"Beihilfe zum Mord": Ermittlung gegen 18 Karat offenbar eingestellt

Gegen 18 Karat wurde offenbar wegen Beihilfe zum Mord ermittelt. Auf Instagram teilt der Rapper ein gemeinsames Foto mit seinem Anwalt Dr. Patrick Gau und den Hashtags #eingestellt sowie #bettercallgau, in Anlehnung an das "Breaking Bad"-Spinoff "Better Call Saul". Im gleichen Beitrag zeigt der Banger-Musiker ein Schreiben der Dortmunder Staatsanwaltschaft, nach dem ein Ermittlungsverfahren gegen ihn mit dem Tatvorwurf Mord eingestellt wurde.

"Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt, das Ermittlungsverfahren gegen ihren Mandanten habe ich gemäß § 170 Abs. 2 der Strafprozessordnung eingestellt."

Der zweite Absatz dieses Paragraphen wird wirksam, wenn die Ermittlungen nicht genügenden Anlass zur Erhebung einer öffentlichen Klage bieten. In diesem Fall ist das Verfahren einzustellen, was nun offenbar bei 18 Karat eingetreten ist.

"Keine Anklage, kein Urteil, kein Gefängnis"

Dessen Verteidiger Dr. Gau wird auf seinem Instagram-Account etwas deutlicher. Er spricht von einer "falsche[n] Anschuldigung wegen Beihilfe zum Mord", die nun eingestellt worden sei und freut sich über das Ergebnis: "Keine Anklage, kein Urteil, kein Gefängnis".

Worum geht es? Ob es sich dabei um die gleichen Ermittlungen handelt, durch die 18 Karat bereits im November 2019 in die Schlagzeilen geraten ist, bleibt für den Moment unklar. Damals haben SEK-Teams fünf Wohnungen und einen Geschäftsraum durchsucht. Hintergrund des Einsatzes ist der Angriff auf einen Friseursalon im Juni 2019 gewesen, bei dem der Besitzer einen Durchschuss im Oberschenkel erlitten hat.

18 Karat in Dortmund festgenommen

Wie die Bild berichtet, wurde 18 Karat heute Morgen in Dortmund festgenommen. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei hat mehrere Wohnungen und einen ...

In ihren Posts auf Insta, die pünktlich zum Release der neuen Single "Smoke Weed Everyday" online gegangen sind, betonen sowohl der Anwalt als auch der Rapper ihre Freundschaft. Dr. Gau ist unter anderem im Musikvideo zu "Gelb" (Minute 2:03) zu sehen, wenn 18 Karat folgende Zeile rappt: "Keine Geschäfte am Telefon / Anwälte, die mich aus Zellen hol'n" – oder ihn erst gar nicht dort rein lassen.

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Pop Smoke: 15-Jähriger soll ihn wegen Rolex erschossen haben

Pop Smoke: 15-Jähriger soll ihn wegen Rolex erschossen haben

Von Renée Diehl am 11.05.2021 - 14:54

Während einer ersten Voranhörung im Falle der Ermordung von Pop Smoke (diesen Artist auf Apple Music streamen) kamen erste grausame Details des Mordes ans Licht. Nun sind weitere Einzelheiten aufgetaucht, die sich als nicht weniger erschreckend herausstellen. Pop Smoke soll nämlich im Kampf um seine diamantbesetzte Rolex von einem gerade mal 15-Jährigen erschossen worden sein.

Raubüberfall an Pop Smoke endet in tragischem Mord

Das Ganze geht aus der Anhörung der mit dem Fall betrauten Polizeivertretern hervor. Der LAPD-Detective Carlos Camacho stellte im Zuge dessen die Ergebnisse seiner bisherigen Ermittlungen zu der Tat vor. Unter anderem wurden dafür Zellengespräche der Verdächtigen im Mordfall aufgezeichnet, bei denen ein 15-Jähriger die Tat zugegeben haben soll. Laut des Detectives berichtete der Jugendliche seinem Zellengenossen, er sei mit dem Rapper wegen dessen diamantbesetzter Rolex in eine Konfrontation geraten und habe ihm dabei dreimal mit einer Baretta in den Rücken geschossen. Eigentlich seien die Tatverdächtigen in Pop Smokes Air B’n’B Villa eingebrochen, um seine Cuban Link Chain zu stehlen. Gegangen seien sie nach dem Mord dann aber nur mit der Rolex, die später für nicht mehr als 2000 Dollar weiterverkauft wurde. 

Pop Smokes Mutter in tiefer Trauer nach der Anhörung

Pop Smokes Mutter Audrey Jackson war bei der Anhörung zugegen und sichtlich gerührt ob der schockierenden Details im Falle der Ermordung ihres damals erst 20-jährigen Sohnes. Im Gespräch mit der New York Daily News sagt sie: 

"Ich wusste nichts davon. Es ist mir alles neu. Ich wusste nur, dass mein Junge weg ist. Jetzt fühlt es sich wirklich so an, als würde er nicht zurückkommen. Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe, hier herzukommen. Ich dachte wohl, etwas würde passieren, das mir helfen würde, mich anders zu fühlen. Aber zu hören, dass sie ihn getreten haben, als er unten war. Es ist so respektlos und unehrenhaft. Darin lag keine Ehre."

Weiterhin bemerkt sie die Ironie, die in der Tat liegt: Ihr Sohn habe nämlich für genau die Art von Kids Musik gemacht, die ihn nun auf dem Gewissen hätten. Daher fordert sie ausreichende Konsequenzen für die Ermordung ihres Sohnes. 


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