Alle neuen Songs: Mero, Juju, Apache 207 & mehr im Deutschrap-Update

Ihr kennt das Prozedere: Wenn freitags halb Rapdeutschland neue Musik in Form von Songs, Alben, Tapes und EPs an den Start bringt, verschaffen wir euch einen Überblick. Auch diese Woche haben wir von Artists mit unglaublichen Klickzahlen bis ans untere Ende der digitalen Aufmerksamkeitsspanne einiges für euch in unserer Playlist "Groove Attack" kuratiert. Das Cover gehört dem zuletzt viel diskutierten Mero, der sich nicht auf Vorwürfe im Internet, sondern auf seine Mucke konzentriert.

In der neuen Single "Olabilir" wird der Ansatz, türkische Musik in seinen Sound einfließen zu lassen, noch weiter forciert. Die Saz als zentrales Element im Beat und nahezu traditioneller, arabesker Gesang im Chorus legen die Grundlage. Meros Rap, der ganz casual zwischen Deutsch und Türkisch switcht, rundet die Nummer ab. Hate it or love it – Mero fährt seinen eigenen Film weiter und hinterlässt in der Industrie herunter fallende Unterkiefer.

An einem prominenten Quintett, das auf einem Goldfinger-HK-Instrumental die Glocke zum "Royal Rumble" schlägt, kommt man diese Woche auch nur schwer vorbei. Capi, Samra, Luciano, Nimo und Kalazh kommen zusammen auf rund 6,5 Millionen Follower bei Instagram. Das allein ist natürlich kein Qualitätsmerkmal, aber mit aggressivem Sound und Rap kann das Gipfeltreffen der neuen Generation durchaus überzeugen. Goldfinger und Hasan K liefern ohnehin immer zuverlässig ab.

Ebenfalls in die Kategorie "jung & fresh" fällt Apache 207, der seit dem Frühsommer 2018 kontinuierlich seinen Hype weiter und weiter durch die Decke drückt. Mit "Nicht wie du" distanziert er sich vom Deutschrap-Einheitsbrei, ist diesem dabei zwar in den Rap-Parts näher als bei den meisten seiner bisherigen Singles, aber die aus der Szene vertrauten Elemente werden auch hier wieder durch eigenständige Melodien, einen Schuss Humor und Apaches unverkennbare Stimme aufgewertet.

Und wenn wir von Hypes sprechen, müssen wir heute auch Juju zu Wort kommen lassen. Die Rapperin hat ihr Solodebüt "Bling Bling" mit knackigen zwölf Songs veröffentlicht, von denen wir die Hälfte schon vorab zu hören bekommen hatten. Von den neuen Songs haben wir nicht den offensichtlichen Fokustrack "Hi Babe", sondern mit "Coco Chanel" eine deutlich rapfokussiertere Nummer für unsere Playlist gepickt.

Auch aus den neuen Release von Montez, der Bantu Nation, ODMGDIA und Dead Dawg haben wir Songs in die Liste gemischt. Bei "Wachsam" des inhaftierten Bantu-Members OTW handelt es sich zwar um einen fast zwei Jahre alten Song, der in Köln bereits einen gewissen Street Hype genossen hat. Jetzt ist er aber erstmals im Streaming verfügbar und manch einer dürfte Gefallen an OTWs Delivery und der Stimme mit Wiedererkennungswert finden.

Für Abwechslung sorgen zudem Sido mit Yonii und Beka, Die Orsons T9, Cashmos 90er-Sound, M.O.030, Greeen mit seinem Reggae-Entwurf, Summer Cem mit der nächste Capi-Kollabo, Capo, Hanybal mit Olexesh sowie Sierra Kidd mit Feelikz. Einiges zu entdecken also in unserer wöchentlichen Königsmische!

Was sonst noch neu ist, aber nicht in unserer Playlist platziert wurde, könnt ihr in unserem Überblick über die Neuerscheinungen abchecken.

Alle neuen Songs

  • Kalazh44, Luciano, Capital Bra, Nimo & Samra – Royal Rumble
  • Apache 207 – Nicht wie du
  • Summer Cem ft. Capital Bra – Diamonds
  • Mero – Olabilir
  • Juju – Hi Babe
  • Die Orsons – Dear Mozart
  • Sido ft. Yonii & Beka – Melatonin
  • Hanybal ft. Olexesh – Illegal
  • Capo – Alexander Wang
  • PA Sports ft. Moe Phoenix – Warum Ich
  • Marvin Game – Nie wieder warten
  • kidd ft. Feelikz – Altes Ich
  • Mert Abi - Sunpoint
  • KEZ ft. Bato – Zu viele Frauen 
  • M.O.030 – Hoffnung stirbt zuletzt
  • Majoe – Chellam
  • Sero – Vertigo
  • T9 ft. Wandl & Jamin – Fly
  • GReeeN – Honey Rider
  • Johnny Pepp – Rapgame
  • Ramo & Marlo – Der Moment
  • Ciro – Mama sagt
  • Chapo102 – Sie ruft an
  • Frizzo ft. Serious Klein – No Drill
  • Karmo Kaputto, Gera Berlin & Tamas – Nimm dir
  • Racailles ft. Manio, Kaïko & Bi66z - Crazy
  • Essow – Fallen
  • Omik K – Guawei Zwanni (Donnerstag)
  • Terra Pete – Erdenmann (Donnerstag)

Alle Releases

  • Juju – Bling Bling
  • Bantu Nation – Free Bantu Nation
  • PTK – Kein Mensch ist digital
  • Montez – Kokon EP
  • ODMGDIA – Chapter 3: It's thursday already I should go home (EP)
  • Greeen – Honey Rider (EP)

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Summer Cem, Yung Hurn & Max Herre steigen in die Top 10 der Albumcharts ein

Summer Cem, Yung Hurn & Max Herre steigen in die Top 10 der Albumcharts ein

Von Robin Schmidt am 15.11.2019 - 18:13

Neue Woche, neue Chartpositionen: Vor sieben Tagen veröffentlichten mit Summer Cem, Yung Hurn und Max Herre gleich drei Rapper mit völllig unterschiedlichen Stilen ein neues Album. Freuen dürfen sie sich alle, denn jeder von ihnen reiht sich mit seiner Platte in die Top 10 der Offiziellen Deutschen Charts ein. 

Albumcharts: "Nur Noch Nice" landet auf Platz zwei 

Den größten Erfolg verbucht dabei Summer Cem. Das Banger Musik-Member parkt sein Album "Nur Noch Nice" auf Platz zwei. Geschlagen geben musste sich Summer nur Johannes Oerding. Dessen neues Werk "Konturen" löst nach einer Woche RAF Camora an der Spitze der Charts ab. "Zenit" schlägt sich aber auch mit Platz vier weiterhin gut. Direkt dahinter meldet sich Yung Hurn mit seiner frischen Platte "Y" an. 

Sieben Jahre ist es her, dass ein Soloalbum von Max Herre die Welt erblickte. Mit "Hallo Welt!" stieg der gebürtige Stuttgarter und heutige Wahl-Berliner auf Platz eins ein. Die Platte ist inzwischen Gold gegangen. Diesen Weg hat "Athen" noch vor sich. Der Anfang ist allerdings gemacht: Max Herre holt sich Platz Nummer neun in den Charts.

Singlecharts: Apache 207 regiert weiter 

Bei den Singles ist zumindest aus Hiphop-Sicht Apache 207 weiterhin das Maß aller Dinge. Mit "Roller" und "Wieso tust Du dir das an?" staubt er nicht nur die Silber- und Bronzemedaille ab, sondern landet mit "Doch in der Nacht" zugleich den höchsten Neueinsteiger auf Platz sieben. Brado & Mero qualifizieren sich mit "Kafa Leyla" auf Platz neun für die Top 10. Azet gelingt mit "Seele" immerhin der Sprung auf Platz elf. 


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