Azad über die Lieblingsrapper seiner Jugend

Heute ist Chef Toxik zu Gast in Frankfurt bei dem einzig wahren Azad. Der Interviewmarathon zum bevorstehenden Release Leben II hat begonnen.

Anlässlich dieses Treffens haben wir das letzte Toxik trifft mit Azad herausgekramt, das heute wie damals 2011 noch absolut on point ist! Unter anderem spricht Azad im zweiten Teil des Interviews über die Rapper, die ihn während seiner Jugendzeit maßgeblich geprägt haben.

Ganz oben steht Rakim, der für Azad "der Urvater des technischen Rap" ist. Auf dem mittlerweile fast sieben Jahre alten Azad-Album Assassin konnte der Frankfurter sich sogar Rakim als Gast sichern.

Auch sehr wichtig seien Kool G Rap, Big Daddy Kane, Nas und Big Pun gewesen – allesamt damalige New Yorker Zeitgenossen von Rakim. Lyrisch betrachtet bezeichnet Azad diese Truppe als "die Könige des Rap"

Musikalisch wäre das zweite Public Enemy-Album It Takes A Nation Of Millions To Hold Us Back ein großer Einfluss auf Azads späteren Sound gewesen. Die Energie der Produktionen von Hank Shocklee und der Bomb Squad seien ein wichtiger Grund für die Herangehensweise von Azad.

"Das hat sich dann alles vermischt zum Azad-Stil, energetische Musik mit technischem Rap", so die Straßenraplegende.

Zieh dir hier das gesamte Toxik trifft rein (eingebunden ist Teil 1, den Rest findest du auf YouTube), das nach wie vor zeitlos ist und eine Menge interessanter Informationen über die Anfangsjahre von Azad bietet...

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Kommentare

Ich finde ihn so schlecht,keine Ahnung wie man den feiern kann. Gibt locker 10-20 bessere Rapper zurzeit. Seine Stimme,Flow,Texte und Beats auch nach 5 Jahren schlecht.

Ab und zu waren damals mal ein paar gute Tracks dabei aber eher Ausnahme

"auch nach 5 Jahren schlecht."
ahahah, alles klar.

Azad ist einfach ein guter und stabiler Rapper der ein hohes Maß an Technik an den Tag legt. Sei es auch Gefühl, Aussage oder einfach nur "In-Die-Fresse-Sound", - Azad vereint in sich viele facetten. Jeder, der was anderes behauptet, hat einfach keine Ahnung von Musik.

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Rap-Pionier Jimmy Spicer verstorben: Sein Einfluss in 5 Songs

Rap-Pionier Jimmy Spicer verstorben: Sein Einfluss in 5 Songs

Von Jesse Schumacher am 01.10.2019 - 18:35

Hiphop-Ikone James Bromley Spicer ist am Freitag in einem Krankenhaus in New York im Alter von 61 Jahren verstorben. Wie die New York Times berichtet, sagt seine Tochter, dass sein Lungenkrebs und ein Hirntumor die Todesursachen waren. Der MC mit dem Künstlernamen Jimmy Spicer ist ein Hiphop-Urgestein und gilt als ein einflussreicher Gestalter des in den frühen 80ern noch sehr jungen Rap Games.

Als Spicer 1980 seine Debüt-Single "Adventure Of Super Rhyme (Rap)" veröffentlichte, war ihm vermutlich noch nicht klar, was für einen Einfluss der Song haben würde. Das 15-minütige (!) Lied wird von vielen als erster Storytelling-Track seiner Art angesehen. Außerdem behauptet LL Cool J, seines Zeichens selbst ein einflussreicher MC, wegen Spicer mit dem Rappen begonnen zu haben.

Zu den wichtigsten Songs des New Yorkers zählen neben "Adventures Of Super Rhyme" auch "The Bubble Bunch" und der Song, dessen Titel "Money (Dollar Bill Y'all)" bereits Assoziationen bei vielen Lesern wecken dürfte.  

Nicht nur dieser Track brannte sich in die Köpfe bekannter Rapper und Produzenten ein. Wer genau hinhört, findet viele Song-Schnipsel von Jimmy Spicer als Sample in Tracks von Acts wie dem Wu-Tang Clan, Kanye West, Busta Rhymes, den Beastie Boys, Warren G oder The D.O.C.

Wu-Tang, N.W.A, Kanye West: Jimmy Spicers Einfluss in 5 Beispielen

Im Track "Eyes Closed" von Kanye West mit Snoop Dogg und John Legend ist das dominierende Sample aus "Money (Dollar Bill Y’all)" aus 1982 zu hören. Der originale Beat ist deutlich schneller, trotzdem ist auf Kanyes Song die Synthesizer-Melodie deutlich herauszuhören.

Auch das bekannte Voice-Sample ("Dollar Dollar Bill Y’all") auf Wu-Tangs "C.R.E.A.M." entspringt aus dem gleichen Track von Jimmy Spicer.

Busta Rhymes hat sich ebenfalls einen Spicer-Song geschnappt und als Sample in seinem Beat verbaut. Der originale Track heißt "The Bubble Bunch", stammt aus 1982 und wurde von Russell Simmons produziert. Der Def Jam-Gründer nahm Spicer als einen der ersten Artists in seinem Management-Unternehmen Rush Productions auf.

Eine weitere bekannte Single von Spicer findet sich im N.W.A-Track "Approach To Danger" von 1991 wieder. Ungefähr bei der 2-Minuten-Marke hört man die titelgebende Phrase aus Spicers Song "This Is It". 

In ihrem Storyteller über "Poor Georgie" hat außerdem MC Lyte den Beat von "The Bubble Bunch" aufgegriffen. Im Song hört ihr ab etwa 2:20 Minuten das elektronische Klimpern auf dem Track von Spicer.

Nicht nur die gelisteten Songs zeigen den großen Einfluss von Jimmy Spicer. Der Rapper war seit der Geburtsstunde von Hiphop am Start und prägte seine ersten Entwicklungen intensiv.

Er hinterlässt eine Frau, vier Töchter, einen Sohn und fünf Großkinder. RIP.


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