Anderson .Paak und Bruno Mars kündigen Kollabo-Album an

Anderson .Paak tut sich ja bekanntlich gerne mit anderen Künstlern zusammen: Nach diversen Projekten der Band NxWorries gemeinsam mit dem Producer Knxwledge, kollaboriert er diesmal mit seinem Sängerkollegen Bruno Mars. Die Artists gaben dies nun auf ihren Instagram-Kanälen bekannt. 

Anderson .Paak und Bruno Mars gründen Silk Sonic

Das Projekt der beiden mehrfachen Grammy-Gewinner läuft unter dem Namen Silk Sonic. Bruno Mars schreibt:

„Wir haben uns eingeschlossen und ein Album gemacht. Die Band heißt Silk Sonic. Der erste Song kommt am nächsten Freitag, dem 5.3., raus.“

Mars‘ Post zu entnehmen ist also die Info, dass die beiden das Album schon fertiggestellt haben und am Freitag kommender Woche ihre erste Single veröffentlichen. Als Albumgast wird bereits ‚Special Guest Host‘ Bootsy Collins angekündigt – und da die Grafik des ersten Posts die Gesichter der beiden mit Seventies-Brillen zeigt, sind wohl wieder ordentliche Retrosounds zu erwarten. Zumal beide Künstler auch unabhängig voneinander Musik aus vergangenen Jahrzehnten immer wieder neu interpretieren. 

Silky-smoothe Stimmen

Stichwort Gemeinsamkeiten – die Sänger überzeugen beide mit ihren smoothen Stimmen, was durchaus auch als Ursprung für ihren Bandnamen in Frage kommt. Anderson .Paak veröffentlichte bereits 2015 als Teil des NxWorries Projektes die Single „Suede“ – zu Deutsch: Veloursleder –, passenderweise auch ein sanfter Stoff, genau wie die Seide im Titel des gemeinsamen Bandprojektes mit Bruno Mars. 

Während das letzte Album „24K Magic“ von Bruno Mars 2016 erschien, veröffentlichte Anderson .Paak sein letztes Album „Ventura“ im Jahr 2019. Abzuwarten bleibt also, wie sich die beiden Ausnahmekünstler im Jahr 2021 – und vor allem gemeinsam – anhören. 

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"Satans-Schuh" von Lil Nas X: Nike ruft alle Exemplare zurück

"Satans-Schuh" von Lil Nas X: Nike ruft alle Exemplare zurück

Von Alina Amin am 10.04.2021 - 17:21

Vor knapp zwei Wochen releaste Lil Nas X gemeinsam mit der Streetwear-Marke MSCHF den "Satans-Schuh". Dabei löste der Sneaker mit Menschenblut nicht nur bei der breiten Internet-Community eine Debatte aus – auch Nike schien nicht begeistert zu sein von der Kollaboration. Erst distanzierten sie sich vom kontroversen Release, dann flatterte die Klage ins Hause Lil Nas X x MSCHF.

Grund: Der Schuh führe zu erheblichen Verwechselungen und Vermischungen im Markt, die an dem Image von Nike nagen würden. Deshalb gehe der Sportartikelhersteller wegen Markenrechtsverletzung gegen die Kollabo vor.

Nach Nike Klage: Die Satans-Schuhe müssen zurückgegeben werden

Der Rechtsstreit ergab sich letzten Endes als gar nicht mal so dramatisch wie manch einer erwarten würde. Das Kollektiv MSCHF, das Nike gegenüberstand, einigte sich nämlich mit dem Weltkonzern auf einen Deal: Die Käufer der 665 Schuhe sollen diese zurückgeben und würden den Kaufpreis erstattet bekommen. Der 666-ste Sneaker sei noch im Besitz von MSCHF und sollte eigentlich von Lil Nas X verlost werden. Diese Aktion wird selbstverständlich nicht mehr stattfinden.

Gleiches gilt übrigens auch für die Jesus-Schuhe, die 2019 rauskamen. Für beide habe man sich keine Erlaubnis seitens Nike eingeholt. Ziel sei es, die unchristlichen Sneaker aus dem Verkehr zu ziehen. Der Anwalt der Streetwear Marke MSCHF erklärte laut The Verge in einem Statement, dass das Kollektiv "zufrieden" sei mit diesem Ergebnis. Es habe nämlich den Zweck der ganzen Aktion schon erreicht: Ein künstlerischer Kommentar über "die Absurdität der von einigen Marken praktizierten Kollaborationskultur und die Bösartigkeit der Intoleranz".

Zur Rückgabe können die Käufer übrigens nicht gezwungen werden. Fraglich ist also, wie viele der Schuhe tatsächlich an das Kollektiv zurückgehen und inwieweit diese exklusiven Modelle in ihrem Wert steigen – und dann illegal weiterverkauft werden.

Nike vs. Lil Nas X: Das Ausnutzen eines Machtmonopols?

Kurz nach dem Release der Schuhe, die passend zu Lil Nas Xs' ebenfalls kontroversen Video zu "Montero (Call Me By Your Name)" erschienen, wollten Internetuser nicht nur den Rapper, sondern direkt auch Nike boykottieren. Dass der Konzern nichts mit dem Schuh zu tun hatte, war vielen dabei egal. Es handelt sich bei dem Sneaker nämlich um ein Custom-Modell des Nike Air Max 97. Das heißt, nur Lil Nas X und die Streetwear Mark MSCHF sind für das veränderte Design des Sneaker-Klassikers verantwortlich.

Wegen der lauten Kritik ging Nike ohne zu zögern rechtlich gegen MSCHF vor. Lil Nas X erklärte, dass er den Rechtsstreit als Angriff auf die Meinungsfreiheit verstehe.

Bis vor Kurzem mussten sich unabhängige Designer keine Erlaubnis fürs Customizing einholen. Durch das Verfahren zwischen Nike und MSCHF könnte sich das nun ändern. Kritiker befürchten, dass dieses zukünftig als Präzedenzfall gelten könne und großen Marken die Macht gebe, gegen kleinere Designer vorzugehen, die ihre Werke neu interpretieren.


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