Beef, Politik und Awards: So liefen die MTV VMAs für Hiphop

Die Verantwortlichen von MTV haben heute Nacht in L.A. zum 32. Mal die MTV Video Music Awards unter die Leute gebracht. Rapper/innen konnten sich insgesamt über 8 Auszeichnungen in den 17 Kategorien freuen.

Das leicht sexuelle Video zu Anaconda von Nicki Minaj gewann in der eigenen Hiphop-Kategorie, Newcomer Fetty Wap wurde als "Artist to Watch" ausgezeichnet und Kanye West bekam mit 38 Jahren den Preis für sein Lebenswerk und kündigte nebenbei an, als Präsident kandidieren zu wollen.

Kendrick Lamar gewann den Moonman dreimal als Feature-Gast ("Video of the Year" und "Best Collaboration" für Taylor Swifts Bad Blood,  "Best Cinematography" für Flying Lotus' Never Catch Me) und einmal mit einem eigenen Video (beste Regie für Colin Tiley und die Little Homies bei Alright). Snoop Doggs Video zu So Many Pros ("Best Art Direction") und der Preis für das beste Video mit einer sozialen Botschaft für Big Sean mit One Man Can Change The World machen die Rap-Liste komplett.

Obendrauf gab es Performances von A$AP Rocky, Nicki Minaj und Macklemore & Ryan Lewis gemeinsam mit Legenden wie Melle Mel, Kool Moe Dee und Grandmaster Caz. Richtig rund wurde die Sache dann aber erst durch einen Anflug von Beef zwischen der diesjährigen Moderatorin Miley Cyrus und Nicki Minaj...

Alle Gewinner und Nominierten im Überblick findest du hier. Alle Performances und weitere Videos des Abends gibt's auf MTV.com.

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Kommentare

wo ist da jetzt der Politik part? Etwa der big sean song haha?

ich denke ma, der politik-part war kanye mit seiner ankündigung 2020 als präsident kandidieren zuwollen XD da bin ich aber gespannt

und nächstes werden die vma's von nicky oder drake gehostet XD alles so offensichtlich

Kim K guckt immer so als wäre sie die Ausländische Freundin von Kanye die kein Wort versteht.

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Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Machine Gun Kelly macht Eminem-Beef für schlechte Albumverkäufe verantwortlich

Von Michael Rubach am 30.11.2020 - 20:52

Machine Gun Kelly musste für sich feststellen, dass viel Aufmerksamkeit nicht immer zu stabilen Verkaufszahlen führt. In einem kürzlich erschienenen Interview mit Schauspieler Dave Franco spinnt der Boyfriend von Megan Fox eine Theorie Rund um den Beef mit Eminem. Dass zu jener Zeit alle Augen auf den "Rap Devil" gerichtet waren, spiegelte sich nämlich nicht in den Charts wider.

Machine Gun Kelly fühlte sich nach Eminem-Beef "ausgezählt"

Im Spätommer 2018 droppte Machine Gun Kelly den Eminem-Disstrack "Rap Devil", nachdem er auf dessen Album "Kamikaze" ein paar Zeilen abbekommen hatte. Eminems Antwort "Killshot" folgte kurze Zeit später. Im Nachgang des öffentlich viel diskutierten Beefs ließ MGK erst eine mäßig laufende EP und anschließend sein Album "Hotel Diablo" folgen.

Darauf knüpft er auf dem Track "Floor 13" auch direkt mit einer Line an das Battle an. Doch von der langwierigen Auseinandersetzung konnte er mit Blick auf die Zahlen nicht profitieren. In der ersten Woche sprang bei knapp 40.000 verkauften Einheiten am Ende Rang #5 heraus. Seine drei vorigen Alben gingen jeweils Gold.

Dave Franco erkundigt sich nun, ob es bei MGK mal Momente gab, in denen er aufgeben wollte, weil er sich mit seiner Musik nicht verstanden gefühlt habe. In seiner Antwort spricht er die Reaktionen auf "Hotel Diablo" nach dem Eminem-Beef an. Er macht klar, wie stolz er auf die Platte ist und erklärt, dass den Leuten die Qualität des Albums bei der Beurteilung total egal gewesen sei. Es wäre aus Prinzip gehatet worden.

"Ja. [Das Album von 2019] 'Hotel Diablo' ist das für mich, weil es das erste Mal war, dass ich mein wahres Selbst ohne äußeren Einfluss vom Label zum Ausdruck bringen konnte. Als Hiphop-Album ist es von vorne bis hinten makellos und deutet die Entwicklung an, wie ich zu einem Pop-Punk-Album gekommen bin. Aber es kam zum Abschluss dieses berüchtigten Beefs [mit Eminem]. Also wollte niemand, sich damit beschäftigen. Es ist so, als ob du einen beschissenen Film machst und gleich danach einen großartigen Film herausbringst, aber die Leute möchten sich darauf konzentrieren, dass sie alles hassen, was du gerade getan hast. Was ich in dem Beef gemacht habe, war genau das, was es sein sollte, aber das folgende Projekt wurde nicht willkommen geheißen.

("Yes. [The 2019 album] 'Hotel Diablo' is that for me, because that was the first time I really expressed my true self with no outside influence, meaning the label. As a hip-hop album, it’s flawless front to back, and also a hint at the evolution of how I went into a pop-punk album. But it was coming off the tail-end of that infamous beef [with Eminem]. So no one wanted to give it the time of day. It’s like if you make a shitty movie and then you come out with a great movie right after, but people want to focus on the fact that they hated whatever you just did. What I did in the beef was exactly what it should be, but that project wasn’t welcomed.")

2020 läuft es hingegen bei Machine Gun Kelly: Seine diesjährige Pop-Punk-Platte war ein durchschlagender Erfolg. Von "Tickets To My Downfall" konnten über 100.000 Einheiten in der ersten Woche abgesetzt werden. Sein fünftes Album bezeichnet er selbst als "sein größtes Debüt". Es stieg erstmalig direkt auf der #1 ein. Für den Karrierekick macht Machine Gun Kelly seine Einstellung und die Umstände verantwortlich.

"Das nächste Album kam aus dem Gefühl heraus, bereits ausgezählt zu sein, also war es mir egal, was die Öffentlichkeit denken würde. Deshalb war das Projekt ironischerweise das, was am besten aufgenommen wurde, weil es das müheloseste mit dem geringsten Einfluss von außen war."

("The next album came from already feeling like I’d counted out, so I didn’t even care what the public was going to think. That’s why the project was ironically my best received one, because it was the most effortless, with the least outside influence.")

Hier kannst du in "Tickets To My Downfall" reinhören:


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