A$AP Rocky verrät, wie es im schwedischen Gefängnis war

Zur Veröffentlichung seines neuen Albums "Don't Be Dumb" ist A$AP Rocky bei Moderator Ebro Darden in der "Ebro Show" zu Gast. Dabei blicken die beiden auf das Jahr 2019 zurück, als der New Yorker im Zuge seiner Europatour für kurze Zeit in einem schwedischen Gefängnis saß.

A$AP Rocky beschreibt seine Zeit im schwedischen Knast

Seine Zelle dort sei in etwa so groß gewesen, wie der Raum, in dem das Interview stattfindet, erzählt Rocky. Also nicht gerade geräumig, aber auch nicht unbedingt winzig. Dafür habe es keine Dusche oder Ähnliches gegeben, lediglich ein Bett, ein Waschbecken, einen Spiegel und einen kleinen Tisch. Also ungefähr so, wie man sich halt eine klassische Gefängniszelle eben vorstellt. Zudem habe er jedes Mal fragen müssen, wenn er auf die Toilette wollte, und seine Zelle nur für 30 Minuten am Tag verlassen dürfen.

Insgesamt sei es zwar nicht so schlimm gewesen, wie auf Rikers Island - im Alter von 16 Jahren musste Rocky eine kurze Zeit auf der berüchtigten Gefängnisinsel verbringen -, aber eben auch nicht schön. Er beschreibt den Aufenthalt als "ungelegen". Grundsätzlich habe der 37-Jährige aber auch einfach nicht verstanden, warum er überhaupt hinter Gitter musste. Die ganze Situation sei für ihn relativ absurd gewesen.

Kurz vor seiner Festnahme waren Videos im Netz gelandet, unter anderem von Rocky selbst gepostet, die eine Auseinandersetzung mit zwei Personen zeigten. In einem Clip war zu sehen, wie der Rapper einen der Männer auf den Boden schmeißt. Ihm zufolge hatten die beiden ihn und seine Entourage zuvor verfolgt und belästigt. Die angeblichen Verfolger reichten daraufhin Klage wegen Körperverletzung gegen A$AP Rocky und seine zwei Bodyguards ein. Alle drei landeten für ungefähr vier Wochen in Untersuchungshaft, bevor sie entlassen wurden.

Zahlreiche Rap-Kollegen aus einer Vielzahl an Ländern setzten sich während der kurzzeitigen Haft für seine Freilassung ein. Diese breite Unterstützung habe ihn mental auf der Höhe gehalten, erklärt er jetzt im Interview.

"Selbst als ich freigelassen wurde, war ich immernoch high davon. Das ist Liebe. Stell dir vor, du bist für drei Wochen verschwunden, komplett isoliert, und kannst mit niemandem kommunizieren, du bist alleine und nicht in deinem Land. Und dann erfährst du: Alle sind auf deiner Seite."

Unterstützung gab es damals auch von US-Präsident Donald Trump, der über Twitter die Freilassung forderte. Das habe die Situation jedoch nur schlimmer gemacht, resümiert Rocky nun, da plötzlich viel mehr Druck auf den schwedischen Behörden gelastet habe und jeder Schritt mehrfach geprüft worden sei. Das hätte angeblich dafür gesorgt, dass zwischenzeitlich sogar eine achtmonatige Haftstrafe im Raum stand.

Den ganzen Talk könnt ihr euch hier reinziehen (ab ca. 22:30 geht es um das Thema):

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