Nach Line gegen ihre Schwester: Beyoncé konfrontiert Fabolous persönlich

Fabolous überlegt sich mittlerweile besser, was er über wen rappt. Das liegt daran, dass er von Beyoncé höchstpersönlich eine wertvolle Lektion erteilt bekommen hat. Die Künstlerin hat den Rapper nämlich einfach direkt auf eine Line angesprochen, die Fabolous über ihre Schwester Solange gerappt hat. Im Gespräch mit dem Breakfast Club erklärt der Rapper, dass er nie gedacht hätte, dass die Zeile überhaupt jemals bei Beyoncé oder ihrer Schwester ankommen würde und er ihr sehr dankbar sei.

Beyoncé hat Fabolous persönlich auf eine Line gegen Solange angesprochen

Darum geht's: Fabolous rappt auf dem Song "For The Money" (mit Nicki Minaj, vom 2010 erschienenen "The Funeral Service: There Is No Competition 2") eine Line, in der er sich ziemlich respektlos über Solange Knowles äußert. Er vergleicht Beyoncés Schwester mit ihr, und zwar auf die folgende Art und Weise:

"I never do the bronze 'cause if you could have Beyoncé, would you take Solange?"

Solange und Beyoncé hätten diese Zeile dann offenbar tatsächlich gehört, während sie in einem Club waren, wo der Track gespielt wurde. Das berichtet jedenfalls  Fabolous unter Berufung auf Beyoncé. Die Zeile habe sie und ihre Schwester jedenfalls aufhorchen lassen und einigermaßen stutzig gemacht.

Beyoncé wäre aber nun mal nicht die Queen, wenn sie daraufhin einfach untätig geblieben wäre. Sie hat stattdessen das Gegenteil gemacht und Fabolous wohl einfach persönlich darauf angesprochen. Der sei davon extrem überrascht gewesen, weil er die Zeile ohne groß darüber nachzudenken gerappt hatte.

Dass sie wirklich bei Beyoncé beziehungsweise Solange ankommen könnte, habe er noch viel weniger erwartet. Erst durch die Ansage von Beyoncé sei ihm quasi klar geworden, dass er mit seiner gedankenlosen Line die Gefühle einer echten und tatsächlich existierenden person verletzt haben könnte.

The Breakfast Club on Twitter

Expect nothing less from the Queen https://t.co/GqSLajcsYh

Fabolous denkt mittlerweile zweimal über solche Punchlines nach

Bis zu dem Punkt, an dem sich Beyoncé mit ihrer Ansage direkt an Fabolous gewendet hat, habe Fabolous sich eigentlich gar keine Gedanken über derartige Lines gemacht. Er habe "in einem Rap alles gesagt, was irgendwie catchy" oder witzig war und sich als Punchline geeignet habe.

"Manchmal rappt man einfach irgendwelche Punchlines und weiß vielleicht gar nicht, was sich dahinter für eine Ernsthaftigkeit verbergen kann."

Er habe die Verbindung zu den echten Personen, die er vielleicht beleidigt, nie wirklich hergestellt. Aber Beyoncé habe ihn dahingehend gewissermaßen wachgerüttelt und er verstehe das jetzt. Fabolous habe ihr dann auch direkt versprochen, sich bei Solange für die Line zu entschuldigen und das auch getan.

"Sie hat gesagt 'die Zunge ist mächtig und wenn du etwas sagst – insbesondere jemand mit deinem Status – dann stell sicher, dass es das ist, was du sagen willst. Weil du jemanden damit verletzen könntest, ohne es überhaupt mitzubekommen.'"

Beyoncé macht aktuell richitg Welle mit ihrer neuen Ivy Park-Kollektion.

Beyoncé und Adidas droppen geschlechtsneutrale Kollektion

Von Jesse Schumacher am 08.12.2019 - 12:47 Das amerikanische Magazin Forbes veröffentlicht jedes Jahr ein Ranking, in dem die 40 bestverdienensten Musiker*innen gelistet sind. Natürlich spielen auch einige Rapper*innen in der Tabelle ganz oben mit. Mit 150 Millionen US-Dollar ist Kanye West der Hiphop-Act, der im Jahr 2019 die meiste Kohle gescheffelt hat.

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Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Barack Obama kritisiert Hiphops Hang zum Materialismus

Von Till Hesterbrink am 17.11.2020 - 12:34

Barack Obama gab vor Kurzem dem Magazin The Atlantic ein Interview anlässlich seines anstehenden Buches. In dem Gespräch mit Journalist Jeffrey Goldberg erklärte der ehemalige US-Präsident, dass seiner Auffassung nach Hiphop mitverantwortlich für den Aufstieg Donald Trumps gewesen sei. Grund dafür wäre der häufig mitschwingende Materialismus.

Barack Obama: "Wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld"

Goldberg fragt Obama im Laufe des Interviews, was dieser glaube, warum Donald Trump so erfolgreich werden konnte. Obama vergleicht Trump daraufhin mit Richie Rich, dem Millionärserben des gleichnamigen Films aus dem Jahre 1994, der seit Wort nie hielt und keinerlei Interesse daran zeigte, Verantwortung zu übernehmen. Obama meint, es hätte eine Entwicklung des klassischen Bildes des Mannes, von jemandem, der die schwachen beschützt, zu jemandem, der einfach zeigt was er hat und kann gegeben. Diese Entwicklung würde er dem Fernsehen zuschreiben.

"Dann siehst du Lifestyles Of The Rich And Famous, was dir vermittelt, entweder du hast es oder du bist ein Loser. Und Donald Trump verkörpert diese kulturelle Bewegung, die nun tief in der amerikanischen Kultur verankert ist."

("Then you start seeing Lifestyles of the Rich and Famous, that sense that either you’ve got it or you’re a loser. And Donald Trump epitomizes that cultural movement that is deeply ingrained now in American culture.")

Aber nicht nur beim Fernsehen sieht Obama eine Teilschuld für den Aufstieg Trumps. Auch Hiphop und Rapmusik sollen seiner Meinung nach einen großen Teil dazu beigetragen haben. Er sei nicht über den Anstieg von Populismus überrascht gewesen, fände es jedoch interessant, wer geholfen habe, diesen zu verbreiten.

Unter anderem Lil Pump, 50 Cent, Ice Cube und Lil Wayne hatten für die vergangene Kampagne Trumps ihre Hilfe oder Unterstützung angeboten. Obama müsse sich nach eigenen Angaben häufig selbst daran erinnern, wofür Hiphop in den meisten Fällen stehen würde. Der Hang zum Materialismus und das protzende Auftreten vieler Rapper hätten einen klaren Einfluss auf die Gesellschaft. Hiphop würde häufig die gleichen Werte wie Donald Trump vertreten.

"Leute schreiben darüber, dass Trump [in der Präsidentschaftswahl 2020] mehr Unterstützung von Schwarzen Männern gewinnen konnte und über den ein oder anderen Rapper, der ihn unterstützte. Ich muss mich selbst daran erinnern, dass wenn du Rap hörst, geht es nur um Bling, um Frauen, um Geld. Viele Rap-Videos propagieren dieselben Werte wie Donald Trump darüber, was es heißt, berühmt zu sein. Alles ist aus Gold. Das festigt sich und sickert in die Kultur durch."

("People are writing about the fact that Trump increased his support among Black men [in the 2020 presidential election], and the occasional rapper who supported Trump. I have to remind myself that if you listen to rap music, it’s all about the bling, the women, the money. A lot of rap videos are using the same measures of what it means to be successful as Donald Trump is. Everything is gold-plated. That insinuates itself and seeps into the culture.")

Barack Obama & Hiphop

Eigentlich hat der ehemalige US-Präsident eine große Liebe für Hiphop und machte diese auch immer wieder öffentlich bekannt. So erklärte er erst letztes Jahr unter anderem "The London" von Young Thug, J. Cole und Travis Scott sowie "Suge" von DaBaby zu seinen Lieblingssongs 2019.

Zu seinem neuen Buch "The Promised Land" veröffentlichte Obama eine zugehörige Playlist. Auch in dieser sind Hiphop-Stars wie Jay-Z, Eminem oder Beyoncé zu finden.

Es scheint also eher so, als würde sich Obamas Kritik an Hiphop vor allem an die neue Generation an Rappern richten. Dieser wird schließlich häufig vorgeworfen, den ursprünglichen Zweck der "Message" von Hiphop nicht mehr zu erfüllen.


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