6ix9ine von Stripperin verklagt

Wieder mal juristischer Ärger für 6ix9ine. Wie TMZ zuerst berichtete, soll der Besuch eines Strip Clubs Konsequenzen nach sich ziehen. Eine der Tänzerinnen will dort von einer Champagnerflasche verletzt worden sein. Als Schuldigen haben sie und ihr Anwalt offenbar 6ix9ine ausgemacht.

6ix9ine soll Champagnerflasche geschmissen haben

In der Klage, aus der TMZ zitiert, heißt es, dass ein "tödliches Objekt mit der Absicht, schwere Körperverletzungen zu begehen" auf die Stripperin geworfen worden sei. Der Anwalt der Frau benennt 6ix9ine als Täter und verdeutlicht, dass es sich bei diesem Objekt um eine Champagnerflasche gehandelt habe. Diese sei zum Wurfgegenstand geworden, weil jemand im Club den Rapper angeblich als "Ratte" bezeichnete. 6ix9ine soll sein Ziel jedoch verfehlt haben.

Laut den Ausführungen des Anwalts habe stattdessen seine Mandantin die Notaufnahme aufsuchen müssen, um erlittene Kopfverletzungen verarzten zu lassen. Nicht nur 6ix9ine, sondern auch der Strip Club selbst gerät bei der Klage ins Fadenkreuz. So wird dem Etablissement unterstellt, für nicht ausreichend Sicherheitspersonal im Umkreis von 6ix9ine gesorgt zu haben. Dessen "Neigung zur Gewalt" sei schließlich bekannt.

Nach dem Vorfall hätten Mitarbeiter außerdem Druck auf die Stripperin ausgeübt. Der Frau wäre nahegelegt worden, nicht die Polizei einzuschalten. Diesen Hinweis habe sie ignoriert. Die Tänzerin verklagt nun einerseits ihren Arbeitgeber wegen grober Fahrlässigkeit. Auf der anderen Seite wirft sie 6ix9ine schwere Körperverletzung vor.

Der Anwalt von 6ix9ine teilte auf Nachfrage von TMZ mit, dass der Rapper an dem Vorfall nicht beteiligt gewesen sei. Er verwies dabei auf die Kameras in der Location. Das Ganze sei ein Versuch, an Geld zu kommen.

Wie in einem Strip Club ging es dafür beim Videodreh zu 6ix9ines neuer Single "ZAZA" zu.

6ix9ine - ZAZA [Video]

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Gefängnis verbietet Kendrick Lamar & wird verklagt

Gefängnis verbietet Kendrick Lamar & wird verklagt

Von Till Hesterbrink am 03.03.2021 - 12:33

Ein Häftling des Emyan Gefängnisses in Arizona klagt gegen ein im Knast herrschendes Verbot von Kendrick Lamar-Musik. Er musste die Beamten eine CD des Rappers konfiszieren lassen, da das Gefängnis die Musik als potenziell schädlich einstuft. Nachdem er im Bezirksgericht gescheitert war, geht es nun vors Berufungsgericht, wie KJZZ berichtet.

Kendrick Lamar im Gefängnis verboten

In Arizona wird die eingehende Post von Häftlingen untersucht. Handelt es sich dabei um CDs, Magazine oder Bücher, die bestimmte Thematiken behandeln, werden diese umgehend vom Gefängnis einkassiert. Grund dafür kann unter anderem die Darstellung von Gangs oder der Herstellung von Drogen sein.

Unter diesen Bann fiel nun auch Musik von Kendrick Lamar. In dem Falle war die Begründung, dass dort Gewalt und sexuelle Inhalte dargestellt würden. Die Anwältin des Klägers, Easha Anand, wirft dem entgegen, dass in dem Gefängnis auch Fernsehshows wie "Dexter" erlaubt seien, in welcher es um einen Serienmörder geht. Auch Bücher, in denen Vergewaltigung beschrieben würde und Country Musik, in der es um Mord ginge, seien kein Problem.

Die Anklage wirft dem Gefängnis vor, Kunst mit verschiedenen Maßstäben zu bewerten. Dabei würde vor allem Kunst von Schwarzen Künstler häufig ausgeschlossen. Zudem sei das Ausmaß der Verbote viel zu übertrieben und daher nicht mit der amerikanischen Verfassung vereinbar. So würde beispielsweise nicht nur Literatur verboten, die rassistisches Gedankengut verbreitet, sondern auch welche, die darüber informiert.

Mit dieser Begründung seien unter anderem auch Ausgaben des deutschen Magazins "Der Spiegel" verboten worden.

Country Musik statt Kendrick Lamar

In einer vorherigen Klage vor dem Bezirksgericht in Arizona wurde dem Gefängnis recht gegeben. Teil der Begründung war es, dass den Häftlingen schließlich nicht Musik im Allgemeinen verboten würde. Sie hätten ja trotzdem das Recht, beispielsweise Country Musik zu hören.

Die Anklage beruft sich nun darauf, dass Country Musik in keiner Weise ein adäquater Ersatz für Kendrick Lamar sein kann. Durch das Verbieten dieser Musik würde daher die durch die Verfassung geschützte Meinungsfreiheit der Häftlinge eingeschränkt.

"Jeder von uns würde sagen, dass Country Musik keine Alternative zu Kendrick Lamar ist. Musik, die sich wie die richtige Ausdrucksform anfühlt, ist nicht einfach auszutauschen."

"Any of us would say that country music is not an alternative to Kendrick Lamar. Music that feels like the right form of expression for you is not interchangeable."

Auch Alben des Rappers E-40 und des kürzlich beim Super Bowl aufgetretenen The Weeknd seien von dem klagenden Häftling gewünscht worden. Diese fielen ebenfalls unter das Verbot.


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