by the name of John Singleton. He not only made me a movie star but made me a filmmaker. There are no words to express how sad I am to lose my brother, friend & mentor. He loved bring the black experience to the world.



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Ein von @ vincestaples geteilter Beitrag am

RZA! on Twitter

For me it's A very sad day in all reality. We Love you John Singleton and appreciate all you've done and will continue to do through your art.

Chance The Rapper Owbum on Twitter

Rest up John Singleton. We never met, but Remember The Time literally changed my life. Thank you so much. God Bless you

juicy j on Twitter

R.I.P John Singleton thank you for helpling me if It wasn't for you I wouldn't be a Academy award Winner I gonna miss you bro I love you my prayers for your family we will never forget! YOU ARE LEGENDARY

FLYLO on Twitter

JOHN SINGLETON!

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Erste Details zu neuer 2Pac-Doku veröffentlicht

Erste Details zu neuer 2Pac-Doku veröffentlicht

Von Michael Rubach am 07.08.2019 - 11:36

Im Rahmen einer Pressetour von FX Networks sind erste inhaltliche Details über die bevorstehende 2Pac-Doku des "The Defiant Ones" Regisseurs Allen Hughes veröffentlicht worden. Das vorher noch unbetitelte Projekt wird "Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" heißen und auf dem eingangs erwähnten Pay-TV-Sender zu sehen sein.

"Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" erzählt eine Mutter-Sohn-Geschichte

Die Pressemitteilung spricht von der Doku als "filmreifes Fernsehereignis", das uns da bevorsteht. Die fünfteilige Serie beleuchtet nicht nur das Leben von 2Pac, sondern schaut ebenso auf die bewegte Geschichte seiner Mutter Afeni, die als Bürgerrechtlerin und in der Black Panther Party aktiv war. Menschen, die sowohl Afeni als auch Tupac Shakur nahegestanden haben, sollen in der Doku zu Wort kommen und intime Einblicke zu Tage fördern.

"'Outlaw [...] ist ein Porträt des inspirierendsten und gefährlichsten Mutter-Sohn-Duos in der amerikanischen Geschichte, dessen vereinte Botschaft zu Freiheit, Gleichheit, Verfolgung und Gerechtigkeit heute wichtiger ist als je zuvor"

Allen Hughes hat mit 2Pacs kompletten Nachlass gearbeitet

Regisseur Allen Hughes zeigte in "The Defiant Ones", dass er es versteht, besondere Beziehungen aufzuarbeiten. Sein preisgekröntes Werk erzählt von der Partnerschaft und Freundschaft zwischen Dr. Dre und Jimmy Iovine. Hughes kann darüber hinaus auf persönliche Erfahrungen mit 2Pac zurückblicken. So stammt etwa das Musikvideo zu Pacs "Brenda's Got A Baby" von ihm.

Die ungefilterte Vision von Allen Hughes bleibt der Öffentlichkeit aber wohl vorenthalten. In einem Interview mit The Wrap erklärte er, dass das Verhältnis mit den Nachlassverwaltern von 2Pac freundschaftlich sei und vermutlich noch einige Änderungswünsche in die endgültige Version einfließen werden. Der Regisseur hatte dafür erstmalig Zugriff auf den kompletten Nachlass von 2Pac.

Der Ausstrahlungstermin für "Outlaw: The Saga of Afeni and Tupac Shakur" soll in den nächsten Monaten bekanntgegeben werden.


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