Alles lit: Deutschrap-Update mit Jalil, Summer Cem, Ufo361 x Quavo & mehr

90er-Retro-Feeling? 2018er-Adlip-Action? Poppige und gleichzeitig raptechnisch anspruchsvolle Thementracks? Autotune-geschwängerte Sommerhits? Alles dabei heute bei den Neuzugängen in unserer Playlist, die du im besten Fall schon längst abonniert hast:

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2k18-Sound

Eine vor nicht allzu langer Zeit undenkbare Kombo gibt es auf unserer Pole Position: Als Jalil (damals noch Reason) und Summer Cem (damals schon Summer Cem) 2010 Disstracks austauschten, hätten beide wohl niemals gedacht, parallele Promophase mit einem gemeinsamen Song statt mit Beef zu begleiten. Als Sahnehaube hat auch Flizzy einen Part beigesteuert. "Alles lit" auch auf Position 4, wo Ufo361 prominentesten Support präsentiert: Quavo vom heißesten Trio der Musikwelt gibt sich auf dem Titelsong des Albums "VVS" die Ehre und lässt sich sogar im Video blicken.

Summer Cem spielt am heutigen Freitag aber auch solo seine Stärken aus. Auf "Alles vorbei" switcht er zwischen dunkel gehauchter Delivery und Autotune-Singsang hin und her – dicken Sound dazu liefert mal wieder Miksu. Präsenter ist der populäre Autotune-Effekt bei Nash von der KMN Gang, der bei "Unter Kontrolle" in noch höhere Tonlagen vordringt.

Aber es geht auch anders

Wer Deutschrap aktuell bei den ganzen modernen Nummern Eintönigkeit vorwerfen möchte, schaut nicht genau hin: Milonair und Xatar zum Beispiel flowen bei "Lass los" wunderbar auf einen Sample-Kopfnicker. Bei der neuen Genetikk-Single "F.D.S" wird ab dem ersten Ton klargestellt, dass der "D.N.A"-Flair zurück ist. Das VSK (Verbale Style Kollektiv) ist irgendwo zwischen Hommage und Satire down mit Deutschrap aus einer ganz anderen Ära und Bushido kehrt (mal wieder) zu seinen Wurzeln zurück.

Herr Gatoah packt währenddessen beim zweiten Vorgeschmack auf "Schlaftabletten, Rotwein V" eine ganze Bandbreite an Flow- und Gesangsvariationen aus. Für die Instrumentierung seines Thementracks "Wie Zuhause", in dem die Wanderlust der digitalisierten Welt quasi einer psychologischen Analyse unterzogen wird, hat gefühlt ein ganzes Orchester gesorgt. 

Und im Untegrund?

Den Berliner Blokkmonsta bekommen wir zur Abwechslung mal in einer normaleren Stimmlage zu hören, während er ein paar Grundlagentipps für das Verhalten auf der Polizeiwache gibt – Support bekommt er bei "DWDAS" (= Du willst deinen Anwalt sehen) vom Platin-Bratan OL. Außerdem feiern seit heute Finity und Fayan in unserer Videopremiere den "Jackass"-Star Bam Margera ab. Darf gerne ein kleiner Hit werden.

Finity ft. Fayan - Bam Margera [prod. by SiNCH, Typhoon & KillaM]

Heute feiert das Video zu "Bam Margera" Premiere! Gemeinsam feiert das Rapper-Duo den skatenden Lebemann, der besonders aus der Kultserie "Jackass" und den nicht weniger wahnsinnigen Filmen bekannt ist. Die Single ist ein Projekt von Fayan, Finity und dessen Gang, den Loyal Bandits. Übrigens konnte Fayan, beim diesjährigen Hiphop.de Newcomer Spotlight am meisten überzeugen.

Ansonsten findest du in unserer Playlist vermeintliche Geheimtipps wie Dissy, Galv, die 102 Boyz oder Shawn The Savage Kid direkt neben einigen der größten Songs der letzten Wochen und Monate. Abonniert wird hier!

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Star-Fotografin Katja Kuhl: Fler, "Das Urteil", Tokio Hotel & ihr Karriereweg (Interview) – Macher

Star-Fotografin Katja Kuhl: Fler, "Das Urteil", Tokio Hotel & ihr Karriereweg (Interview) – Macher

Von HHRedaktion am 09.09.2019 - 17:41

Sei es mit ihren Fotos oder Videos – Katja Kuhl hat tiefe Spuren im Deutschrap hinterlassen. Die Starfotografin hat Jonas für eine neue Folge "Macher" auf dem Dach ihrer Wohnung empfangen und gewährt einen umfangreichen Einblick in ihr Schaffen.Katja Kuhl hat in ihrem Job wirklich schon einiges gemacht. Ikonische Coverfotos für Kool Savas, Olli Banjo oder Fler bilden nur einen winzigen Ausschnitt der Arbeit einer extrem gefragten Künstlerin.

Bei einem Gespräch mit Katja Kuhl stößt man zwangsläufig auf bedeutende Momente der Deutschraphistorie. Sie war schließlich wesentlich daran beteiligt, als Kool Savas mit "Das Urteil" die Disstrack-Blaupause ablieferte oder Azad mit "Napalm" düsteren Straßenrap ins deutsche Musikfernsehen brachte. Ihr Werdegang ist auch exemplarisch dafür, dass man sich nicht unterkriegen lassen sollte, wenn man von seinen Fähigkeiten überzeugt ist.


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