Black Ops 2 Multiplayer
Polo G
In Köln hat Treyarch diese Woche den Black Ops 2 Multiplayer vorgestellt. Nach Vorträgen von Mark Lamia , Studio Head sowie von Game Design Director David Vonderhaar , durften die geladenen Journalisten selbst Hand an Treyarch s neuen Edelshooter legen. Wir berichten dir, wie's war.
Aber langsam: Black Ops 2 spielt im Jahre 2025. Das Interface hat sich dementsprechend angepasst und ist nur noch zu Teilen mit dem Vorgänger vergleichbar. Viel mehr erinnert der Look jetzt an den Shooter aus dem Hause Dice . Auch die Waffen sind nun futuristisch angehaucht und bekommen allerlei Extras. So ist das Shock Charge nun neu im Repertoire, das Gegner in der Nähe durch einen Stromschlag einmalig verlangsamt. Auch neu sind Waffenaufsätze wie der Millimeter Scanner , der Gegner innerhalb von 25 Metern ortet und markiert. Im Test war dieses Gadget immens stark, da es Feinde hinter Objekten sichtbar macht. Ob man es jetzt als legalen Wallhack ansehen mag, wird sich im Langzeittest zeigen. 
Vor einer Partie kann sich jeder Spieler im Create A Class -Modus austoben und seinen virtuellen Soldaten mit Waffen, Perks und Ähnlichem ausrüsten. Neu ist das Pick 10 System , das dem Spieler erlaubt, seine Klasse vollständig frei zu erstellen und nicht mehr, wie im Vorgänger, an bestimmte Vorgaben gebunden ist. Während zuvor Primär- und Sekundärwaffe Pflicht waren, liegt nun Alles in der Hand des Spielers. Wer mit seiner Sekundärwaffe nicht zurecht kommt, kann sie in Gänze austauschen und sich dafür einen weiteren Perk oder einen Aufsatz für die Primärwaffe aussuchen. Create A Class wurde während der Entwicklung lange Zeit als Boardgame dargestellt, um die wichtigsten Fragen zu klären und den Spieler das beste Spielerlebnis bieten zu können. 
Spezielle Perks, die das Waffenverhalten beeinflussen, werden nun in Form von Waffenaufsätzen verwendet und sind somit direkt an der Waffe sichtbar. Zusätzlich wird es keine Pro-Version eines Perks geben, jedoch sind diese noch upgradebar. Die herkömmlichen Killstreaks gehören der Vergangenheit an. Der Spieler muss jetzt nicht mehr aktiv den Gegner töten, sondern bekommt auch durchFlaggen-tragen oder Assists entsprechende Punkte. 
Es wird 55 freischaltbare Level geben, die sich wiederum in 10 Prestiges aufteilen. Für ein Prestige soll man laut David Vonderhaar 24 Stunden brauchen. Als "Hardcoregamer" wohlgemerkt. Jedes Level soll dabei einen Gegenstand freischalten. Im gesamten Multiplayer gibt es aber mehr Content als Level, sodass eine ständige Flut an neuen Gegenständen vorprogrammiert ist. 
Interessant dürften auch die neu vorgestellten Spielmodi Multi-Team und Hard Point sein. Ersteres erinnert an das Squadsystem aus Battlefield 3 . 18 Spieler, aufgesplittet in sechs 3er-Teams, tummeln sich dabei auf den verschiedenen Karten. Der Modus Hard Point ist vielen wohl besser bekannt als King of the Hill . Ein vorgegebenes Gebiet muss vom Team gehalten werden, um die daraus resultierenden Punkte zu bekommen. So werden Gefechte auf engstem Raum Pflicht, da jedes Team in die entsprechende Zone will.
Für die Kommentatoren bietet Black Ops 2 einen besonderen Leckerbissen. Der eingebaute CODCasting -Modus ermöglicht ihnen, mit allerlei Features das Spielgeschehen so gut wie möglich an die Zuschauer zu vermitteln. Ein Score Panel am oberen Bildschirmrand zeigt den Punktestand inklusive noch zu spielende Zeit an. Die Map-Übersicht, die es so schon in CounterStrike gibt, zeigt Spieler als farbige Dreiecke an. Sobald diese in Gefechte geraten, leuchten rote Punkte in deren Formen auf. Der Picture in Picture-Mode erlaubt es dem Kommentator, zwischen Spiel und Spielerliste zu wechseln. So läuft auf der linken Seite das Bild des aktuell verfolgenten Spielers, auf der rechten Seite die Liste aller anderen Mitspieler. Schnelles Wechseln zwischen den einzelnen Ansichten wird so leicht gemacht. Besonders die Listen In -Funktion verleiht ein Mittendrin-Gefühl. Auf Knopfdruck klinkt sich der Kommentator in das laufende Voice-Chat-Gespräch der Teams ein und hört der Mannschaft zu. 
In Zukunft wird Treyarch noch Informationen zum geplanten Livestream-Feature bekannt geben, das es jedem Spieler ermöglichen soll, von seinem Heimrechner aus die Spiele live ins Netz zu stellen. Wie die Entwickler das jedoch umsetzen wollen, ist noch nicht klar. Kurz vor Release soll es diesbezüglich aber Neuigkeiten geben. Bewertung: 9 von 10 Fazit:
Black Ops 2 spielt sich genauso rund wie der Vorgänger. Die Sounds sind bombastisch, die Waffen sauber modelliert. Auch die vier vorgestellten Maps wissen durch verschiedene Laufwege und abwechslungsreiches Design zu überzeugen. Wem Black Ops schon gefallen hat, der wird auch garantiert seinen Spaß am Nachfolger haben.