"Asia Rising": Neue Doku rückt Hiphop aus Asien ins Rampenlicht

Wenn es nach den Machern der "Asia Rising"-Doku geht, stammt die nächste Generation an großen, weltweit erfolgreichen Hiphop-Künstlern aus Asien. Dort entwickelt sich jedenfalls eine eigene Interpretation der Kultur, die ihr einen ganz eigenen Stempel aufdrückt. Der einstündige Doku-Film "Asia Rising: The Next Generation Of Hip Hop" stellt Künstler und Künstlerinnen wie Rich BrianHigher Brothers, Keith Ape, Awich, Jin Dogg oder Suboi vor.

"Asia Rising": Rap & Hiphop aus Asien erobert die Welt

Sie stammen aus Korea, Japan, Vietnam oder China und machen ihr ureigenes Ding. Rich Brian ist über das Internet zuerst mit Rap in Berührung und später selbst berühmt geworden. Suboi hat sogar schon für Barack Obama gerappt. Sie treiben ganz unterschiedliche Dinge an und wollen verschiedenes erreichen. Was sie eint, ist die Kunst- und Kulturform des Hiphop. Der erhält auch in Asien innerhalb der letzten Jahre immer mehr Zulauf und gewinnt an Popularität – trotz Gegenwind von ganz oben. Die Doku "Asia Rising" liefert einen Erklärungsversuch.

Das Ganze kommt zwar von Red Bull – einem Konzern, der für diverse Dinge kritisiert werden kann (zum Beispiel die vielen Todesfälle bei gesponsorten Extremsportarten und das Feiern rechten Gedankenguts vom Chef der Firma via Servus TV). Die Dokumentation "Asia Rising: The Next Generation Of Hip Hop" ist trotzdem extrem sehens- und empfehlenswert. Vor allem, weil sie viele Künstler und Künstlerinnen in den Mittelpunkt stellt, die außerhalb Asiens zum Großteil noch eher unbekannt sind.

Wie findest du die Doku und wen daraus feierst du am meisten?

Radikale Zensur: Warum China Hiphop aus dem Fernsehen streicht

Andere Länder, andere Sitten - China nimmt diesen Ausspruch aktuell sehr ernst. Wie die Online-Ausgabe des "Time"-Magazins berichtet, hat die chinesische Regierung die Hiphop-Kultur aus dem Fernsehen verbannt. Die Medienbehörde mit dem Namen "the State Administration of Press, Publication, Radio, Film and Television of the People's Republic of China" (oder kurz: SAPPRFT) soll dahinter stecken.

Graffiti in China: Tues, Memos & Mesh mit Wänden und Tags

China hat selbstverständlich auch eine Graffiti-Szene, aufgrund der Social-Media-Einschränkungen kriegen wir davon hierzulande aber kaum was mit. Tues, Memos & Mesh tragen ihren Teil dazu bei und haben auch noch drumherum jede Menge Einndrücke festgehalten. Witzige Edits gibt es obendrauf. Alles zum Thema Graffiti bei Hiphop.de - Graffiti ist unverzichtbarer Bestandteil des Hiphops.

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Nipsey Hussle-Doku: Netflix überbietet offenbar Apple & Amazon

Nipsey Hussle-Doku: Netflix überbietet offenbar Apple & Amazon

Von David Molke am 11.02.2020 - 16:12

Netflix sichert sich die Rechte an einer großen Nipsey Hussle-Doku. Laut THR hat der Streaming-Gigant für die Rechte zwischen 10 und 20 Millionen US-Dollar bezahlt. Auch Amazon und Apple sollen Interesse an dem Stoff angemeldet haben, wurden aber offenbar von Netflix ausgestochen. Die passende Regisseurin gibt es auch schon für das Projekt: Ava DuVernay übernimmt die Funktion. Sie zeichnet unter anderem auch schon für das Nipsey Hussle-Tribute bei den Grammys verantwortlich.

Netflix & Ava DuVernay arbeiten an Nipsey Hussle-Doku

Rechte gesichert: Um die Rechte an dem Stoff wurde wohl schon eine ganze Weile gerungen, jetzt hat das Kräftemessen der Streaming-Plattformen aber wohl ein Ende. Netflix sichert sich die Dokumentation über den Rapper. laut den Quellen des Hollywood Reporters arbeitet Ava DuVernay an dem Projekt.

Es gibt wohl niemanden, der besser geeignet wäre. Die Regisseurin hat bereits das Nipsey Hussle-Tribute bei den Grammys mit Meek Mill, DJ Khaled und John Legend inszeniert. Außerdem wurde sie unter anderem schon für einen Oscar nominiert und hat auch bereits einen Emmy gewonnen – auch wenn all diese Preise nicht unbedingt aussagekräftig sein müssen.

Mit Ava DuVernay dürfte trotzdem die perfekte Regisseurin für den Job gefunden worden sein. Sie hat nämlich auch bereits die Netflix-Dokumentation "The 13th" gedreht, in der es um das US-Justizsystem und dessen Probleme sowie Ungerechtigkeiten geht. Während der Oscar Awards-Saison 2017 verpflichtete sie dann niemand anderen als Nipsey Hussle. Und zwar um darüber zu sprechen, wie Inhaftierte ausgenutzt werden und wieso das Gefängnis-System innerstädtische Communities zerstört.

Grammys 2020: Rassismusvorwürfe, Tribut für Nipsey Hussle & Gedenken an Kobe Bryant

Von Clark Senger am 01.02.2020 - 18:02 LeBron James ist nicht nur einer der besten Basketballer, die jemals einen Court betreten haben, sondern in der Regel auch ein unterhaltsamer Kerl. Kurz vor dem ersten Spiel seiner LA Lakers nach dem Tod der legendären #24 Kobe Bryant sah man King James in einem ganz anderen Modus: emotional tief getroffen und mit Tränen in den Augen.

Netflix soll sogar Apple & Amazon überboten haben

Bevor Netflix offiziell die Rechte an der Nipsey Hussle-Doku übernommen hat, sollte das Ganze wohl eigentlich bei Apple stattfinden. Auch Amazon habe sich um die Rechte bemüht, woraus aber allem Anschein nach nichts geworden ist.

An die Summen, die Apple für den Billie Eilish-Streifen (offenbar 26 Millionen US-Dollar) oder Amazon für die Rihanna-Doku (anscheinend 25 Millionen US-Dollar) bezahlt haben, soll der Deal allerdings nicht heran reichen. THR spricht von einem Betrag "in den Teens", also irgendwo im mittleren Bereich zwischen 10 und 20 Millionen.

Wie das Erbe von Mac Miller, Michael Jackson, Nipsey Hussle & mehr geregelt wird

Mac Miller hat zu Lebzeiten offenbar ziemlich exakt darüber nachgedacht, was nach seinem Tod geschieht. Das geht nun aus einem Bericht von TMZ hervor. Der im September 2018 verstorbene Rapper lässt Vermögenswerte von insgesamt 11 Millionen Dollar an seine Freunden sowie seine Familie verteilen.

Wieso bringt Netflix eine Nipsey Hussle-Doku?

Nipsey Hussle war ein Phänomen. Der Rapper hat sich nicht nur durch seine Musik verdient gemacht. Insbesondere im späteren Verlauf seiner Karriere wurde er immer mehr zu einer Art Idol und zu einem strahlenden Vorbild. Leider wurde er dann viel zu früh erschossen.

Nipsey Hussle hat sich vor allem dafür eingesetzt, die Gemeinschaften zu stärken und gegen Gang-Gewalt einzustehen. Der Mann inspirierte bereits zu Lebzeiten unzählige Menschen und nach seinem Tod marschierten sogar verfeindete Gangs gemeinsam durch Los Angeles.

Es gibt sogar einen Buch-Club, der sich mittlerweile in den USA ausbreitet. Darin lesen Fans aus allen Gesellschaftsschichten die Bücher, die auch Nipsey Hussle inspiriert haben:

Von Nipsey Hussle inspirierter Buch-Club breitet sich in den USA aus

Nipsey Hussle war nicht nur Rapper und Aktivist, sondern auch eine Leseratte. Er wollte seine Hood verbessern und gab vielen Menschen Hoffnung. Aber obwohl er leider viel zu früh gestorben ist, bleibt sein Vermächtnis für ewig. Dazu zählt mittlerweile auch ein Buch-Club, der sich in den USA ausbreitet: Menschen aus den unterschiedlichsten Backgrounds lesen die Bücher, die Nipsey Hussle empfohlen hat.


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