Leute drehen durch wegen Travis Scotts McDonald's Kollabo

Travis Scott wurde vielerorts bereits als der König der Kollaborationen gekürt und kann mit seiner jüngsten McDonalds-Zusammenarbeit großen Erfolg verzeichnen. Fans freuen sich, Travis freut sich und McDonalds auch. Wen die Werbekampagne allerdings negativ trifft, sind die unterbezahlten Mitarbeiter der Fast Food Kette. Diese fallen in den letzten Tagen vermehrt Internet- und TikTok-Challenges sowie den überirdischen Erwartungen der Fans zu Opfer. 

Fans in Amerika drehen durch wegen Travis Scotts McDonald's Kollabo

Es begann alles mit einem Tweet: Zu Beginn der Kooperation hat der offizielle Twitter-Account von McDonalds gepostet, dass Fans bei der Bestellung sagen sollen "Cactus Jack (Einer von Travis Scotts Kosenamen und das Name seines Labels) hat mich geschickt."

Daraus hat sich eine Challenge entwickelt, dessen Ergebnis in zahlreichen viralen Clips auf Instagram, TikTok und Co zu sehen ist. Für die Challenge fährt man zum Drive-In vor, erklärt, dass "Cactus Jack einen geschickt hat" und lässt dann dessen Hit "Sicko Mode" laufen. Schnell gab es diverse Abzweigungen und andere Witze unter Anderem "Ein Kylie Jenners Babydaddy-Menü bitte" oder "Cactus Jack ist in meinen Mund gekommen", die sich die Mitarbeiter zuhauf anhören müssen.

TikTok

TikTok human machine recognition page.

Auch gerne werden Menüs anderer Rapper bestellt, wie das von 2Pac oder Nav. Meist zeigen die Videos verwirrte Angestellte. 

Geklaute Schilder, aggressive Kunden & StockX

Bei einer noch vergleichsweise harmlosen Challenge bleibt es aber nicht. Mit einem Star im Boot steigen wohl auch die Erwartungen der Fans. Das Travis Scott-Menü besteht eigentlich nur aus klassischen Pommes, Sprite und einem Burger mit Bacon – also nichts, was McDonalds nicht schon so angeboten hätte. Das reicht einigen Kunden aber nicht mehr. Um ihren Frust über das schließlich durchschnittliche McDonalds-Essen rauszulassen, schreien sie Mitarbeiter an und belästigen diese. 

Da alles, was nur ungefähr mit dem "Butterfly Effect"-Rapper in Verbindung gebracht werden kann, weggeht wie warme Semmel, sind Fans und Geschäftstüchtige mit Mühen dahinter, die McDonalds-Kollaboration zu ihrem Vorteil zu nutzen. Nicht nur die exklusiven Mitarbeiter T-Shirts werden für viel Geld verkauft, auch die extensive Merch-Kollektion wird auf StockX teuer angeboten.

Travis Scott veröffentlicht Merchandise-Kollaboration mit McDonald's

Travis Scotts eigenes McDonalds-Menü übernimmt den Fastfood-Markt und Meme-Seiten gleichermaßen. Selten polarisierte die Zusammenarbeit eines Künstlers mit einer Marke so sehr wie in diesem Fall. Zusätzlich zum Essen gibt es nun auch eine Merchandise-Kollaboration, die alles abdeckt, was das Fan-Herz begehrt (und noch mehr).

Eingefleischten La Flame-Stans reicht das aber längst nicht – auch Schilder und Werbeplakate werden geklaut.

Travis Scott, König der Kollaborationen

Cactus Jack kann eine lange und vor allem beeindruckende Sammlung an Kollaborationen verzeichnen. Zum einen wäre da natürlich die mit McDonalds, die längst nicht unkritisch ist. Dann natürlich das legendäre Fortnite Konzert, diverse Sneaker oder die Reeses Cornflakes: Der Rapper weiß wohl, seine Reichweite richtig einzusetzen. 

Travis Scott in Fortnite: Der Urknall einer neuen Ära

Travis Scott und Epic Games haben mit ihrem Fortnite-Event alles richtig gemacht: Über 12 Millionen Menschen waren gleichzeitig bei dem Spektakel im Spiel dabei, knapp 28 Millionen einzelne Personen schauten insgesamt zu. Es gab zwar schon andere Events in Fortnite, aber noch keines wie dieses.

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Eminem-Fans müssen am meisten Geld ausgeben, sagt eine Studie

Eminem-Fans müssen am meisten Geld ausgeben, sagt eine Studie

Von Michael Rubach am 23.08.2021 - 21:40

Wer sich als Fan versteht, greift mitunter tief in die Tasche. Bei welchen Artists die Hingabe besonders viel kostet, hat money.co.uk untersucht. Dabei wurden die 65 kommerziell erfolgreichsten Musik-Artists des letzten Jahrzehnts einbezogen und ein Ranking erstellt. Ergebnis: Eminem-Fans müssen für ihren Support am meisten Geld berappen.

Kosten eines Superfans: Nur Rapper in den Top 5

Für den Kostenvergleich hat die Studie ein Superfan Starter Package entworfen. Dieses besteht aus: dem durchschnittlichen Preis eines Album-Downloads auf iTunes, dem Durchschnittspreis der fünf günstigsten Merchandise-Artikel, dem Preis eines durchschnittlichen Konzerttickets auf SeatGeek.com, den Kosten für einen handsignierten Artikel auf eBay und (falls vorhanden) den Preis für das günstigste Album des jeweiligen Artists auf Vinyl.

Die Top 5 besteht ausschließlich aus Rappern. Wenn man als Fan von Eminem (jetzt auf Apple Music streamen) so richtig durchstarten will, müssen demnach fast 3.000 US-Dollar auf den Tisch gelegt werden. Auf dem zweiten Platz steht Travis Scott (circa 2.200 US-Dollar). Rang drei belegt Drake, für dessen Starter Package man um die 1.500 US-Dollar in die Hand nehmen muss. Auf den weiteren Plätzen folgen Kendrick Lamar, Kanye West und Jay-Z. Hier die Top 10 in der Übersicht:

  • 1.    Eminem - $2.966,66
    2.    Travis Scott - $2.244,39
    3.    Drake - $1.543,42
    4.    Kanye West - $1.395,56
    5.    Kendrick Lamar - $1.231,31
    6.    Jay-Z - $1.022,53
    7.    Olivia Rodrigo - $906,31
    8.    Justin Bieber - $857,39
    9.    BTS  - $791,62
    10.  P!nk - $762,45

Am günstigsten kommt man übrigens als Fan von Flo Rida weg. Ein Superfan Starter Package lässt sich für knapp 160 US-Dollar zusammenstellen.

Welche Rapper 2020 am meisten eingenommen haben, kannst du hier checken:

Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten


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