Akon versteht WM-Boykott nicht

 

Am Sonntag startet die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Katar. Das Emirat ist im Laufe der Jahre durch Menschenrechtsverletzungen und zahlreiche tote Gastarbeiter rund um den Bau der Stadien aufgefallen. Deswegen rufen viele Menschen weltweit zu einem Boykott der WM auf. Der US-Rapper Akon, selbst ein riesen Fußballfan, kann diese Aufrufe jedoch überhaupt nicht nachvollziehen.

"Jede Kultur ist anders" – Akon bittet um Völkerverständigung

Der 49-jährige Chef von Konvict Muzik hat vier Tage vor Start der WM mit TMZ Sports gesprochen und wurde vom Magazin auf die WM-Kontroverse angesprochen. Akon kann die Boykott-Aufrufe demnach nicht nachvollziehen:

"Ich verstehe den Sinn eines Boykotts nicht, ich persönlich denke, dass es überall auf der Welt andere Kulturen mit unterschiedlichen Lebensweisen und Lebensstandards gibt."

Amerikaner*innen, die einen Boykott verlangen, würden laut ihm gar nicht verstehen, was sie da eigentlich boykottieren wollen. Viele hätten eine Tendenz, bestimmte Dinge für selbstverständlich zu halten und an Dingen festzuhalten, die sie nicht verstehen würden. Akon fände es besser, wenn diese Menschen zum Verständnis der Kultur eine Reise nach Katar machen würden. Ob Akon sich der Ausmaße der Menschenrechtsverletzungen in Katar bewusst ist, wird im Interview nicht klar.

Jedoch würde er mit den Ansichten Katars nicht übereinstimmen. Er erkennt aber an, dass es ein kulturelles Problem sei, welches in vielen Ländern vorherrscht, in denen sich keine LGBTQ-Kultur entwickelt habe. Es sei keine Sache von Abneigung, man müsse nur Anfangen, mit den Kataris zu reden und Gemeinsamkeiten zu finden, anstatt diese zu ignorieren, sagt Akon. Ob das wirklich helfen kann, wenn man als homosexuelle Person im Land unerwünscht ist, sei mal dahin gestellt.

Während Akon seine Meinung über den Boykott teilt, hat Nicki Minaj wegen ihrem neuen WM-Song eine eigene Kontroverse ausgelöst:

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