Betrugsvorwürfe gegen Death Row: Klage gegen Snoop Dogg & Suge Knight eingereicht

Snoop Dogg und Suge Knight könnten sich wohl bald im Gerichtssaal wieder treffen. Jedoch nicht wegen aktuellen Feindseligkeiten zwischen ihnen, sondern weil sie gemeinsam angeklagt werden. Wie Allhiphop.com berichtet, verklagt eine Frau derzeit Snoop Dogg, Suge Knight und mehr wegen einer angeblich unterschlagenen Zahlung im dreistelligen Millionenbereich.

Suge Knight soll Lydia Harris um 107 Millionen Dollar betrogen haben

Lydia Harris, die Ex-Frau von Death Row-Mitbegründer Michael "Harry-O" Harris, bezichtigt das Label, Interscope Records und Jimmy Iovine, eine Zahlung von 107 Millionen Dollar an sie unterschlagen zu haben. Harris sieht sich als Mitbegründerin und erste Vizepräsidentin von Death Row Records. Sie und ihr Mann hätten 1989 zum Start von Death Row Records 1,5 Millionen Dollar in das Label investiert – aber nie ihren Anteil des Profits bekommen. Suge Knight soll das Ehepaar Harris um ihre Hälfte betrogen haben.

Der damalige Death Row-CEO wurde nach einer Klage von Harris im Jahr 2005 vom Gericht dazu beordert, Harris die ihr angeblich zustehenden 107 Millionen Dollar zu zahlen. Ein Jahr darauf zog das Gericht Suge Knights Vermögen sogar ein, weil er in der Vergangenheit schon damit aufgefallen sei, sich Urteilen und Gerichtsbeschlüssen zu entziehen.

Zu einer Zahlung ist es aber laut Lydia Harris wohl trotzdem nie gekommen. In der neuen Klage behauptet sie, dass die Beschuldigten um Suge Knight und Co. absichtlich Finanzdokumente unterschlagen, betrügerische Anträge gestellt und strategisch Insolvenz angemeldet hätten. All das soll getan worden sein, um der Zahlung von 107 Millionen Dollar aus dem Weg zu gehen. Harris berichtet von einer "systematischen Täuschung und betrügerischer Telekommunikation" ihr gegenüber. Snoop Dogg hatte damals zwar eigentlich nichts damit zu tun, wird aber in der Klageschrift genannt, weil er der aktuelle Eigentümer von Death Row Records ist.

Harris fordert jetzt nicht nur ihre Hälfte der Death Row-Profite zurück, sondern eine Schadensersatzzahlung in unbekannter Höhe.

Du kannst dir Hiphop.de-Artikel nun bevorzugt in der Google-Suche anzeigen lassen.

Jetzt aktivieren

Hiphop.de auf Spotify