Hiphop-Pionier Afrika Bambaataa hat einen Prozess wegen Kindesmissbrauchs vor einem Gericht in New York verloren. Ein Mann, dessen Identität für die Öffentlichkeit anonym bleibt, hatte 2021 gegen den Zulu Nation-Gründer geklagt. Afrika Bambaataa ließ die Klage jedoch bis heute unbeantwortet, sodass das Gericht nun ein Versäumnisurteil gesprochen hat.
Afrika Bambaataa des jahrelangen Kindesmissbrauchs beschuldigt
Der Kläger hatte behauptet, in den Jahren 1991 bis 1995 wiederholt von Afrika Bambaataa missbraucht worden zu sein. Anfangs sei er gerade einmal 12 Jahre alt gewesen. Weiter erhebt er Vorwürfe des Menschenhandels gegen den inzwischen 68-Jährigen.
Wie verschiedene Portale unter Verweis auf online einsehbare Gerichtsdokumente berichten, soll gegen Lance Taylor - so Bambaataas bürgerlicher Name - jetzt ein Versäumnisurteil verhängt worden sein. Der hatte die Klage seit Jahren einfach ignoriert und soll auch jetzt eine Anfrage bezüglich des Urteils nicht beantwortet haben. Das Gericht spricht dem Kläger derweil eine noch durch einen Gutachter zu definierende Entschädigung zu.
Seit 2016 sind mehr als zehn Personen mit Vorwürfen gegen Taylor an die Öffentlichkeit gegangen. Darunter auch die französische Raplegende Solo. Das Assassin-Mitglied hatte gegenüber dem Fernsehsender Canal +angegeben, dass er in den 80ern mit 16 oder 17 Jahren von Bambaataa missbraucht worden sei, als er bei ihm in New York untergekommen war.
Das ehemalige Zulu Nation-Mitglied Ronald 'Bee-Stinger' Savage war 2016 der Erste, der Vorwürfe gegen Afrika Bambaataa erhob. Jahre später revidierte er seine Aussagen und gab an, dass er sich damals mit einem gefälschten Ausweis in den Club geschmuggelt hätte, in dem er Taylor traf. Dieser habe entsprechend nicht davon ausgehen können, dass er noch minderjährig war, so Savage.
Afrika Bambaataa hat die Vorwürfe stets bestritten, sich zuletzt aber aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.
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