Aggro Berlin-Reunion? Fler verrät Stand der Dinge

 

Es dürfte kaum einen Deutschrapfan geben, der das Label mit dem Sägeblatt nicht kennt. Aggro Berlin hat eine Legacy, wie sie vielleicht nur noch Selfmade Records in Deutschland vorweisen kann. Vor allem Sido, Bushido und Fler zählen auch nach der Aggro-Ära zu den bekanntesten Köpfen der Szene. Letzterer wurde nun auf Twitch mit der Frage nach einer Wiedervereinigung der Aggro Berliner konfrontiert. Vor nicht allzulanger Zeit bestand offenbar die Chance.

Aggro Berlin: Mini-Reunion scheiterte beim Red Bull Soundclash

Fler sorgt eingangs dafür, dass alle auf dem gleichen Wissensstand sind: "Aggro Berlin waren Sido, B-Tight, Fler, Bushido, G-Hot, Kitty Kat." Messer Mesut müsse man laut Fler in den Anfangszeiten ebenfalls noch dazuzählen. Tony D bleibt bei Flers Aufzählung kurz auf der Strecke, aber wird umgehend hinzugefügt.

Fler nutzt diese Gelegenheit außerdem gleich, um zu verdeutlichen, wer nicht zu dem Kultlabel gehörte: "Joe Rilla war nie Aggro Berlin, MC Bogy war nie Aggro Berlin, Harris war nie Aggro Berlin, Silla war nie Aggro Berlin." Auch Alpa Gun "war nie Aggro Berlin".

Viele Leute, die mit Aggro Berlin assoziiert werden oder sich selbst damit assoziieren, seien eher Teil des Movements gewesen. Um den harten Kern wieder zu vereinen, braucht es gemäß Fler schon ordentlich Fantasie:

"'Ne Reunion mit den Leuten - sag ich dir ganz im Ernst - kann ich mir schwer vorstellen."

Allein schon wegen Flers Verhältnis zu Bushido ist eine vollständige Aggro-Reunion wohl kaum zu realisieren. Fler nimmt sich dem Themenkomplex Bushido auch gar nicht erst an, sondern gibt stattdessen Kitty Kat ihre Blumen. Diese sei grade "on fire" und wäre laut Fler, für so ein Vorhaben zu begeistern. B-Tight sei hingegen auf "'nem komischen Trip". Bei ihm sei nach der Schließung vom Label Nummer eins im Jahr 2009 "keine Karriere entstanden". Tony D habe indes als "Weinexperte" seine Berufung gefunden (hier mehr zum heutigen Wine Damager).

Dennoch war offenbar eine Mini-Reunion im Rahmen des diesjährigen Red Bull Soundclashs angedacht. Sido und Bozza hätten demnach vorgehabt, eine Vielzahl von Aggro-Leuten auf der Bühne zu versammeln. B-Tight sei schlichtweg nicht gekommen. Wegen "Differenzen", wie Fler hinzufügt. Warum Tony D es nicht einrichten konnte, wisse Fler nicht. Dennoch wäre es "überkrass" gewesen, all die ehemaligen Signings zusammenzubringen.

Die Hoffnung auf einen solchen Move hat Flizzy auch noch nicht verloren. Er hat das Ganze auf dem Schirm und will die Möglichkeit nutzen, sobald sie sich in der Zukunft bieten sollte: "Lasst uns die Leute ranholen, wenn wir da irgendwelche Gelegenheiten finden."

Offenbar müssen auch noch ein, zwei Sachen geklärt werden.

"Es ist mal an der Zeit, sich mal treffen, sich mal ausquatschen."

Checkt den ganzen Streamausschnitt hier:

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