Bonez MC äußert sich zu Fler, dessen Authentizität und der Realness-Debatte
Screenshot von Bonez MC

Bonez MC lehnt nicht nur Feature-Anfragen ab, nach denen sich andere die Finger lecken würden. Er hat im Interview mit der Juice auch über Fler gesprochen.

Wir wissen allerdings nicht genau, wann dieses Gespräch geführt wurde: Es kann gut sein, dass das Interview schon vor einiger Zeit stattgefunden hat.

Genauer: Bevor sich Bonez MC vor etwa 2 Wochen auf Facebook zu Fler geäußert hat. Wenn dem so sein sollte, müsste die Angelegenheit mittlerweile geklärt sein.

In dem Posting hieß es nämlich, Fler und Aggro Berlin hätten Bonez' gesamte Jugend geprägt und ihn in diversen Lebenssituationen begleitet. Die Musik sei für ihn alles gewesen.

Fler hatte auf das Statement reagiert und sich für die coole Nachricht bedankt. Im selben Atemzug zollt er Bonez MC und seiner Gang für deren Movement Respekt.

In besagtem Juice-Interview äußert sich Bonez zunächst über Bushido: "Ich weiß noch genau, wie Bushido in seiner weißen Alpha-Jacke über Janine gerappt hat. Die Geschichte nehme ich ihm nicht ab. Wenn Leute solche Ausflüge machen und wieder zurückkommen, ist das Ding für mich gelaufen.

Im Anschluss folgen einige harte Worte über Fler und dessen Authentizität. Fler hatte Anfang März durch ein Interview die alte Realness-Debatte aufs Neue entfacht und damit offenbar auch Bonez MC zum Nachdenken angeregt:

"Auch Fler ist schon in 'nem XXL-White-Tee rumgejumpt – Röhrenjeans, pinker Schal, das hatte der doch alles schon. Und authentisch wie er ist, hat er auch auf Carlo Cokxxx N*tten übers Koksen gerappt, um später in 'nem Interview zu erzählen, er habe noch nie gekokst."

"Wenn Leute ihm auf Tour was angeboten haben, hat er gesagt: 'Ich hab' schon'. Dann erzähl' mir doch nichts von Authentizität!"

"Der meint doch, dass Leute rappen dürfen, solange sie das, was sie erzählen, auch leben. Hat Jan Eißfeldt je einen auf krassen Drogenverticker gemacht? Ich glaube nicht. Wieso soll Rap in Hamburg dann mit uns angefangen haben?"

"Ich meine, wenn jemand mit seinen Storys Geld verdienen kann, ist das ja schön für ihn. Das hat alles seine Daseinsberechtigung. Und ich hasse niemanden, der auch von dem Hiphop-Kuchen zehrt. Ich persönlich mag es halt, wenn Leute ihrer Linie treu bleiben."

Wie gesagt: Das Interview könnte durchaus geführt worden sein, bevor sich die beiden Parteien öffentlich und gegenseitig ihre Zuneigung sowie ihren Respekt bekundet haben.

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