Rap als 9-to-5-Job: Akon über Eminems Studioroutine

Eminem ist offenkundig ein Fan klarer Abläufe: Wie es bei der Arbeit mit Slim Shady so zugeht, plauderte Akon (jetzt auf Apple Music streamen) einst in einem Interview aus. Seine Einblicke in zurückliegende Studiosessions mit Em erfreuen sich aktuell auf TikTok wieder größter Beliebtheit. Der Clip mit den Innenansichten aus dem Arbeitsalltag des Rap Gods ist bereits fast zwei Jahre alt.

Akon lässt die Sessions mit Eminem Revue passieren

In einem Gespräch mit Hot 97 erinnert sich Akon 2019 an die Aufnahmen für die Eminem-Kollabo "Smack That" (2006). Den US-Rapper habe er dabei als Künstler wahrgenommen, der das Rapbusiness wie einen gewöhnlichen Job angeht. Der Studiotag beginnt demnach um 9 Uhr und endet um 17 Uhr – keine Ausnahmen:

"An jedem Morgen entert er um 9 Uhr das Studio, macht um 13 Uhr eine Mittagspause und geht um 17 Uhr wieder nach Hause. Es ist wie ein Zeitplan für ihn. Und das hatte ich von ihm nicht erwartet. Am ersten Tag bin ich um 18 Uhr im Studio angekommen und dachte, dass wir eine späte Session einlegen werden. Also stand ich im Studio und sie sagten mir: 'Em ist bereits abgehauen!' Er sagte mir dann auch: 'Ich bin weg!' Ich erwiderte: 'Ich bin gerade erst im Studio. Kommst du zurück?' Und Eminem antwortete: 'Yeah, komme morgen früh um 9 Uhr wieder.'"

("He comes in at 9 Am every day to the studio, takes his lunch break at 1, and is out of there by 5 PM. It's like a schedule. I didn't expect that from him. The first day I come, I come around 6. Like we going to do an evening session. I get to the studio, they said: 'Em just left!' He said: 'I'm out of here!' I said 'I just got to the studio, you coming back here?' He said, 'yeah, I'll be back there at 9 AM.'")

Akon habe solche Ansagen zunächst für einen Joke gehalten. Am nächsten Morgen pünktlich um 9 Uhr, konnte er sich angeblich eines Besseren belehren lassen. Nachdem beide Künstler Beats ausgecheckt hatten, war dann offenbar 13 Uhr Lunch Time für Eminem. Akon zufolge sei Eminem eine Stunde später wieder im Studio aufgeschlagen. Chorus und Beat seien inzwischen ready gewesen. Eminem habe daraufhin die Arbeit an seinem Verse begonnen. Vor der Fertigstellung soll sich Eminem jedoch schon wieder ausgeklinkt haben – es war schließlich 17 Uhr. Akons Ungläubigkeit über diese Herangehensweise habe Eminem entgegnet:

"Ich mag es hier und es ist für mich wie ein echter Job. Ich mache es nicht mehr so wie damals. Ich will nicht, dass es mich zu sehr stresst, ich bleibe nicht länger als ich muss. Ich habe jetzt eine Familie und eine Tochter. Ich will ihnen Zeit schenken."

("I treat it like a real job. I don't make it no more than what it's supposed to be. I don't let it stress me out, stay longer than I have to. I got a family, I got a daughter. I want to make time.")

Diese Begründung habe in Akon einen Denkprozess angestoßen. Mehrere Studiotage, ohne seine Familie zu sehen oder sich zu melden, seien bei ihm eigentlich nichts Ungewöhnliches gewesen. Eminems Weg habe Akon eine neue Perspektive eröffnet. Hier kannst du den Clip anschauen:

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Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten

Eminem, Drake & Co.: Diese Rapper verdienen am meisten

Von Till Hesterbrink am 20.07.2021 - 13:35

So viel kann man als Rapper also tatsächlich verdienen: Mal wieder wurde von Billboard die Liste der bestbezahlten Musiker des Jahres veröffentlicht und darunter sind auch einige Hiphop-Artists zu finden. Auffällig für dieses Jahr sind natürlich vor allem die massiv eingebrochene Einnahmen durch Liveauftritte. Normalerweise lässt sich damit für Künstler das meiste Geld einnehmen. Die Auflistung beschränkt sich auf direkte Einnahmen mit der Musik. Side-Businesses werden nicht miteingerechnet.

Eminem, Drake & Post Malone: Die bestbezahlten Musiker 2020

Den ersten Platz der Liste belegt dieses Jahr niemand Geringeres als Taylor Swift. Die 31-jährige Country-Sängerin sichert sich mit einem Umsatz von fast 24 Millionen Dollar den Spitzenplatz der Liste. Dich hinter ihr findet sich allerdings bereits der erste Künstler, den man dem Hiphop-Gerne zuordnen kann: Post Malone (jetzt auf Apple Music streamen). Der konnte im letzten Jahr satte 23 Millionen Dollar umsetzen. Dies liegt vor allem daran, dass Posty kurz vor dem Hoch der Corona-Pandemie noch eine Tour gespielt hatte. Das letzte Konzert dieser fand am 12. März statt.

Der erste wirkliche Rap-Künstler auf der Liste ist Drake, der mit knapp 14 Millionen Dollar den sechsten Platz belegt. Seine Haupteinnahmequelle ist Streaming. Wie bereits im Jahr zuvor ist Drizzy mit ca. 8 Milliarden Plays der meistgestreamte Artist des Jahres.

Auf dem neunten Platz findet sich YoungBoy Never Broke Again. Der (Quasi-)Schwiegersohn von Floyd Mayweather konnte vor allem durch Streams seiner Videos ordentlich Einnahmen erzielen. 11,9 Millionen Dollar, um genau zu sein. Er ist der Künstler, dessen Videos am meisten im letzten Jahr abgespielt wurden. Ihm dicht auf den Fersen ist Lil Baby, mit 11,7 Millionen Dollar.

Ganz knapp an der Top 10 schliddert The Weeknd mit seinen 10,4 Millionen vorbei, der im letzten Jahr sein Album "After Hours" samt dem unglaublich erfolgreichen Hit "Blinding Lights" veröffentlichte.

Auf Platz 14 ist Eminem, der im letzten Jahr gleich zwei Alben rausgehauen hat. "Music To Be Murdered By" und die zugehörige Deluxe-Version, die als "B-Seite" bezeichnet wurde. Damit landete Em' auf Platz fünf aller digitalen Verkäufe. Insgesamt konnte Eminem im Corona-Jahr 9,7 Millionen Dollar einnehmen.

Und auf Platz 15 findet sich dann Lil Uzi Vert, der ebenfalls zwei Alben veröffentlichte. "Eternal Atake" und "Lil Uzi Vert vs. The World 2" bescherten dem 26-Jährigen eine riesige Nummer an Streams. So viele, dass er insgesamt 18 Tracks auf einen Schlag in den Top 100 vorweisen konnte. Damit ist er erst der dritte Künstler jemals, dem dies gelingt. Einnehmen konnte er 2020 9,4 Millionen Dollar.

Musikeinnahmen in 2020

Billboard vergleicht die Zahlen zudem mit den letzten Jahren. So wird deutlich, was für einen Einfluss die Corona-Pandemie auf die Musikindustrie hatte. Taylor Swift war zuletzt 2018 Teil der Liste. Damals hatte sie allerdings auch Einnahmen von insgesamt fast 100 Millionen Dollar. Insgesamt sind die Einnahmen der Musikindustrie im letzten Jahr um fast eine Milliarde Dollar zurückgegangen.

Besonders die fehlenden Einnahmen aus Konzerten werden deutlich, die sonst bis zu 80 % der Einnahmen der Top 40 Künstler dargestellt hatte. Diese gingen von den letztjährigen 779 Millionen Dollar auf lediglich 79 Millionen Dollar zurück.

Verkäufe von physischer und digitaler Musik erfuhren hingegen einen Zuwachs um 39 % und machen insgesamt 59 Millionen Dollar aus. Trotzdem ist die Zukunft natürlich Streaming. Die einzelnen Künstler konnten insgesamt 193 Millionen Dollar durch Streams einnehmen, das ist eine Steigerung um knapp 82 % im Vergleich zu letztem Jahr. Und der Trend geht weiter nach oben.

Hier könnt ihr euch die ganze Liste anschauen.

Drake ist der Künstler des Jahrzehnts


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