Alles fake? Mois zweifelt Asches Lebensgeschichte an

YouTuber und Rapper Mois hat ein Video veröffentlicht, welches das Image von Kollegah-Signing Asche gehörig ins Wanken bringt. Von der Geschichte eines aus dem Krieg in Tschetschenien geflüchteten Jungen bliebe so nicht mehr viel übrig. Mois selbst verweist in diversen Videos auf seine persönlichen Erlebnisse während des Tschetschenienkriegs. In Asche erkennt er hingegen einen "Bluffer sein Vater", der aus Image-Gründen von einer Kriegsvergangenheit erzählt.

Pole statt Tschetschene? Mois wirft Asche vor, fake zu sein

Mois führt anhand persönlicher Erfahrungen sowie mutmaßlichen Beweisen aus, wie er zu dem Schluss gelangt, dass Asche überwiegend eine Rolle spiele. So blendet er während seines Videos immer wieder das Foto von einem Pass ein. Darauf sei die wahre Identität von Asche zu erkennen. Demach würde Asche ursprünglich aus Gleiwitz in Polen stammen. In einem alten Interview mit TV Strassensound bestätigt Asche auf Nachfrage, dass er in Grosny, Tschetschenien zur Welt gekommen sei. Ebenfalls nickt er dort sein vermeintliches Geburtsjahr 1989 ab. Im Hinblick auf den gezeigten Ausweis scheint jedoch 1983 korrekt.

Auch Asches bürgerlicher Name, der auf Wikipedia noch Amir Israil Aschenberg lautet (Stand: 5. Januar 2021, 10:30 Uhr), müsste dem folgend zu Christoph Konrad Aschenberg angepasst werden. Beim Musikverlag Warner Chappell Music ist er wohl seit längerem als Songwriter unter diesem Namen geführt.

In den Texten von Asche finden sich etliche Verweise auf tschetschenische Wurzeln. Es sind Lines, die Asche wahlweise als "Neffe von Kriegsveteranen" ausweisen oder seine Herkunft schlichtweg mit "aus Tschetschenien" beschreiben. In der aktuellen Single mit Kollegah "Jusqu'ici tout va bien" geht Asche ebenfalls auf seine Abstammung ein und rappt: "Halb Tschetschen, halb Ukrain / Ca va bien, trotz Genozid, darum nennt mich Mama: Amir Israil". Der Track habe Mois stutzig gemacht und über die Identität von Asche nachdenken lassen. Er selbst höre die Musik von Asche schon seit Ewigkeiten und sei auch ein entscheidender Faktor bei dessen Alpha Music-Deal gewesen. Mois habe die Hand für Asche bei Kollegah ins Feuer gelegt und ihn die beiden Rapper letztlich vermittelt. Öffentlich sei ihm das nie gedankt worden.

Um Asches Dasein als angeblicher Image-Rapper weiter zu untermauern, zieht Mois einen leicht skurrilen Vergleich heran. Er stellt Bilder der Nase von Asche aus dem älteren Interview bei TV Strassensound und ein Foto aus dem Zeitraum seines Signings bei Alpha Music Empire gegenüber. Dabei sei für Mois eindeutig ersichtlich, dass hier etwas von Asche korrigiert wurde – und zwar nicht, weil es nach einer körperlichen Auseinandersetzung notwendig gewesen wäre. Die abgewandelte Nase hätte stattdessen der Vermarktung als Tschetschene gedient. Zwischenzeitlich zieht Mois ein Fazit, das die generelle Message des Videos gut zusammenfasst.

"Nicht ein Korn, nicht ein Stäubchen in seiner Generation hatte je etwas mit diesem Tschetschenien zu tun."

Asche kündigt Statement an

Sowohl von Asche selbst als auch aus seinem Umfeld gibt es erste Reaktionen auf die angebliche Enthüllung. Der tschetschenische MMA Fighter Islam Dulatov, der mit Asche in mehreren YouTube-Blogs zu sehen ist, meldet sich in seiner Insta-Story zu Wort. Dort erklärt er, dass er und sein Bruder Djibril nicht mit Asche blutsverwandt seien. Asche als Cousin darzustellen, sei eine "reine Business-Strategie" gewesen. Weiterhin ergänzt er, dass alles cool mit Asche sei. Er verweist zudem darauf, dass der Alpha Music-Rapper die Geschichte nun regeln müsse.

"Das ist eine private Sache von Asche, die er jetzt ausbaden muss."

Der ins Kreuzfeuer der Kritik geratene Kollegahschützling will sich wohl im Laufe des Tages zu den Vorwürfen äußern:

"Ihr erwartet ein Statement zu den aktuellen Geschehnissen, ihr werdet es bekommen. Ausführlich. Kleinkariert. Zu jedem einzelnen Punkt. Wie werde ich euch morgen mitteilen."

Auf Twitter kursiert bereits ein Screenshot von @bossxplosive, der nahelegt, dass Asche einer Theorie um seinen Namen zuzustimmen scheint. Demnach hätten seine Eltern absichtlich falsche Daten in den Pass eintragen lassen, um unbefristeten Aufenthalt zu erhalten. Inwiefern Asche diese Annahme tatsächlich teilt, wird sich wohl zeitnah zeigen.

Vor Kurzem waren die Dulatov Brüder noch bei uns im Interview und erzählten über ihre Beziehung zu Kollegah und Asche.

Dulatov Brothers über Kollegah und Asche: Kampfsport Training, gemeinsame Projekte und mehr

Von Marcel Schmitz am 19.12.2020 - 14:00 Djibril und Islam Dulatov sind zwei professionelle MMA Fighter und Models, die 2007 als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Kampfsport hat ihnen in der Jugend geholfen, sich auf der Straße durchzusetzen, aber sie letztendlich auch davor bewahrt, auf die schiefe Bahn zu geraten.

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"Hab gedacht, ich sterbe": Sinan-G meldet sich nach Unfall zu Wort

"Hab gedacht, ich sterbe": Sinan-G meldet sich nach Unfall zu Wort

Von Michael Rubach am 28.02.2021 - 15:21

Sinan-G hat ein Statement zu seinem Autounfall auf seinen Social-Media-Profilen geteilt. Dieser ereignete sich vor wenigen Tagen in Dortmund. In dem Video zeigt sich der Essener Rapper dankbar dafür, noch am Leben zu sein.

Sinan-G schildert Unfallhergang

Den zahlreichen Spekulationen um die Unfallumstände tritt Sinan-G am Anfang und gegen Ende des Videos entschieden entgegen. So habe es kein illegales Straßenrennen gegeben. Ebenso sei er nicht mit dem Handy am Steuer unterwegs gewesen. Es könne außerdem nicht davon die Rede sein, dass er über eine rote Ampel gefahren sei – eine Ampel gäbe es am Unfallort nämlich nicht. Stattdessen erklärt Sinan einen "ganz normalen menschlichen Fehler" begangen zu haben.

Ein Dreh-Termin mit der Keller GmbH um Mois und Maestro habe ihn nach Dortmund geführt. Dafür sei er in einem Porsche Cabrio unterwegs gewesen. Beim Linksabbiegen habe er gestoppt und den Straßenverkehr beobachtet. Als er weiterfahren wollte, habe ihn eine herankommende Straßenbahn in einen Schockzustand versetzt.

"Ich war am Lenkrad. Ich guck die Bahn an. Für mich war so: 'Leben ist vorbei'. Ich hab gedacht, ich sterbe. [...] Ich war im Cabrio – ich hatte offenes Verdeck. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich geschützt bin. Ich war einfach so offen und mir kam das so vor, als ob die Bahn mich jetzt einfach plattmacht."

Zu diesem Zeitpunkt habe er "abgeschlossen mit dem Leben". Instinktiv sei er noch einmal aufs Gaspedal gestiegen, wonach das Auto gemäß Sinan ein Stück nach vorn rollte. Ohne diesen Move wäre die Straßenbahn seiner Auskunft nach frontal auf die Fahrerseite geprallt. So habe sie den hinteren Bereich des Wagens getroffen. Der Porsche sei daraufhin über die Straße geschleudert worden, ohne dass der Essener von anderen Fahrzeugen erfasst wurde.

Trotz des Glücks im Unglück ist Sinan nicht unbeschadet aus der Situation herausgekommen. Er habe "Prellungen" erlitten, verspüre im "Beckenbereich noch Schmerzen", verweist auf eine Art "Beule am Rücken" und klagt weiterhin über Kopf- und Nackenschmerzen. Auch sei sein "linkes Bein zwischendurch taub" gewesen. An der Unfallstelle ließ sich Sinan offenbar über die Ausmaße der Kollision informieren. Nur er selbst sei verletzt worden. Rückblickend sagt er erleichtert: "Katastrophe, wenn jemand anderem was passiert wäre."

Sinan-G bedankt sich zudem bei allen, die ihm am Unfallort und im Nachgang zur Seite gestanden haben. Unter anderem Mois und Maestro hätten hier Zivilcourage gezeigt. Die Jungs stellten vor Kurzem ein eigenes Video mit ihrer Sicht auf den Unfall online. Auch gegenüber dem Rettungsteam, dem Dortmunder Krankenhaus und seinem Bruder Rooz zeigt sich Sinan voller Dankbarkeit.

Hier kannst du das gesamte Statement sehen:


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