Billboard & Twitter launchen neuartige Charts

Die altehrwürdigen Billboard Charts rücken erstmals davon ab, sich bei den Erhebungen am Musikkonsum der Leute zu orientieren. Bei den neuen Charts mit dem Namen Billboard Hot Trending sollen Songs nach einem anderen Prinzip gerankt werden. Die Tracks, über welche die Menschen auf Social Media sprechen, sind dort ausschlaggebend. Um hier überhaupt belastbare Daten zu erhalten, hält sich Billboard an Twitter.

Billboard & Twitter kündigen neue Charts an

Der Twittergrind hat nun also direkten Einfluss auf eine eigene Chart-Kategorie. Billboard will diese neuartige Trend-Liste täglich aktualisieren. Abgekoppelt von der Performance eines Tracks auf den gängigen Streaming-Portalen, Radio-Airplay oder physischen Abverkäufen können ein Jubiläum, ein angekündigter Festival-Auftritt oder andere Ereignisse einen Song zum Gespräch der Stunde machen. Auf Billboard heißt es dazu:

"Die Charts sind auch insofern einzigartig, als dass sie verfolgen, über was Leute sprechen – und nicht unbedingt, was sie hören."

Eine Vertreterin von Twitter erklärte, dass Musik generell das Topthema auf Twitter sei. Die neuen Charts gingen auf die Gespräche auf der Plattform zurück. Außerdem schaffe man so eine weitere "coole Möglichkeit", um Daten zu erheben, die sich von allen Charts da draußen unterscheiden würden.

Apple Music betrat kürzlich einen ähnlichen Weg und führte die City Charts ein. Auch hier stehen nicht ausschließlich Abrufzahlen im Fokus. Es fließen zudem noch "zusätzliche Anzeichen lokaler Popularität" ein.

Apple Music führt City Charts für über 100 Städte ein

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Akon: "Reiche Menschen haben es schwerer als arme"

Akon: "Reiche Menschen haben es schwerer als arme"

Von Leon Schäfers am 09.09.2021 - 12:55

Eines haben 50 Cent und Akon gemeinsam: Beide Musiker haben sich zu dem plötzlichen Tod von "The Wire"-Schauspieler Michael K. Williams geäußert. Und beide haben sich dabei einen Shitstorm eingefahren. Während Fifty den Tod als Promo für seine eigene Serie genutzt hatte, hat sich Akon im Zuge dessen zu einem etwas fragwürdigen Statement verleiten lassen.

Akon im TMZ-Interview über Probleme reicher Menschen

In einem kurzen Interview, das gestern auf dem YouTube-Kanal des Boulevardmagazins TMZ erschienen ist, wird Akon (jetzt auf Apple Music streamen) zu Michael K. Williams befragt. Der zum Zeitpunkt seines Todes gerade einmal 54-Jährige ist aktuellen Erkenntnissen zufolge an einer Heroin-Überdosis gestorben.

Akon erklärt zunächst, dass der Schauspieler ein guter Freund von ihm gewesen sei. Williams hätte, wie auch viele andere Prominente, privat mit vielen Problemen und Beschwerden zu kämpfen gehabt. Was seinen Tod für den Sänger umso tragischer mache, ist die Tatsache, dass sich die beiden seit Beginn der Corona-Pandemie nicht gesehen hätten. Er kommt zu dem Schluss, dass man jederzeit nach seinen Freunde sehen sollte, da die meisten Leute ihre geheimen Beschwerden hätten. Dabei wären es laut Akon vor allem die Reichen und Berühmten, die die meisten solcher Probleme hätten:

"Wir setzen eine Fassade des Erfolgs auf, aber dahinter pasiert so vieles. Berühmte und reiche Menschen kämpfen mit mehr Problemen als arme Menschen. Kennst du den Spruch 'Mehr Geld, mehr Probleme'? Das ist wirklich so. Das ist wirklich so, also müssen wir uns gegenseitig kontrollieren, um sicherzugehen, dass alle gesund sind."

("We put on this facade of success but yet behind the face there's so much happening. The famous and the rich go through more issues than the poor. You know when they say 'more money, more problems'? That's a real thing. It's a real thing, so we gotta check up on each other and make sure everybody's sound.")

Das vollständige Interview kannst du dir hier anschauen:

Zum Ende des Interviews spricht Akon außerdem eine Empfehlung an Leute aus, die mit einer Drogensucht zu kämpfen haben. Demnach sollen sie am Besten einen anderen Weg finden, um ihre Probleme zu bewältigen. Er selbst würde sich den Herausforderungen, die ihm sein Leben stellt, jederzeit stellen, da sie einen sonst verfolgen würden.

Die Twitter-Reaktionen zu Akons Statement

Die Twitter-Gemeinde zeigt sich alles andere als begeistert von Akons Ansichten. Zwar wirkt auch sein Ratschlag für den Weg aus der Drogensucht ziemlich unbeholfen, es ist aber vor allem seine Aussage über die Probleme reicher Menschen, die auf Unverständnis stößt. Hier ein paar beispielhafte Tweets:

Das letzte öffentlichkeitswirksame Statement von Akon wurde deutlich positiver aufgenommen. Dort äußerte er sich zur Arbeitsweise von Eminem:

Rap als 9-to-5-Job: Akon über Eminems Studioroutine

Eminem ist offenkundig ein Fan klarer Abläufe: Wie es bei der Arbeit mit Slim Shady so zugeht, plauderte Akon (jetzt auf Apple Music streamen) einst in einem Interview aus. Seine Einblicke in zurückliegende Studiosessions mit Em erfreuen sich aktuell auf TikTok wieder größter Beliebtheit.


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