Diddy an Tupacs Tod beteiligt? Eminem disst auf "Killshot" ohne Rücksicht auf Verluste

Obwohl Machine Gun Kelly die meisten Fronts auf Eminems "Killshot" abbekommen hat, ging auch P. Diddy nicht ohne aus. Der Bad Boy Records-Gründer musste sich unter anderem von Eminem anhören, an Tupacs Tod beteiligt gewesen zu sein.

Gestern hat Eminem endlich seinen lang ersehnten Disstrack gegen Machine Gun Kelly veröffentlicht. Die Resonanz auf "Killshot" ist fast durchweg positiv. Lyrische Dichte trifft auf einiges an Material, das genauer unter die Lupe genommen werden muss. Dazu gehört auch der unerwartete Seitenhieb an MGKs Chef Diddy. Auf seinem Disstrack rappt Eminem in der Mitte des Tracks, dass Kelly erst dann einen Hit landen würde, wenn Diddy zugibt, dass er an Tupacs Tod beteiligt ist:

"But, Kells, the day you put out a hit's the day Diddy admits / That he put the hit out that got Pac killed, ah!"

Nicht nur seit dieser Line wird das Internet von Memes überflutet, Gerüchte verbreitet und Karrieren für beendet erklärt. Mittlerweile ist zwar klar, dass der alte Slim Shady zurück ist. Allerdings macht sich der "8 Mile"-Star auch viele neue Feinde und entfacht eine Diskussion nach der anderen.

Kobe Bryant on Twitter

Diddy trying to explain his side of the story after hearing #KillShot https://t.co/3Mge0RWxgg

Joseph Coleman on Twitter

KILLSHOT Eminem: "The day you put out a hit is the day Diddy will admit he put out the hit that got PAC killed" Diddy: https://t.co/lKWIqFj8az

The King on Twitter

dre trying to silence the diddy/pac line #KILLSHOT https://t.co/GRuOud0E3q

Diddy wird seit dem Tod von Tupac 1996 regelmäßig dafür verantwortlich gemacht. Obwohl die Ermordung von 2Pac weiterhin ein ungeklärter Fall bleibt, gehört der Hiphop-Titan weiterhin zu den Namen, die im Zusammenhang mit dessen Tod immer wieder genannt werden. Daran hat sich bis heute nichts geändert und Eminem prügelt diese Tatsache mit seiner scheinbar beiläufigen Bemerkung wieder ins kollektive Bewusstsein. Trotzdem war der Labelboss nie in Untersuchungshaft oder musste sich gegenüber dem Staat zu dem Thema äußern. Unter anderem zu diesem ungeklärten Todesfall soll in Zukunft sogar ein Film mit Johnny Depp erscheinen. Wann es "City of Lies" zu sehen gibt, ist bisher unklar.

Wer "Kamikaze" aufmerksam gehört oder sich zumindest damit beschäftigt hat, weiß auch, dass Em Joe Budden darauf mehrfach disst. Dieser ist zufällig (oder eben auch nicht) genau wie Machine Gun Kelly bei einem Label gesignt, das fest in Diddys Händen ist. Dass es Zusammenhänge zwischen den lyrischen Nackenklatschern an Diddy und seine Schützlinge gibt, bleibt nicht ausgeschlossen.

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Zum Schluss relativiert Eminem die Line gegen Diddy, indem er im Outro sagt, er würde nur Spaß machen. Diddy wüsste, dass Em ihn liebt:

"And I'm just playin', Diddy / You know I love you"

Fest steht: Eminem lehnt sich gerne weit aus dem Fenster. Ähnliche Outros brachte er bereits auf "White America", "My Mom" und "So Much Better", um das Ausgesprochene abzuschwächen – ausgesprochen wurde es trotzdem.

Was Em zu Joe Budden und Machine Gun Kelly zu sagen hat, kannst du hier nachlesen:

Was Eminem Joe Budden und Machine Gun Kelly zu sagen hat

Wenn Eminem ein Interview gibt, dann hat er auch etwas mitzuteilen. Im zweiten Teil des Gesprächs ( hier zum ersten Teil) mit Sway Calloway geht Eminem konkret auf sein Verhältnis zu Joe Budden und eine mögliche Antwort auf Machine Gun Kellys Disstrack " Rap Devil" ein.

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Kommentare

Das ist als würde jemand rappen dass die Amerikaner an 9/11 schuld sind... Jeder der sich damit auseinandergesetzt hat weiss dass Diddy sehr warscheinlich was damit zu tun hatte.

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Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Eminem, 2Pac, 50 Cent: Hat ein Brand Musikgeschichte vernichtet?

Von Michael Rubach am 12.06.2019 - 15:50

Vor über 10 Jahren wütete ein Brand in den Universal-Studios in Hollywood. Die umfangreiche Story "The Day the Music burned" im The New York Times Magazine legt nun nahe, dass dabei ein erheblicher Schaden entstanden ist, der bisher weitestgehend vor der Öffentlichkeit geheim gehalten wurde.

Eminem, 2Pac, 50 Cent & mehr: Hat das Feuer Musikgeschichte ausgelöscht?

Der Artikel der New York Times nennt das Feuer das "größte Disaster in der Geschichte der Musikindustrie". Warum die Journalisten Jody Rosen zu dieser Einschätzung gelangt, wird deutlich, wenn man auf die im Text aufgerufenen Zahlen schaut. Die Rede ist dort von 500.000 zerstörten Songaufnahmen.

Dabei handelt es sich um Recordings aus allen möglichen Genres und von dutzenden legendären Künstlern, deren Werk für immer aus der Musikhistorie ausradiert sein soll. Darunter fallen auch Master-Aufnahmen von 2Pac, Eminem, Snoop Dogg, 50 Cent, Nirvana und vielen weiteren Artists dieser Größenordnung.

Weiterhin führt der Artikel aus, dass es wahrscheinlich sei, dass viele Musiker gar nichts von diesen Ausmaßen wissen würden. Gegenüber Billboard gab Universal nach dem Brand zunächst an, dass "keine Verluste" dieser Art zu verzeichnen gewesen seien. Es hieß, dass ausschließlich Kulissen und Besucherattraktionen der Universal-Studios im Feuer Schaden genommen haben.

Vertrauliche Berichte von Universal, auf die sich Jody Rosen beruft, kommen offenbar zu einem anderen Ergebnis. Falls die Recherche der Journalisten so zutreffend sein sollte, sind ganze Diskografien von Künstlern von dem Großbrand betroffen gewesen. Es gäbe dann schlichtweg kein gemastertes Material mehr von 2Pac, auf das jemand heutzutage zurückgreifen könnte. Diese Musik wäre verloren.

Ein ehemaliger Mitarbeiter von Universal tritt in dem Artikel als eine Art Kronzeuge auf. Er erzählt, dass Universal bewusst über die Ausmaße des Feuers hinweggetäuscht habe:

"Das Unternehmen [Universal] wusste, dass es schockierte Reaktionen und Empörung hervorrufen würde, wenn die Leute die wahre Geschichte kennen [...] Es ist ein Geheimnis, bei dem ich mich schäme, ein Teil davon gewesen zu sein."

"Irreführend": Universal wehrt sich gegen die Berichterstattung

In einem Statement gegenüber der Branchenseite Variety kritisiert Universal den Artikel des New York Times Magazine. Konkret wirft man der Journalisten vor, nicht sauber genug recherchiert und eine fehlerhafte Story abgeliefert zu haben.

"Die Story enthält zahlreiche Ungenauigkeiten, irreführende Aussagen, Widersprüche und grundsätzliche Missverständnisse über den Umfang des Vorfalls und die betroffenen Vermögenswerte."

Weiter wirft Universal Jody Rosen eine selektive Berichterstattung vor. Sie sei auf Maßnahmen, die Universal zur Sicherung von Musik eingeleitet habe, schlichtweg nicht eingegangen.

"Tatsächlich werden zehntausende von Backing-Katalogen, die wir in den letzten Jahren bereits veröffentlicht haben, praktisch ignoriert – einschließlich [...] Master-Aufnahmen, von denen der Artikel behauptet, dass sie 'zerstört' wurden."

Inwiefern das Feuer tatsächlich einen gravierenden Einschnitt in die Musikgeschichte bedeutet, lässt sich nicht eindeutig bestimmen. Verschiedene Künstler sind schon auf den Artikel aufmerksam geworden und sorgen sich nun um ihr Songmaterial. Questlove von The Roots sieht in dem Brand bereits den Grund, warum er bisher nicht weiter an einem Projekt arbeiten konnte:

Questlove De La Rose on Twitter

For everyone asking why Do You Want More & Illdelph Halflife wont get reissue treatment https://t.co/Vs0ykRcyAK


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