Apache 207, Capital Bra, Juju: So hat Deutschrap Spotify 2019 dominiert

Spotify präsentiert die erfolgreichsten Acts der auslaufenden Saison und Rapper wie Capital Bra, Samra, Apache 207, RAF Camora und Co haben den Streaming-Dienst erneut fest in ihren Händen. Was in den letzten Monaten ohnehin festzustehen schien, wird jetzt mit den Bestenlisten zum Jahresende von Spotify belegt.

Capital Bra & Samra sind Spotifys meistgestreamte Künstler 2019

An der Spitze der meistgestreamten Künster*innen des Jahres steht wenig überraschend Capital Bra, der sowohl mit seinem Soloalbum "CB6" höchst erfolgreiche Songs ("Benzema", "Rolex", "Prinzessa") in Netz feuerte als auch gemeinsam mit Samra im Rahmen der gemeinsamen Platte "Berlin lebt 2".

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Als Duo haben sie mit "Tilidin" und "Wieder Lila" für zwei der fünf meistgestreamten Singles des Jahres gesorgt. Vor ihnen liegen lediglich "Dance Monkey" von Tones and I, "Vermissen" von Juju und Henning May sowie an der Spitze Apache 207 mit "Roller". Die Nummer hat erst kürzlich als erster Apache-Song die 100-Millionen-Streams-Marke bei Spotify geknackt – nach nicht einmal dreieinhalb Monaten.

  • 1. Roller - Apache 207
  • 2. Vermissen - Henning May, Juju
  • 3. Dance Monkey - Tones and I
  • 4. Wieder Lila - Capital Bra, Samra
  • 5. Tilidin - Capital Bra, Samra

RAF Camora, Kontra K & Bonez MC in den Top 5

Neben Capi und Samra, die aktuell ihre verhältnismäßig jungen Release-Kataloge fleißig füllen, gehören RAF Camora, Bonez MC und Kontra K zu den erfolgreichsten Musikern des Jahres auf Spotify. Während RAF (#3) und Kontra K (#4) auch dieses Jahr neue Alben veröffentlichten, schafft Bonez es ohne eigenes Release in die Liste. Ihm reichen lediglich einige Feature-Auftritte sowie die extrem beliebten Songs aus den vergangenen Jahren für Platz 5 unter Deutschlands meistgestreamten Künstler*innen 2019.

  • 1. Capital Bra
  • 2. Samra
  • 3. RAF Camora
  • 4. Kontra K
  • 5. Bonez MC

Meistgestreamte Alben 2019 mit Mero & Ufo361

Bei den Alben, die die meisten Streams auf ihren Songs versammeln konnten, setzt sich Deutschraps Dominanz fort. Hier liegt ebenfalls Capital Bra an der Spitze. "CB6" lässt sogar das Kollaboalbum "Berlin lebt 2" hinter sich. Dahinter auf Platz 3 findet sich Mero mit seinem Debütalbum "Ya Hero Ya Mero" wieder, vor Apaches lediglich acht Songs langer "Platte" auf Position 4 und Ufo361 mit "Wave" an fünfter Stelle.

  • 1. CB6 - Capital Bra
  • 2. Berlin lebt 2 - Capital Bra, Samra
  • 3. Ya Hero Ya Mero - Mero
  • 4. Platte - Apache 207
  • 5. Wave - Ufo361

Insbesondere Capi und RAF können ihrem extrem erfolgreichen 2018 ein ähnlich imposantes Jahr folgen lassen. Vor gut zwölf Monaten gab Spotify RAF Camora als den meistgestreamten Künstler des Jahres bekannt, während Capital Bra auf dem zweiten Platz lag. Mit "Berlin lebt" hatte er allerdings schon damals das erfolgreichste Album des Jahres vorzuweisen.

Spotify-Bestenlisten 2018: Rapper national und weltweit unangefochten an der Spitze

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Mero, Kalim, Ufo361, Reezy, BHZ & mehr im Deutschrap-Update

Mero, Kalim, Ufo361, Reezy, BHZ & mehr im Deutschrap-Update

Von HHRedaktion am 30.05.2020 - 14:29

Diese Woche war der vielleicht stärkste Release Friday des Jahres, wenn man sich die Liste der Neuerscheinungen durchliest. In Sachen Erfolg lässt Mero mit seiner ersten Solo-Single seit dem Album "Unikat" Ende September wieder die gesamte Konkurrenz hinter sich. Mit "Bogota" landet er auch auf dem Cover unserer Playlist:

Kalim gibt "MVP"-Startschuss & Reezy ist im Sample-Wunderland

Neben Mero meldet sich auch Kalim zurück. Gemeinsam mit Ufo361 droppt er die erste Single "Skrr" aus dem kommenden Album "MVP", über das er schon vor einigen Wochen mit Aria im Interview gesprochen hat. Die Endlevel-Produktion von Bawer und die Hook machen den Track zweifelsohne zu einem der Highlights der Woche.

Deutlich sanftere Töne schlägt Reezy mit seinem Homie Bausa an. Das Bläser-Sample im gemeinsamen Song "Sandmann" hat eine mehr als 40-jährige Historie: Erstmals konnte man es in einer ähnlichen Form beim Jamaikaner Alton Ellis in "Still in Love" (1977) hören. Bei dem Titel könnte es bei einigen klingeln, denn Sean Paul brachte den Rocksteady-Song 2002 groß in den weltweiten Mainstream. Wenige Songs wurden häufiger gesampelt und neu aufgelegt. Reezy und Baui haben eine sehr schöne Hommage auf die Beine gestellt.

BHZ mit "Kiezromantik", Manuellsen auf Drill mit eigener Note

Außerdem haben die Jungs von BHZ ihr neues Album "Kiezromantik" veröffentlicht. Auf 14 Tracks geben sich Turnup und ruhigere Momente die Klinke in die Hand. Zu unseren Favoriten, die wir in der Playlist geparkt haben, gehört neben "Wedding Cake" auch der Song "Regen prasselt", der mit einem Sample von "Besuchstag" und Shoutout von Celo & Abdi daherkommt.

Eine der bislang besten Drill-Adaptionen im deutschsprachigen Raum kommt diese Woche von Manuellsen, der nach einigen Teasern "Toss It" veröffentlicht. Dem brachialen Sound von Young Mesh und Frio fügt er mit seinem Gesang und sauber sowie anspruchsvoll geflowten Parts eine ganz eigene Note. Das Video widmet er dem durch Polizeigewalt getöteten Amerikaner George Floyd und die Message des Tracks passt zu dieser Widmung.

Darüberhinaus haben wir Musik von Farid, Hafti, Céline, KC Rebell & Summer Cem, Nimo und vielen mehr. Abonniert die Playlist überall, wo es Playlists gibt


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