Jay-Z & Meek Mill wollen die Super-Bowl-Performance von Travis Scott verhindern

Eines der größten Sportevents auf dem Globus ist der Super Bowl. Wer beim Finale der American-Football-Profiliga (NFL) auftreten darf, der gehört zu den Stars dieser Welt. Bis zu 150 Millionen Menschen schauen sich das Duell der beiden besten Teams der Saison jedes Jahr an.

Die Halbzeit-Performance ist ein fester Bestandteil der pompösen Football-Show. Im Februar 2019 soll die Band Maroon 5 die Pause füllen. Inzwischen ist auch bekannt, welcher Act wohl ebenso performen wird. Laut Medienberichten handelt es sich um Travis Scott. Jay-Z und Meek Mill sind mit dieser Entscheidung scheinbar überhaupt nicht einverstanden.

Was Jay-Z gegen den Auftritt hat

Wie das Branchenblatt Variety schreibt, plant Jay-Z seinem Kollegen die Performance auszureden. Hova steht der NFL äußert kritisch gegenüber. Speziell der Umgang mit Colin Kaepernick missfällt Jay-Z. Zur Erinnerung: Colin Kaepernick ist der Spieler, der sich bei der amerikanischen Nationalhymne nicht erhob, sondern niederkniete.

Mit dieser Haltung wollte der damalige Quarterback der San Francisco 49ers gegen Rassismus und Polizeigewalt demonstrieren. Er wurde schnell zur Symbolfigur des Widerstands gegen die Politik des aktuellen US-Präsidenten und ultranationalen Kräften. Den Wert der Marke Colin Kaepernick machte sich auch schon Sportartikelhersteller Nike zu Nutze und startete eine vielbeachtete Werbekampagne.

Zu seinem eigentlichen Beruf als Footballspieler konnte Kaepernick aber bis heute nicht zurückkehren. Die amerikanische Profiliga hat ihn mehr oder minder ausFgeschlossen. Jay-Z möchte offenbar verhindern, dass ein Künstler wie Travis Scott sich nun von der NFL einspannen lässt.

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Was Meek Mill zu sagen hat

Meek Mill feierte kürzlich mit seinem Album "Championships" ein fulminantes Comeback. Nach seiner Zeit im Gefängnis bezieht er auch immer öfter politisch Stellung. In einer Reihe von Tweets hinterfragte er offen den vermeintlichen Move von Travis.

Meek Mill on Twitter

For what???? https://t.co/oTZ4PsDqcD

Aus Meek Mills Sicht braucht La Flame die Bühne des Super Bowls überhaupt nicht. Travis Scott sei gegenwärtig dermaßen "on fire", dass der Super Bowl mehr von ihm profitieren würde als umgekehrt. Meek Mill wünscht sich, dass Travis der sicherlich üppigen Gage und der Aussicht auf hunderte Millionen Zuschauer widerstehen kann. Er möchte seinen Ratschlag außerdem ausdrücklich nicht als Diss verstanden wissen.

Die Suche nach geeigneten Acts an der Seite von Maroon 5 zieht sich schon eine Weile. Rihanna hatte eine Teilnahme abgelehnt. Auch sie gilt als Unterstützerin von Colin Kaepernick und hat sich wohl aus Solidarität gegen ein Engagement bei der Show ausgesprochen. Eine offizielle Bestätigung für den Auftritt von Travis Scott steht indes noch aus.

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Nimo will Partei gründen

Nimo will Partei gründen

Von Michael Rubach am 22.02.2021 - 20:13

Nach einem langen Talk bei Clubhouse haben Nimo und seine Mitstreiter*innen den Entschluss gefasst, einen besonderen Weg im Kampf gegen Rassismus und Mobbing einzuschlagen. So sei der Plan entwickelt worden, eine Partei an den Start zu bringen. Diese soll sich für Menschenrechte und Gerechtigkeit einsetzen.

Nimo: "Wir werden diese Partei gründen"

In einem Live-Stream auf Instagram informierte Nimo die Fans, die nicht bei Clubhouse dabei waren, über sein Vorhaben. Bevor er auf seine Idee einging, sprach er noch ganz allgemein darüber, was jeder Mensch persönlich dafür tun kann, Rassismus sowie Diskriminierung und Mobbing entgegenzuwirken. So gelte es, gesamtgesellschaftlich "Vorurteile zu stoppen". Diese würden bereits im Kindesalter vermittelt und seien der Ausgangspunkt für späteres menschenverachtendes Verhalten.

"Wir haben uns geeinigt, eine Partei zu gründen und haben jetzt schon eine aktive WhatsApp-Gruppe, in der wir uns austauschen und in der wir planen und in der wir organisieren. [...] Wir werden diese Partei gründen. Wir sind alle fest entschlossen, etwas zu machen, etwas zu bewegen. Für uns. Für die Generation jetzt und für die Generation, die nach uns kommt."

Updates zu der Parteigründung soll es fortan regelmäßig bei Talks auf Clubhouse geben. Größere politische Ambitionen verfolgt Nimo mit dem Projekt offenbar nicht. Alle seien jedoch herzlich eingeladen, ihn bei dieser Mission zu unterstützen.

"Ich bin fest davon überzeugt, dass wir etwas in diesem Land ändern können. Wenn wir sagen Partei: Wir wollen nicht in die Politik gehen und uns in politische Sachen einmischen. Wir möchten einfach nur für Menschenrechte und für Gerechtigkeit kämpfen. Gegen Rassismus. Gegen Mobbing. Einfach nur für die Menschlichkeit. Das, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Dafür setzen wir uns ein."

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung haben es Parteien immer auf Machtgewinn abgesehen, um ihre Ziele durchzusetzen zu können. Da Nimo zunächst klar betont, sich von der politischen Ebene (und wohl auch von Wahlen) fernhalten zu wollen, landen er und seine Anhänger*innen vielleicht am Ende noch bei einer anderen Organisationsform.

Zuletzt organisierte Nimo einen gemeinsamen Videodreh mit Luciano. Hier kannst du den Clip zu "Bad Eyez" sehen:

Nimo ft. Luciano - Bad Eyez [Video]


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