"Blaues Licht"-Videograf Mohammed Shehab bei Raketenangriff im Libanon getötet

Bei den aktuellen Angriffen auf den Libanon soll ein Foto- und Videograf namens Mohammed Shehab getötet worden sein. In zahlreichen Posts im Netz bringen Freunde und Kollegen ihre Trauer zum Ausdruck. Darunter auch Hadi El-Dor, der berichtet, dass Shehab unter anderem als Kameramann beim Dreh zum Musikvideo für "Blaues Licht" von RAF Camora und Bonez MC mitgewirkt habe. Der im Libanon wohnhafte Familienvater ist Berichten zufolge bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen.

Hadi El-Dor berichtet vom Tod eines Videografen im Libanon

In seiner Instagram-Story hat Hadi El-Dor das Profil einer Nachrichtenplattform namens Bint Jbeil verlinkt, von der anscheinend die Infos stammen. Bei dem Post handelt es sich um einen Nachruf auf den Regisseur und Drohnenkameramann. Laut Bint Jbeil habe Mohammed Shehab an zahlreichen Kinofilmen und Serienproduktionen mitgewirkt und war unter anderem auch für seine Fotos von der libanesischen Armee und ihren militärischen Aktivitäten bekannt. Er soll in der Stadt Aramoun, die etwa 10 Kilometer südlich von Beirut liegt, ums Leben gekommen sein.

So sei Mohammed laut Bint Jbeil gemeinsam mit seiner Tochter bei einem Raketenangriff getötet worden. Zu dem besagten Angriff lassen sich diverse Berichte von anderen Newsseiten finden. So auch bei Middle East Eye, die kurz nach dem Angriff von drei Toten in Aramoun berichteten, darunter auch einem Kind. Auf einer anderen Seite wird erklärt, dass bei dem Beschuss durch die israelischen Streitmächte ein Gebäude in einer Wohngegend getroffen worden sei. Inzwischen wird die Zahl der Toten auf 12 beziffert. 28 Menschen sollen außerdem verletzt sein.

Hadi El-Dor gibt außerdem an, dass Mohammeds Frau aktuell in Lebensgefahr schwebe. Hier könnt ihr euch seine Storys ansehen:

Instagram @el_dor

Raketenangriffe durch Israel: Was passiert gerade im Libanon?

Laut der Tagesschau befinden sich derweil fast 800.000 der insgesamt knapp sieben Millionen Einwohner im Libanon auf der Flucht vor Krieg. Im Zuge des Kriegs gegen Iran intensiviert Israel derzeit auch die Angriffe gegen den Libanon im Konflikt mit der Hisbollah. Und das unter anderem auch im Osten und Süden des Landes. Die Luftangriffe sind heftig: So sind zahlreiche Zivilisten durch die Angriffe auf den Süden von Beirut obdachlos geworden. Jetzt suchen sie Schutz – und sind teilweise gezwungen, unter freiem Himmel in Zelten unterzukommen.

Wie unter anderem die Zeit erklärt, gibt es im Libanon keine Schutzräume, die Menschen vor etwaigen Raketenangriffen Zuflucht bieten könnten. Nicht mal einen Luftalarm soll es geben – weshalb sich drohende Gefahr erst andeutet, wenn es schon zu spät ist.

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