Bob Marleys Produzent Lee "Scratch" Perry im Alter von 85 verstorben

Lee "Scratch" Perry war nicht nur zeitweise der Produzent von Bob Marley and The Wailers, sondern auch ein Klangpionier. Der Jamaikaner prägte Reggae und Dub wie kaum ein anderer – und hatte damit auch Einfluss auf diverse Hiphop-Tracks, die sich von ihm inspirieren ließen. Nun ist er im Alter von 85 Jahren auf Jamaika verstorben.

Lee "Scratch" Perry: Eigener Style auf allen Ebenen 

Der jamaikanische Produzent und Musiker genoss schon seit Jahrzehnten Legendenstatus, und das nicht nur auf der Insel. Durch seine eigenwilligen Klang-Arrangements stach Lee "Scratch" Perry (jetzt auf Apple Music streamen) aus der Masse an Reggae-Produzenten klar hervor – so arbeitete er zum Beispiel mit Echo-Effekten und band häufig Aufnahmen aus der Natur rund um sein Studio (wie beispielsweise Vogelzwitschern und Meeresrauschen) in seine Beats mit ein. Das besondere Klangbild von Lee "Scratch" Perry beeinflusste so auch diverse Hiphop-Legenden. Samples seiner Tunes sind unter anderem in "Hiphop“ von Dead Prez, "Turn It Up" von Busta Rhymes und "Lucifer" von Jay-Z zu finden. 

Aber nicht nur mit seinem Sound stach der Jamaikaner zeitlebens hervor: Auch sein Style und seine unglaubliche Energie, die er bis zuletzt zu Gigs auf der ganzen Welt mitbrachte, begeisterten seine Fans.

Perrys musikalischer Impact bleibt bestehen

Lee "Scratch" Perry hatte mit seinem Verständnis von Musik und Klang aber nicht nur Einfluss auf Genres wie Reggae und Hip-Hop. Der Dub, ebenfalls eine vorwiegend jamaikanisch geprägte Musikrichtung, die allerdings auch in England großen Anklang fand, geht sogar auf ihn als Begründer zurück. Neben Reggae-Artists wie Bob Marley hinaus arbeitete aber auch Perry selbst mit Musikern aus verschiedensten Stilrichtungen zusammen, so beispielsweise mit den Beastie Boys, Paul McCartney und The Clash.

Die letzten 30 Jahre bis zu seinem Tod auf Jamaika verbrachte der Kult-Musiker übrigens in der Schweiz. Zur Todesursache gibt es bislang keine Angaben. 

Wer mehr über den Einfluss von Reggae auf Hiphop erfahren möchte, klickt hier:

9 Rap-Songs, die es ohne Bob Marley so nicht gäbe

Bob Marley hätte sicher gewollt, dass die Menschen sich lieber an seinen Geburtstag erinnern als an seinen Todestag. Im Winter 1945, während Churchill, Roosevelt und Stalin die Grundzüge der europäischen Nachkriegsordnung festlegen, erblickt der kleine Robert Nesta Marley in 9 Miles in den jamaikanischen Bergen das Licht der Welt. Am 6.

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Von Michael Rubach am 12.02.2021 - 12:17

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