Alltagsrassismus: Xatar teilt WhatsApp-Verlauf

Xatar hat via Facebook auf einen Fall von Alltagsrassismus in seinem Freundeskreis hingewiesen. Demnach hat ein Freund von ihm im Anschluss an eine Wohnungsbesichtigung eine rassistische Nachricht des potentiellen Vermieters erhalten.

Scheinbar hat Xatars Freund, der sich seit 30 Jahren in Deutschland aufhalte, sich eine Wohnung angeschaut, sich letztendlich jedoch für ein anderes Angebot entschieden. Das hat den Vermieter der abgelehnten Wohnung dazu veranlasst, die Absage als Grund für den Rassismus vieler Deutscher gegenüber Migrantinnen und Migranten zu bezeichnen. Xatars Kollege antwortet dem Rassisten daraufhin freundlich aber bestimmt, dass dieser sich nicht wundern dürfe, wenn er bei einem "Ausländer" fünf Monatsmieten Kaution verlange. Tatsächlich ist es eher üblich, drei Monatsmieten Kaution zu zahlen.

Xatar gibt sich in seinem Facebook-Post nachdenklich. Und das sollten wir alle tun. Denn es ist davon auszugehen, dass in Deutschland tagtäglich Menschen mit solchen Diskriminierungen konfrontiert werden. Dabei sind die Diskriminierungen nicht immer so offensichtlich wie im geschilderten Fall. Das macht sie für Betroffene jedoch nicht weniger schlimm. Insofern ist es gut, dass Menschen wie Xatar ihre Reichweite nutzen, um auf solche Zustände hinzuweisen.

Xatars Post und den entsprechenden Chatverlauf findest du hier:

XATAR

ein "schwarzhaariger" freund der seit 30 jahren hier lebt, sagt nach einer normalen wohnungs besichtigung ab. und dann kommt einfach das :

Im Übrigen hatte Manuellsen Ende Juli von einem Vorfall berichtet, bei dem er ebenfalls Opfer von Alltagsrassismus wurde. Auch damals ging es um eine Wohnungssuche:

Wieso Manuellsen bei der Wohnungssuche der Kragen geplatzt ist

Manuellsen will offenbar umziehen und hat deswegen gemeinsam mit seiner Frau eine Wohnung besichtigt. Zumindest berichtet er in einem aktuellen Video davon und bittet anschließend um die Meinung seiner Fans. Denn was sich bei der Gelegenheit anscheinend abgespielt hat, brachte den Rapper wohl zur Weißglut.

Groove Attack powered by Hiphop.de

Groove Attack powered by Hiphop.de

Deine Deutschrap-Playlist powered by Hiphop.de, immer mit den aktuellsten Tracks der deutschen Hip-Hop Szene! Cover: ERRDEKA

Groove Attack ist Streaming Partner von Hiphop.de

Kommentare

Ah ja kommt schon postest du auch jeden guck mal der deutsche sprich von deinen ah so netten freunden? Das ist nix der vermieter war wohl sauer da ihm der schwarzhaarige erst eine halbe zusage gegeben hatte letztendes etwas besser fand und absagte. Ich bin selbst ausländer für mich ist es scjon normal zu meinen deutschen freunden "deutscher" zu sagen und für die mich kanacke zu nennen das ist doch kein Rassismus -.-

Bei uns in der schule wurden deutsche täglich geopfert. Wird heute kaum anders sein, eher schlimmer. Berichtet doch Mal darüber, statt einseitig. (Bin im übrigen Engländer - bevor jemand mit der Nazi Keule kommt). 

Xatar prollt doch immer mit seiner Kohle rum, soller ihm halt die 5 Monatsmieten zahlen, er hats doch.Und sich über sowas aufregen während die leute selbst Gangster sein wollen und gegen das Gesetz sind. Nur manchmal, da ist ist das Gesetz oder die gesellschaftliche Norm okay, wenns um sich selbst geht. Verlogenes, widerwärtiges Pack.

@ gast vom 26.09.17 11:25 Uhres ist ja eben kein korrektes verhalten. er benennt eine schlechte eigenschaft über diesen freund von xatar, was ja vielleicht auch möglicherweise angebracht ist, ich kenne nicht die ganze story dazu.aber dann nimmt er diese eine negative eigenschaft und bezieht das auf alle ausländer und macht unnötigerweise daraus so ein ausländer vs. deutsche ding. das muss meiner meinung nach nicht sein und das bringt auch keinen von uns weiter.

Typisch Rapper: immer schön auf Frauen, Homo***uellen rumhacken; andere als "behindert" oder "Spast" bezeichnen, aber wehe jemand sagt etwas rassistisches!
Versteht mich nicht falsch; das Eine ist genauso besch!ssen wie das Andere, aber die Scheinheiligkeit, die geht mir auf den Sack! Würde mir sehr wünschen, dass diese Leute mal ihre eigenen Äusserungen u. Handlungen reflektieren anstatt immer mit dem Finger auf andere zu zeigen!

xatar du hast einen schweren raub begangen du engelchen

xatar wie oft warst du im knast? wundert es dich das wir leute wie dich verachten ?

David Büchler, sorry, aber ich musste den zweiten Absatz drei mal lesen. Inhaltlich versteht man es schon aber ein bisschen Eloquenz gehört zu Ihrem Job :)

Es ist mehr als traurig, was sich hier so rumtreibt. Solltet ihr nicht lieber FreiWild hören gehen anstatt hier alles zu verpesten?

Deine Meinung dazu?

Weiter ...

Sentino vs. Bushido: Vorwürfe wegen "Electro Ghetto" & ersguterjunge

Sentino vs. Bushido: Vorwürfe wegen "Electro Ghetto" & ersguterjunge

Von Clark Senger am 13.04.2019 - 12:30

Fast 15 Jahre nach der Veröffentlichung von "Electro Ghetto" und der Gründung von ersguterjunge meldet sich Sentino über Instagram zu Wort, um Vorwürfe gegenüber Bushido zu erheben. Der Labelname sei seine Idee gewesen, für seine Texte der Songs "Deutschland (gib mir ein Mic)" sowie "Teufelskreis" sei er mit lediglich je 250 Euro pro Song in Form von in Deutschland rechtlich problematischen Buy-outs bezahlt worden. Außerdem berichtet der Rapper vom "fettesten Deal [seines] Lebens", der nun in trockenen Tüchern sein soll.

ersguterjunge war Sentinos Idee?

Auch wenn die meisten Ideen der Rap- und Menschheitsgeschichte laut einigen nicht ermüdenden Internetnutzern eigentlich Flers Idee waren, verhält es sich mit ersguterjunge womöglich anders. Sentino behauptet nämlich in seiner Instagram-Ansage:

"Auf jeden Fall 'ersguterjunge' ist mein Name. Hab' ich nie dafür Geld gesehen, nicht einen Cent. Dann hab' ich bei 'Electro Ghetto' zwei hundertprozentige Titel geschrieben: 'Deutschland (gib mir ein Mic)' und 'Teufelskreis'. (...) Auf jeden Fall hat der gute Nico Zeh – hieß der, glaube ich – von Universal, vom Label einen Buy-Out mit mir gemacht, mir 250 Euro pro Song bezahlt. Dann hat Bushido das 'Deutschland (gib mir ein Mic)' auch noch als seine DVD benutzt. (...) Buy-Outs sind in Deutschland nicht möglich, also Urheberrechte gehören mir. Werden wir uns auf jeden Fall auch drum kümmern. Um den Namen werden wir uns auch drum kümmern."

Buy-Outs von Sentinos Texten für Bushido?

Bevor ihr selbst googlen müsst, was es mit Buy-outs auf sich hat, gibt es hier die Kurzform: Durch einen Buy-Out tritt der Urheber eines Werks jegliche Rechte an diesem gegen eine Bezahlung ab. Diese Praktik wird zwar in Deutschland in unterschiedlichen Bereichen der Medienwelt eingesetzt, rechtlich ist die Lage jedoch problematisch. Grund dafür ist – Achtung, einige werden sich freuen! – Paragraf 31. Natürlich sprechen wir hier nicht vom berüchtigten "Judas-Paragrafen" im Betäubungsmittelgesetz, sondern vom Urheberrechtsgesetz. Dort heißt es im fünften Absatz:

"Sind bei der Einräumung eines Nutzungsrechts die Nutzungsarten nicht ausdrücklich einzeln bezeichnet, so bestimmt sich nach dem von beiden Partnern zugrunde gelegten Vertragszweck, auf welche Nutzungsarten es sich erstreckt. Entsprechendes gilt für die Frage, ob ein Nutzungsrecht eingeräumt wird, ob es sich um ein einfaches oder ausschließliches Nutzungsrecht handelt, wie weit Nutzungsrecht und Verbotsrecht reichen und welchen Einschränkungen das Nutzungsrecht unterliegt."

Prinzipiell ist es, anders als in einigen anderen Ländern, in Deutschland nicht möglich, als Urheber eines Werks alle Rechte daran uneingeschränkt abzutreten. Stattdessen gibt man das Nutzungsrecht im vertraglich festgelegten Rahmen ab. Durch die Paragrafen 32 und 32a des Urheberrechtsgesetzes wurden die Diskrepanzen zwischen Paragraf 31 und Buy-outs insofern entschärft, dass der Urheber einen Nachvergütungsanspruch bekommen kann, wenn die Auswertung des Werks besonders erfolgreich ist.

Sentino schrieb laut eigenen Angaben die Texte für "Teufelskreis" und "Deutschland (gib mir ein Mic)". Daraufhin übertrafen die Verkaufszahlen von "Electro Ghetto" deutlich die Erwartungen. Universal war laut Bushido von rund 30.000 zu verkaufenden Einheiten ausgegangen, das Album wurde 2006 mit mehr als 100.000 Einheiten zu Bushidos erstem Goldalbum. Zudem wurde ein Songtitel auch für Bushidos erstes Live-Album "Deutschland, gib mir ein Mic!" 2006 benutzt, das mit über 25.000 verkauften Einheiten im DVD-Bereich ebenfalls mit Gold ausgezeichnet wurde. Durch diese Erfolge erhofft Sentino sich nun offenbar nachträgliche Zahlungen.

Sentino wirft Bushido rassistische Beleidigung vor

Außerdem behauptet Sentino, Bushido habe dessen damalige Freundin aus Hamburg als "N-Wort-Schl*mpe" bezeichnet, als er den ersguterjunge-Chef als Backup-Rapper begleitete. Das habe auch dafür gesorgt, dass die Rapper getrennte Wege gingen:

"Das Gute kommt zuletzt. (...) Ich war dein Backup-Rapper, wir haben uns damals getrennt, weil ich eine schwarze Freundin in Hamburg hatte, die du als 'N-Wort-Schl*mpe' bezeichnet hast und dann gesagt hast, wenn ich mit dieser N-Wort-Schl*mpe irgendwo aufkreuze, dann prügeln wir uns. Weil du ja sie dann erstmal haust. Also wie das Blatt sich so wendet: Ich habe grade den fettesten Deal meines Lebens unterschrieben, werde für den ein oder anderen Deutschrap-Künstler jetzt ein Album schreiben."

Auf Buy-Outs wird er sich bei seinen neuen Textertätigkeiten wohl nicht mehr einlassen und einige alte Fans könnten sich durchaus freuen, dass Deutschrap "Sentence' Stift" zurück hat. Nach seiner kurzen Zeit mit Fler und dem Maskulin-Team, in der "Unterwegs" sowie das "epische Interview" entstanden, veröffentlichte er für eine gewisse Zeit polnische Musik. Außerdem gab es auch deutschsprachige Releases, die allerdings nicht viel Aufmerksamkeit generieren konnten.

Zuletzt konnte man Sentino in Kollegahs Entourage bei Toptier Takeover sehen – hier ein Zusammenhang zu seinem neuen Deal zu sehen, wäre aber reine Spekulation.

Toptier Takeover: FourSeven battlet Noir, Kollegah & Alpha Music gleichzeitig [Video]

Das Battle zwischen Noir und FourSeven ist aus mehreren Gründen absolut sehenswert. Erstmal ist es ein cooler Move, dass Kollegah seinen Schützling auch über die Battle-Welt vorstellen will.


Sag uns deine Meinung zu diesem Artikel! (0 Kommentare)