"Bissu dumm ?!"-Remix: Bonez MC macht erste Spende öffentlich

Bonez MC hat gestern bei Instagram eine Spendenurkunde für einen hohen fünfstelligen Betrag geteilt. Es handelt es dabei anscheinend um die "erste Rutsche" an Spendengeldern, die sich aus dem Mammut-Remix der Single "Bissu dumm ?!" ergeben. Wie das 187-Oberhaupt bereits letztes Jahr angekündigt hatte, sollen alle Einnahmen aus dem Song an Hilfsprojekte für Gaza gespendet werden.

Ärzte ohne Grenzen: Bonez MC teilt Spendenurkunde

Der Urkunde ist zu entnehmen, dass über 90.000 Euro an Ärzte ohne Grenzen gespendet wurden. Als Spender werden dabei Bonez MC sowie "alle beteiligten Artists" genannt. In der Beschreibung zum Post bedankt sich der Hamburger bei allen, die mitgemacht haben:

Schon im Sommer letzten Jahres hatte der 40-Jährige angekündigt, alle Einnahmen aus dem Song für einen wohltätigen Zweck nutzen zu wollen. In einem Interview mit Aria bei Apple Music gab er an, dass keiner der Mitwirkenden für den Song Geld genommen hätte. Alle Beteiligten, egal ob Artist oder Produzenten, hätten mit dem wissen, dass das Geld gespendet wird, an dem Song mitgearbeitet. In dem Gespräch meinte Bonez außerdem, dass die Einnahmen Hilfsprojekten in Gaza zugute kommen sollen.

In den Kommentaren äußern sich zahlreiche Rapper sehr positiv und sprechen ihren Support aus. So schlägt Samra vor, dass man so etwas doch einfach mal jedes Jahr machen könne. Nizi19 kommentiert das Ganze mit einem "Bravo akh".

Ärzte ohne Grenzen: Israel droht Hilfsorganisationen mit dem Entzug ihrer Lizenz für den Gazastreifen

Ärzte ohne Grenzen ist laut eigenen Angaben seit 1989 im Gazastreifen aktiv und leistet dort humanitäre Hilfe. Seit dem 31. Dezember 2025 ist die Arbeit der Hilfsorganisation allerdings gefährdet. Seit Ende letzten Jahres droht die israelische Regierung nämlich damit, insgesamt 37 Hilfsorganisationen die Lizenz zu entziehen.

Die israelische Regierung fordert neuerdings, dass Organisationen vertrauliche Daten ihrer Mitarbeiter - darunter auch Palästinenser - offenlegen. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa gab Athena Rayburn, die Direktorin von Aida, einem Hilfsnetzwerk, an, dass diese Forderung gegen humanitäre Grunsätze verstoße:

"Die Zustimmung einer Konfliktpartei zur Überprüfung unserer Mitarbeiter, insbesondere unter Besatzungsbedingungen, stellt einen Verstoß gegen humanitäre Grundsätze dar, insbesondere gegen die Grundsätze der Neutralität und Unabhängigkeit"

Auch der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, kritisierte Israels Vorgehen gegen Hilfsorganisationen.

Im Laufe der letzten Monate haben betroffene Organisationen wohl Überprüfungen der Mitarbeiter durch neutrale Akteure angeboten, aber Israel soll darauf nicht eingegangen sein.

Ärzte ohne Grenzen gibt an, dass sie Israel nach monatelangen Verhandlungen außerdem vorgeschlagen hätten, eine selektive Liste von Namen zu übermitteln, wenn die Regierung ihnen zusichert, dass die Sicherheit der Mitarbeitenden gewährleistet ist und die Informationen ausschließlich für die angegebenen administrativen Zwecke genutzt werden. Auch auf dieses Angebot ist die israelische Regierung nicht eingegangen.

Bis Anfang März wird Ärzte ohne Grenzen noch im Gazastreifen aktiv sein. Ob sie ihre Arbeit danach fortführen können, ist aktuell ungewiss.

Hier könnt ihr euch den "Bissu dumm ?!"-Remix erneut anhören:

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