6ix9ine: Angeblicher Radio-Boykott sorgt für Diskussionen

6ix9ine sitzt seit geraumer Zeit im Knast. Das hindert den Rapper aber nicht daran, millionenschwere Labeldeals abzuschließen. Erst kürzlich wurde auch noch die Urteilssprechung auf Dezember vorgezogen. Wenn es für 6ix9ine gut läuft, kommt er möglicherweise sogar noch dieses Jahr frei. Es gibt noch nicht mal neue Musik von ihm, aber genau die sorgt jetzt schon für Aufregung und Diskussionen: Ebro von Hot 97 widerspricht einem TMZ-Bericht, dem zufolge der Radiosender 6ix9ine angeblich boykottieren wollen würde.

TMZ behauptet, Hot97 wolle 6ix9ine boykottieren

6ix9ine-Boykott? Das Hiphop-Klatschblatt TMZ schreibt, ein Executive von Hot97 habe erklärt, dass der New Yorker Radiosender keine neuen 6ix9ine-Tracks spielen wolle. Angeblich würde sich dort niemand auf neue Musik von dem Rapper freuen. Wenn er aus dem Gefängnis komme und neue Songs droppe, würden sie bei Hot97 nicht gespielt werden.

Der Executive, mit dem TMZ angeblich gesprochen habe, sei sowieso nie ein großer Fan von 6ix9ine und dessen Musik gewesen. Aber seitdem der als Zeuge wohl gegen ehemalige Freunde und Gang-Mitglieder ausgesagt hat, stoße er auf noch weniger Gegenliebe bei dem Hot97-Mitarbeiter. Allerdings bestehe trotz allem die Möglichkeit, dass seine Musik gespielt würde, wenn die Fans es lautstark genug einfordern würden.

Kommt 6ix9ine noch dieses Jahr frei?

Update: Der Richter Paul Engelmayer ist der Bitte des Staatsanwalts nachgekommen und hat ein früheres Datum für die Verkündung des Urteils festgesetzt. 6ix9ine wird nicht bis Mitte Januar warten müssen, sondern am 18. Dezember um 10.00 Uhr verurteilt werden. Update: #6ix9ine sentencing set for December 18 at 10 am.

Ebro widerspricht dem Bericht & will Musik täglich spielen

Die Gemüter sind erhitzt. Ebro war tatsächlich wohl eher kein großer 6ix9ine-Fan und hat daraus auch nie ein Geheimnis gemacht. Aber den Gerüchten rund um einen angeblichen 6ix9ine-Boykott auf Hot97 widerspricht er trotzdem, und zwar vehement. Ebro zufolge gebe es bei Hot97 niemanden, der mit TMZ sprechen würde. Der Bericht stimme also überhaupt nicht.

El Viejo Ebro on Twitter

If the label is not careful were gonna have to revisit covering how his on-line shenanigans was fabricated from the beginning and who financed them..

Außerdem legt sich Ebro auf Twitter mit haufenweise anderen Nutzern an. Denen erklärt er unter anderem, er werde die Tracks jeden Tag auf Hot97 spielen, einfach nur, um die Leute zu ärgern. Vorausgesetzt natürlich, dass 6ix9ine wirklich bald aus dem Gefängnis kommt.

El Viejo Ebro on Twitter

Goofball NY niggas created Tekashi 69 and supported "the streets" .... when he drops new music Imma play that shit everyday just to shit on ya'll stupid fucks

Trotz Knast: 6ix9ine landet offenbar millionenschweren Labeldeal

Es verdichten sich die Anzeichen, dass es 6ix9ine ziemlich ernst mit einem musikalischen Comeback-Versuch meint. Wie TMZ berichtet, hat sich der Rapper aus dem Gefängnis heraus einen neuen lukrativen Labeldeal geklärt. Dieser bringe ihm ungefähr 10 Millionen Dollar ein. Wie TMZ aus dem Rapper nahestehenden Quellen erfahren haben will, bindet sich 6ix9ine an das Label TenThousand Projects.

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Graffiti gewinnt vor Gericht: Writer bekommen $6,7 Millionen

Graffiti gewinnt vor Gericht: Writer bekommen $6,7 Millionen

Von David Molke am 22.02.2020 - 15:22

Normalerweise läuft es bei Graffiti leider oft so, dass die Writer auch noch dafür bezahlen sollen. Dieses Mal fällt ein Urteil aber ausnahmsweise mal zu Gunsten der Maler aus: Weil in New York an der berühten 5Pointz-Hall of Fame ohne Vorwarnung alle Bilder einfach übermalt wurden, erhalten die 21 Writer jetzt insgesamt 6,75 Millionen US-Dollar. Das Jury-Urteil wurde jetzt noch einmal bestätigt.

21 Graffiti-Writer bekommen jeweils $150.000 Schadensersatz

Wegweisendes Urteil? Es sieht ganz danach aus, als würde Graffiti endlich so behandelt, wie es bei anderen Kunstformen auch der Fall ist – zumindest in den USA. Weil die Bilder der 21 betroffenen Writer einfach ohne Vorwarnung übermalt wurden, erhalten die Künstler jetzt pro Bild jeweils 150.000 US-Dollar Schadensersatz. Insgesamt muss der Eigentümer die höchstmögliche Summe von 6,7 Millionen Dollar zahlen, was umgerechnet 5,5 Millionen Euro entspricht (via: ilovegraffiti).

Diese Entscheidung wurde bereits im November 2018 von einer Jury so getroffen und jetzt offiziell bestätigt. Wolkoff, der Besitzer des Grundstücks, habe sich weder einsichtig noch Reue gezeigt. Die Bilder seien nicht nur ohne Vorwarnung übermalt worden, sondern das Ganze wurde wohl auch noch "schlampig" und "halbherzig" durchgezogen: Die Bilder schimmerten unter der weißen Farbe sogar noch durch. Die Kunst sei bewusst und "willentlich" zerstört worden.

Darum geht's: Die 5Pointz-Hall of Fame in New York galt zurecht als eine Art Hiphop- beziehungsweise Graffiti-Mekka. Unzählige berühmte Pieces waren dort zu bestaunen, an einigen Flächen haben sich auch immer wieder Neulinge ausgetobt und der Kurator MERES hat dort auch Battles und andere Events veranstaltet.

2014 wurde das Gebäude abgerissen und 2013 hatte der Eigentümer ohne Vorwarnung sämtliche Bilder einfach überstreichen lassen. Zum großen Ärger sämtlicher Writer, die von ihren legendären Bildern nicht einmal Abschied nehmen konnten. Dabei hatten der Eigentümer und die Writer eigentlich lange Zeit wohl sogar ein gutes Verhältnis zueinander.

Dass jetzt ein derartiges Urteil bestätigt und vollzogen wird, könnte Schule machen. Den Writern sei es laut ihrem Anwalt nie um das Geld gegangen. Vielmehr stehe bei diesem Urteil im Mittelpunkt, dass Graffiti erstmalig nach dem Visual Artists Rights Act (VARA) verhandelt wird und damit nun wohl feststehen dürfte, dass auch Graffiti einen derartigen Rechtsschutz genießt.

Besonders pikant wirkt in diesem Zusammenhang natürlich auch, dass die Graffiti-Writer sich vor Gericht gegen den Eigentümer durchsetzen könnten. Das könnte für Graffiti nicht nur positive Auswirkungen haben, weil sich so viele Besitzer vielleicht noch mehr zieren, ihre Wände für Graffiti freizugeben. Ob sich irgendwann eine ähnliche Rechtsprechung auch in Deutschland durchsetzen kann, bleibt abzuwarten.

Wie findet ihr das Urteil beziehungsweise die Bestätigung?

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