Vor Jahren sorgte Kianush mit einem Interview bei Leon Lovelock für zahllose Memes, nachdem er unter anderem angezweifelt hatte, dass die Erde wirklich rund sei. (Eine These von der er sich über die Jahre bereits mehrfach diszanziert hat.) Inzwischen ist die damalige Aussage, dass er "mies recherchiert" hätte, trotzdem fester Bestandteil seines Contents. Für sein neuestes Projekt - das muss man einfach so anerkennen - weichen Theorien dem Tatendrang und der LiP-Rapper wählt einen wissenschaftlichen Ansatz, um der Frage nach der Erdkrümmung auf den Grund zu gehen.
Kianush lässt Wetterballon in die Stratosphäre aufsteigen
In einem rund einstündigen Video, das auf seinem YouTube-Kanal erschienen ist, zeigt Kianush, wie er gemeinsam mit einigen Kollegen einen eigenen Wetterballon baut und aufsteigen lässt. Das erklärte Ziel: Die Frage beantworten, ob man die Erdkrümmung mit bloßem Auge erkennen kann. Dafür wollen sich der 38-Jährige und sein Team im Vorhinein zahlreiche Genehmigungen eingeholt und den bürokratischen Aufwand auf sich genommen haben.
Den Wetterballon für das "Projekt Halo", der liebevoll "Wolkenbrecher" getauft wird, bauen sie aus einer Styroporbox, mehreren Kameras, einem Datenlogger und einem GPS-Sender selber zusammen. Das Ganze wird am Ende mit mehreren Litern Helium gen Himmel steigen gelassen. Die Kosten belaufen sich dabei laut Kianush auf mehr als 2.000 Euro.
Schlussendlich kommt das Gerät in der Nähe von Minden runter, nachdem der Ballon bei einer gewissen Höhe geplatzt war. Insgesamt, so zeigt die Auswertung es später, ist der "Wolkenbrecher" auf etwas mehr als 23 Kilometer angestiegen bei einer minimalen Außentemperatur von -43,2 Grad Celsius. Die GoPros haben den Bedingungen allerdings trotzen können und so gibt es in der Tat sehr schönes Material aus der Stratosphäre.
Während Kianush meint, die Krümmung der Erde auch auf dieser Höhe nicht erkennen zu können, sieht es, bei angepassten Lichtverhältnissen schon so aus, als wäre der Horizont keine gerade Linie.
Ich bin gerade noch einmal das Ganze durchgegangen und mir ist ein Frame aufgefallen. Ich glaube, Kianush hat etwas bewiesen, was ihm selbst nicht gefallen wird. 😅
— Arthur Spooner (@ArthurSp0oner) November 30, 2025
Wenn man das gestreute Sonnenlicht runter retuschiert, erkennt man etwas...🌍 https://t.co/udttKDZUV9 pic.twitter.com/DFG2CKvHjE
Dazu sei gesagt, dass die Aussagekraft des Experiments ohnehin zumindest eingeschränkt ist. Kianush scheint für die Aufnahmen auf WOLFANG GA100 Action Cams zu setzen, die mit einem 170-Grad-Weitwinkelobjektiv ausgestattet sind. Das sorgt automatisch für eine kleine Verzerrung der finalen Bilder, die nur sehr schwer zu korrigieren ist.
Das ganze Video könnt ihr euch hier anschauen: