Drake ist einer der prominentesten Kooperationspartner des Krypto-Glücksspiel-Giganten Stake. Immer wieder postet der kanadische Superstar seine Wetteinsätze bei großen Sportevents oder streamt seine Versuche, groß beim Roulette oder an Slotmaschinen zu gewinnen, live auf der hauseigenen Streamingplattform Kick. Laut einem neuen Exklusivbericht von Bloomberg könnte zwischen Stake und den Kooperationspartnern jedoch mehr ablaufen, als zunächst angenommen. Denn vor allem Drakes Glück soll teilweise weit oberhalb der Norm liegen.
Bloomberg: Drake gewinnt bei Stake-Slots viermal häufiger als die durchschnittliche Person
Bloomberg hat über 1.500 Stunden Live-Glücksspiel von 25 Stake-Nutzern, darunter Drizzy sowie die Livestreamer Adin Ross und xQc, analysiert. Dabei haben sie herausgefunden, dass Drake, wenn er bei Slotmaschinen von Stakes Mutterfirma Easygo spielt, im Schnitt viermal häufiger gewinnt, als der durchschnittliche Spieler. Außerdem sind seine Gewinnchancen sogar doppelt so hoch wie die des zweiterfolgreichsten der analysierten Spieler. Bei einer Instanz, in der der OVO Sound-Chef eine kleine Pechsträhne hatte, seien seine Gewinne nach einem Telefonat und einer anschließenden Überweisung des Stake-Mitbegründers Ed Craven zufälligerweise schlagartig nach oben gegangen. Wenn Drake jedoch Online-Glücksspielangebote von Drittanbietern genutzt hat, soll seine Gewinnquote der Analyse zufolge im Normalbereich gelegen haben. Zur Info: Drake hat im Jahr 2022 einen Deal über 100 Millionen Dollar mit Stake abgeschlossen.
In einem älteren Blogpost hat Ed Craven schon einmal dementiert, dass die von Stake gesponserten Influencer eine höhere Gewinnchance hätten, als andere Nutzer. Man habe "keine direkte Kontrolle über die Quoten" der Stake-Glücksspiele. Auf Nachfrage des Business-Magazins hat Stake die aktuellen Entdeckungen von Bloomberg als "kategorisch falsch" bezeichnet. Der Vergleich von großen Gewinnen sei ein "willkürlicher Maßstab" und Bloombergs Analyse der Spielquoten würde "die Funktionsweise von Spielmathematik" außer Acht lassen.
Trotzdem habe Stake laut Bloomberg abgelehnt, Daten zu Gewinnquoten oder den Auszahlungen der analysierten Spieler offenzulegen. Detailliertere Fragen zu den Chancen der Influencer und dem Nutzen interner Geldmittel habe Stake laut dem Business-Magazin ebenfalls unbeantwortet gelassen.
Stakes Probleme mit dem Gesetz
In den USA wird Stake regelmäßig mit dem Gesetz konfrontiert. In einer Klage, die am 31. Dezember 2025 im Bundesstaat Virginia eingereicht wurde, wird Stake vorgeworfen, eines der "größten und profitabelsten illegalen Online-Casinos" überhaupt zu betreiben. Drake und Adin Ross werden in der Anklageschrift als "gierige" und "bezahlte" Promoter der Plattform bezeichnet, welche "die wahre Natur und das Ausmaß" von Stakes Machenschaften verschleiern sollen. Eine internationale Behörde, die sicherstellen könnte, dass Stakes Quoten fair bleiben, gibt es jedoch nicht, da das Unternehmen auf Curaçao gemeldet ist. Abgesehen von einem Fall im vergangenen Jahr hat der Inselstaat bislang noch nie Casinoinhaber bestraft oder ihnen die Lizenz entzogen.
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