Neuer Banksy in Corona-Hotspot entdeckt

Banksy befeuert weiter seinen Mythos und hat ein neues Werk im britischen Nottingham hinterlassen. Der anonyme Star der Kunstszene hat das Bild eines spielenden Mädchens selbst auf seinem Instagram-Account gepostet, was seine Urheberschaft nahezu bestätigen dürfte.

Corona in England: Ein Banksy gegen die Krisenstimmung

Banksys neuester Streich funktioniert nur in Wechselwirkung mit der unmittelbaren Umgebung. Dort steht nämlich ein ziemlich geschrottetes Fahrrad, dem zugleich das Hinterrad fehlt. Auf einer Wand dahinter ist die Abbildung eines Mädchens zu sehen, das einen Fahrradreifen um die Hüften kreisen lässt. Größere Sozialkritik scheint sich nicht hinter dem Werk zu verbergen. Vielmehr wirkt es wie ein lockerer Joke.

Laut Spiegel wurde das Bild direkt mit "durchsichtigen Plastikscheiben geschützt", um es vor äußeren Einflüssen zu bewahren. Anwohner sollen den künstlerischen Gruß von Banksy als aufmunternd empfunden haben. Großbritannien ist weiterhin enorm von der Corona-Pandemie betroffen. Nottingham gilt dahingehend als einer der Hotspots in England.

Was Kommentare zu Covid-19 angeht, zeigt sich Banksy nicht zum ersten Mal aktiv. Mit einem Video warb er für das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr.

Banksy wirbt mit neuem Werk fürs Maskentragen

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Banksy sponsert Sea-Watch ein Schiff zur Seenotrettung

Banksy sponsert Sea-Watch ein Schiff zur Seenotrettung

Von Michael Rubach am 28.08.2020 - 12:11

Streetart-Ikone Banksy hat der Seenotrettungs-Initiative Sea-Watch die finanziellen Mittel zum Kauf eines neuen Schiffs beschert. Die Louise Michel befindet sich bereits im Einsatz und wurde offenkundig von dem britischen Künstler nicht nur gesponsert, sondern auch bemalt.

Banksy unterstützt zivile Seenotrettung

Die englische Zeitung The Guardian hat genauer über die besondere Spende des Künstlers berichtet. Via E-Mail habe sich Banksy im September 2019 mit der Kapitänin Pia Klemp in Verbindung gesetzt. In einer dem Guardian vorliegenden Nachricht bringt er seinen Respekt für die Arbeit von Sea-Watch zum Ausdruck und verdeutlicht, dass er die Einnahmen aus seinem künstlerischen Engagement in Bezug auf die weltweiten Fluchtbewegungen nicht für sich behalten könne. Also wirft er einen Vorschlag in den Raum:

"Könntest du es gebrauchen, um ein neues Boot oder so zu kaufen? Bitte lass es mich wissen. Super Arbeit. Banksy."

("Could you use it to buy a new boat or something? Please let me know. Well done. Banksy.")

Die daraufhin gekaufte Motoryacht soll laut der Zeitung früher dem französischen Zoll gehört haben. Das Schiff sei zwar kleiner, aber dafür schneller als übliche Rettungsschiffe der zivilen Seenotrettungsorganisationen. Wie Sea-Watch auf Twitter schreibt, war das Banksy-Boot schon an Aktionen im Mittelmeer beteiligt und hat dort Einsätze abgesichert. 89 Menschenleben seien so gerettet worden.

Was die Louise Michel weiterhin von anderen NGO-Schiffen unterscheidet, ist ebenfalls mit dem bloßen Auge gut erkennbar. Banksy hat sich offenbar künstlerisch ausgetobt. So ist auf Fotos ein Mädchen mit einem herzförmigen Rettungsring zu sehen. Darüber hinaus wurden weite Teile des Schiffs pink bemalt. Wer die Mission von Sea-Watch und im Speziellen der Louise Michel unterstützten möchte, kann hier spenden.

Banksys Arbeiten beschäftigen sich permanent mit gesellschaftlichen Problemen und Schieflagen. Der anonyme Künstler legt mit seinen Werken und Aktionen immer wieder aufs Neue den Finger in die Wunde. Der U-Bahn in London stattete er kürzlich einen Besuch ab, um für das Tragen einer Maske im öffentlichen Nahverkehr zu werben.

Banksy wirbt mit neuem Werk fürs Maskentragen

Streetart-Star Banksy hat die U-Bahn in London besucht und einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eventuell sogar der Künstler selbst hat das Innere eines Waggons mit Bildern von Ratten verziert. Warum? Weil er darauf aufmerksam machen will, dass wir weiterhin inmitten einer Pandemie stecken, die uns gegenseitige Rücksicht abverlangt.


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